⟩ Schuljahr 2014-2015


Archiv der Berichte aus dem Schuljahr 2014/2015

Juli 2015

Auf der Suche nach künstlicher Intelligenz: Maschinen, die denken, schaffen und spielen

Franck Bröckl


Ist die Erschaffung von künstlicher Intelligenz tatsächlich möglich? Wie weit ist die KI-Forschung davon entfernt, dieses Ziel zu erreichen? Und was passiert, wenn wir es erreichen?
Obwohl es auf diese Fragen keine abschließenden Antworten gibt, erläuterte Professor Holger Hoos in seinem Sondervortrag der Reihe „Blickfeld Naturwissenschaft“ anlässlich des Jubiläums „475 Jahre Gymnasium Philippinum“ in der Mensa der Schule sehr anschaulich, was KI-Forscher auf diesem Gebiet bisher erreicht haben und wohin derzeitige Entwicklungen führen könnten. Der Referent, selbst ehemaliger Schüler des Gymnasiums und nun Professor für Informatik an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada, widmete gleich zu Beginn den Vortrag seinem vor einigen Jahren verstorbenen ehemaligen Tutor Dr. Karl Mahler und betonte, dass dessen Förderung im Unterricht einen Grundstein für seine spätere Karriere gelegt habe.
„Machines will be capable, within twenty years, of doing any work a man can do“. Auch wenn Maschinen in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts nach dieser 1965 von Herbert Simon geäußerten Zukunftsvision noch nicht in der Lage waren, Menschen komplett zu ersetzen, sind wir doch weitere 30 Jahre später auf dem besten Wege dazu, so Professor Hoos. Die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz erläuterte er unter anderem am Beispiel des Schachspiels, dessen Beherrschung auf dem Niveau eines Großmeisters vielen als Inbegriff menschlicher Intelligenz gilt. War 1968 das Schachspielen mit einer Maschine noch ein Zukunftstraum, konnte 1997 der Computer „Deep Blue“ bei drei Remis und einer Niederlage bereits zwei Partien gegen Weltmeister Garri Kasparow gewinnen, während „Deep Fritz“ mit der Berechnung von 8-10 Millionen Stellungen pro Sekunde 2006 den nun amtierenden Weltmeister Wladimir Kramnik 4:2 besiegte. Doch auch in Bereichen wie Kunst und Musik, die in hohem Maße Kreativität erfordern, ist die künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch, so der Referent. Bereits 1969 experimentierte der Maler Harold Cohen mit dem von ihm selbst entwickelten Computerprogramm „AARON“. Eine Komponierblockade ließ David Cope 1981 „Experiments in Musical Intelligence“ durchführen, deren Ergebnis „Emmy“ war, ein Programm, das Musikstücke analysiert, spieltypische Elemente extrahiert und rekombiniert.
Dass Computer die Zukunft der Wissenschaft massiv beeinflussen, wie der „Vater der Informatik“, Charles Babage, bereits 1864 prognostizierte, zeigt sich heute in der weitreichenden Verbreitung von KI-Technologien, die beispielsweise in autonomen Waffensystemen, beim Wertpapierhandel an der Börse, aber auch in der Schule bei der Erstellung des Stundenplans zum Einsatz kommen.
Doch wohin wird dieser Weg führen? Professor Hoos sieht in naher Zukunft aus verschiedenen Gründen die künstliche Intelligenz mehr und mehr in einer Schlüsselrolle für Wissenschaft, Technik und Gesellschaft. Seiner Ansicht ist die Entwicklung hin zur „Technologischen Singularität“, dem Zeitpunkt, an dem sich Maschinen mittels künstlicher Intelligenz selbst verbessern können, in vollem Gange. Doch will man wirklich eine Technologieabhängigkeit? Der bekannte Astrophysiker Stephen Hawking sieht durch diese Entwicklung sogar die Zukunft der Menschheit akut bedroht. „Junge Menschen sollten sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzen, um die richtigen gesellschaftlichen Prozesse anzustoßen. Man muss sich um die Zuverlässigkeit und Beherrschbarkeit der künstlichen Intelligenz Gedanken machen“, so der Referent abschließend.
Das Publikum spendete Professor Hoos für seinen brillanten Vortrag lang anhaltenden Applaus. Studiendirektor Stefan Ketter, hauptverantwortlich für die naturwissenschaftliche Vortragsreihe, überreichte ihm als kleines Dankeschön, passend zum bevorstehenden Schuljubiläum, ein spezielles T-Shirt sowie die kürzlich erschienene Festschrift „Spurensuche“.

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Der WU-Kurs ‚Darstellendes Spiel‘ besucht das Stadttheater in Gießen

Julia Lorenzo

Am 2. Juli besuchten 15 Schülerinnen des WU-Kurses Darstellendes Spiel der 8. Jahrgangsstufe mit Frau Lorenzo das Gießener Stadttheater. Zunächst hatten die Schüler die einmalige Möglichkeit, eine Tour hinter den Kulissen zu bekommen. Der Leiter des Jugendtheaters führte die Schüler in verschiedene Bereiche des Stadttheaters (Requisitenraum, Büros der Angestellten, Orchester-graben), die den ‚normalen‘ Zuschauern normalerweise verborgen bleiben. Die Führung beinhaltete ebenfalls aktivierende Elemente. So mussten die Schüler z.B. die Applausordnung einstudieren.
Im Anschluss stand der Besuch eines Stückes auf dem Programm. Im TaT, der kleinen Bühne des Stadttheaters, führten Jugendliche, die Mitglieder des Jugendclubs des Stadttheaters sind, ein Stück namens ‚Organisierte Schallereignisse‘ auf. Hinter diesem abstrakten Titel verbirgt sich ein Stück, das die Unentbehrlichkeit von Musik zum Inhalt hat. Schwer beeindruckt von der Performance der Gleichaltrigen ging es auf den Heimweg in Richtung Weilburg.  

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Besuch aus Colmar-Berg

Silke Balkhausen-Pohlner

21 Schülerinnen und Schüler aus Colmar-Berg (Luxemburg) verbrachten in Begleitung ihrer Lehrerinnen Aline Schilling und Géraldine Posing vier ereignisreiche Tage in der Residenzstadt an der Lahn. Die elf- und zwölfjährigen Kinder aus Weilburgs Partnerstadt waren in dieser Zeit in Gastfamilien untergebracht. Neben dem obligatorischen Schulbesuch warteten der Besuch des Weilburger Schlosses, eine Stadtrallye und ein Empfang bei Bürgermeister Hans-Peter Schick auf die Gäste. Dieser betonte in seinen Begrüßungsworten, dass Städtepartnerschaften wie diese einen wichtigen Baustein für den Frieden im europäischen Haus darstellten. Weitere Ausflüge führten die Gäste nach Wetzlar und in das Mathematikum nach Gießen. Silke Balkhausen-Pohlner, zuständig für den Schüleraustausch mit Colmar-Berg, sowie Ulrike Fuhrmann-Grote, die Austauschbeauftragte der Schule, zeigten sich mit dem Verlauf der europäischen Begegnung sehr zufrieden.

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Kooperation mit dem Geopark Westerwald-Lahn-Taunus

Gymnasium Philippinum ist neue Geopark-Schule

Christoph Bickel

Seit Juli 2015 ist das Gymnasium Philippinum „Geopark-Schule“. Passend zum Jubiläum erhielt die  Schule das Prädikat „Geopark- Schule“ vom Nationalen GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus. Nicht nur die Geowissenschaften stellen ein gemeinsames Thema von Schule und Geopark dar – auch ökologische Bildung und Umwelterziehung, Industrialisierung und sozialer Wandel können von Schülern in den Einrichtungen des Geoparks erfahren werden. Geoinformationszentren wie der Stöffel-Park, die Kubacher Kristallhöhle oder die Geowelt Fortuna bieten spannende „Aufhänger“ für den Unterricht, von Geschichte, Wirtschaft und Erdkunde bis hin zur Kunst, die im Keramikmuseum Westerwald die Gelegenheit bietet, selbst zu töpfern.
Bereits in den letzten Jahren gab es viele Kooperationsansätze mit dem Geopark: So war dieser Thema in der naturwissenschaftlichen Vortragsreihe des Gymnasiums und Helfer bei vielen Exkursionen. In Zukunft sollen die gemeinsamen Aktivitäten bei Wander- und Projekttagen, sowie im unterrichtlichen Kontext noch stärker ausgeweitet werden. Der Geopark bietet dazu spannende außerschulische Lernorte!

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Verabschiedung des Direktors

Frank Bröckl


Die Verabschiedung von Schulleiter Dietrich Heese als 43tem Direktor des Gymnasium Philippinum fand in feierlichem Rahmen im Komödienbau der Stadt Weilburg – der alten Aula der Schule – statt, für dessen Bereitstellung sich die stellvertretende Schulleiterin Renate Geil zu Beginn der Veranstaltung bei Bürgermeister Hans-Peter Schick herzlich bedankte. Durch das weitere Programm führte Stefan Ketter, Leiter des naturwissenschaftlichen Fachbereichs.  Den musikalischen Auftakt hatte zuvor das Schulorchester unter der Leitung von Martin Weinbrenner mit dem „Fluch der Karibik“ übernommen. „Für mich war Dietrich Heese ein großes Vorbild, als ich selbst Schulleiter wurde. Er stellte immer die Schüler in den Mittelpunkt“, bekannte der Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium, Manuel Lösel (CDU), in seiner Ansprache und gab zudem einige persönliche Erinnerungen an seine Zeit nach dem zweiten Staatsexamen am Weilburger Gymnasium Preis, in der der scheidende Direktor stellvertretender Schulleiter war. So sind dem ausgebildeten Musiklehrer besonders jene Freistunden noch präsent, in denen er sich mit seinem damaligen Mentor Michael Glotzbach dem Weißwurstessen widmen konnte. „Ich habe Dietrich Heese immer noch als 40-jährigen in Erinnerung und konnte gar nicht glauben, dass er sich schon in den Ruhestand verabschiedet“, scherzte Lösel. Er versprach den Anwesenden eine rasche Lösung für dessen Nachfolge zu finden. Die Laudatio hatte Claudia Engelhardt, leitende Schulamtsdirektorin im Staatlichen Schulamt Limburg-Weilburg, übernommen. Anhand der Sinne des Menschen zeigte sie auf, welche Fähigkeiten und Qualitäten ein Schulleiter haben müsse und beleuchtete dabei auch einige Stationen aus dem beruflichen Werdegang Heeses. Ein Schulleiter müsse „gute Ohren“ haben und „hören“, was in seiner Schule eigentlich los sei. Ebenso wichtig sei das Sehen, denn nur mit dem nötigen Weitblick ließen sich die richtigen Weichen für die Zukunft stellen. Dank seines guten Gleichgewichtssinns habe er das Philippinum in den Jahren seiner Amtszeit stets in der Balance gehalten. Für den neuen Lebensabschnitt gab sie ihm ein Zitat von Gorch Fock mit auf den Weg: „Du kannst dein Leben nicht verlängern, du kannst es nicht verbreitern, du kannst es jedoch vertiefen“. Sie hob abschließend noch einmal den ruhigen und sachlichen Führungsstil Dietrich Heeses hervor und dankte ihm ganz herzlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Staatssekretär Lösel war es anschließend vorbehalten, die  offizielle Entlassungsurkunde aus  dem Hessischen Staatsdienst zu überreichen. Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung (SPD) und Weilburgs Bürgermeister Hans-Peter Schick erinnerten in ihren Grußworten an die Weiterentwicklung der Schule unter Heese – unter anderem in baulicher Hinsicht – und verwiesen in diesem Zusammenhang auf den Neubau der Mensa und des naturwissenschaftlichen Gebäudes, die Sportstätten und das Ganztagsangebot. „Der Himmel hilft niemals denen, die nicht handeln wollen (Sophokles)“, stellte Bürgermeister Schick fest, der Heese stets als Mann der Tat wahrgenommen habe. Renate Durek, Vorsitzende des Schulelternbeirats, bedankte sich beim ehemaligen Schulleiter im Namen der gesamten Elternschaft für die geleistete Arbeit. Zudem habe er sie persönlich stark unterstützt, als sie kurzfristig den Vorsitz übernehmen musste. Nach Auffassung  von Eugen Rudolf Ancke, Vorsitzender der Wilinaburgia, hat Heese die Schule in seiner Amtszeit mit Weitsicht weiterentwickelt. Er bedankte sich für die gute, stets konstruktive Zusammenarbeit und enthüllte zusammen mit der Künstlerin und Kunstpädagogin Anke Mohr – einem Vorstandsmitglied der Wilinaburgia – ein Ölgemälde Heeses, das seinen Platz in der bundesweit einmaligen Direktorengalerie des Gymnasiums finden wird. Schulsprecherin Marie Kokert überreichte als Dank der Schülerschaft und zur Erinnerung ein Bild der gesamten Schulgemeinde. Es sei zwischen Schülern und Schulleiter zwar nicht immer leicht gewesen, was aber durchaus verständlich sei, wenn zwei Generationen aufeinander treffen. Die anschließende Präsentation der Schulleitung, die die Qualitäten Heeses unter anderem als „Bauherr“, „Initiator und Förderer“, „Entwickler“ und „Visionär“ beleuchtete, wurde von zwei musikalischen Beiträgen der Philippinum Voices („This Guy’s In Love“) und der Philippinum Harmonists („If I Fell“) umrahmt. Für den Personalrat richteten Dorothee Bonkowski und Martin Weinbrenner den Blick zunächst zurück. Für Dietrich Heese sei stets die Zukunft der Schule wichtig gewesen und so habe er mit dem Doppelstundenprinzip, dem STEP-Projekt und dem Projekt Ganztagsklasse wichtige „Pflöcke eingeschlagen“. Als anschließend das Schulorchester und der Chor des Kollegiums zum Abschied „Auld Lang Syne“ intonierten, dürfte es dem scheidenden Schulleiter doch ein wenig warm ums Herz geworden sein. Die von Musiklehrer Martin Weinbrenner geschriebene Partitur des Stückes erhielt er anschließend als Buch, versehen mit zahlreichen guten Wünschen des Kollegiums.
Sichtlich bewegt bedankte sich Dietrich Heese zum Schluss zunächst bei allen Beteiligten für die Vorbereitung und Gestaltung der Veranstaltung. Im Hinblick auf seinen Werdegang bekannte er, dass er zu Beginn seiner Lehrerlaufbahn nie daran gedacht habe, einmal das Amt des Direktors anzustreben. Das Vertrauen seiner Vorgesetzten habe dann seine berufliche Entwicklung maßgeblich in diese Richtung beeinflusst. Sein besonderer Dank galt seinem Vorgänger im Amt, Hans-Helmut Hoos, der ihn bei seiner Bewerbung am Philippinum gegen zwei hauseigene Bewerber durchgesetzt und ihn frühzeitig an der Leitung der Schule beteiligt habe. Im Anschluss lud der nun ehemalige 43. Direktor des Gymnasium Philippinum die Anwesenden zu einem kleinen Empfang in das Foyer des Komödienbaus ein.

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Schulfest

Frank Bröckl

Petrus meinte es fast zu gut mit dem altehrwürdigen Philippinum: War der Sponsorenlauf am Vortag besonders wegen der hochsommerlichen Temperaturen für alle Beteiligten bereits eine sehr Schweiß treibende Angelegenheit, kletterte das Thermometer am Tag des Schulfests sogar noch ein paar Grad höher. Dies tat der hervorragenden Stimmung unter Eltern, Schülern und Lehrern jedoch keinen Abbruch. Gelegenheit zur Abkühlung gab es schließlich reichlich: ob an den zahlreichen Getränkeständen auf dem Schulgelände, durch die Sprinkleranlage im Weilburger Stadion oder auf der Wasserrutsche im „Fun Park Philippinum“. Nach der Eröffnung des Festes durch Direktor Dietrich Heese und Christian Riedel vom Gymnasialschulverein entwickelte sich in und um die Schule rasch ein buntes Treiben. Im Atrium konnte man Schul-T-Shirts, die Jubiläumsausgabe der Schülerzeitung „Spektrum“ oder die Festschrift erwerben, es stellten sich unter anderem die Wilinaburgia und der Schulweltladen, der fair gehandelte Produkte anbot, vor. Zahlreiche Aktionen in der Schule, im Spielmannbau, im Neubau, im Neubau der Naturwissenschaften und im Außenbereich luden zum Mitmachen ein. In über 28 Räumen führten Schülerinnen und Schüler Theaterstücke auf, führten Filme vor, präsentierten Projekte oder verkauften Kaffee und Kuchen. Die Schülerfirma „Visca Design“ stellte Buttons als Andenken an das Schuljubiläum her, im Medien- und Lernzentrum wartete ein Quiztheater rund um Weilburgs Schulen auf die Besucher und die erste Auflage eines vom Fachbereich Kunst erstellten Kalenders war zu erwerben. Während die Chemie AG nach dem Auftritt des Schüler- Lehrerchors noch auf der Bühne spektakuläre Experimente mit Trockeneis durchführte, wurde der anschließende Poetry-Slam, bei dem insgesamt 14 Teilnehmer originelle eigene Texte präsentierten, in den Schatten verlegt. Angesichts der Vielfalt der Attraktionen verging für viele Gäste der Nachmittag wie im Flug. Bevor DJ Samuel Gemeinder mit heißen Rhythmen die Stimmung nach 18 Uhr endgültig dem Siedepunkt entgegen treiben konnte, nahm Direktor Dietrich Heese die Gelegenheit wahr, auch das Abendprogramm offiziell zu eröffnen. „Ich werde am Dienstag aus dem Dienst ausscheiden und bin sehr froh, zum Schluss so ein schönes Fest erleben zu dürfen“, gab der Schulleiter seinen Gefühlen Ausdruck. Er würdigte das große Engagement der gesamten Schulgemeinde im Vorfeld des Jubiläums. Sein besonderer Dank galt jedoch Andreas Pindur, dem Leiter des Festkomitees, für seinen unermüdlichen Einsatz. Unter dem Titel „Kunstobjekte als Kleidungsersatz“ sorgte die Jahrgangsstufe 11 mit der Präsentation der eigenen Kreationen danach für einen ersten, viel umjubelten Höhepunkt am frühen Abend, bevor die mit großer Spannung erwartete Preisverleihung der Tombola auf dem Programm stand, die von Eugen Rudolf Ancke, dem Vorsitzenden der Wilinaburgia, und Schülern der Klasse 9b vorgenommen wurde. Und diese Preise hatten es in sich: Ein WM-Trikot von 2014, original signiert (1. Preis), ein Ring aus Gold und Silber (2. Preis) und zwei Laptops (3. und 4. Preis) markierten die Hauptgewinne. Anschließend übernahm wieder DJ Samuel Gemeinder das Zepter und sorgte mit dafür, dass die meisten Anwesenden zum offiziellen „Zapfenstreich“ um 22 Uhr noch nicht nach Hause wollten. Alle, die dabei waren, dürften sich einig sein: Ein solches Fest sollte es nicht erst wieder in 25 Jahren geben!

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Tag der offenen Tür, Festgottesdienst und Festakt

Frank Bröckl

War das Schulfest am Freitag noch der Schulgemeinde im engeren Sinne vorbehalten, öffnete das Philippinum am dritten Tag des Festwochenendes seine Pforten für die breite Öffentlichkeit. Viele Ehemalige nutzten die Gelegenheit, sich an ihrer alten Wirkungsstätte über bauliche und organisatorische Veränderungen zu informieren, das inhaltliche Angebot der Schule im Jahr 2015 in Augenschein zu nehmen oder sich mit ehemaligen Klassenkameraden in gemütlicher Runde zu treffen und die eine oder andere gemeinsame Erinnerung aufzufrischen. Bereits am Vormittag bestand die Gelegenheit sich einer historischen Stadtführung zu den alten Schulstätten in der Kernstadt Weilburg anzuschließen oder diese in der moderneren Variante durch Geocaching selbstständig mit dem Smartphone zu erkunden. Eine Alternative hierzu bot der "Mathematische Stadtrundgang". Nach der offiziellen Eröffnung am Nachmittag durch Direktor Dietrich Heese erwartete die Ehemaligen und alle Gäste wie am Vortag ein äußerst vielfältiges und buntes Programm bestehend aus Filmvorführungen, Ausstellungen, Präsentationen und Theateraufführungen, das erneut eindrucksvoll das Potential der Schule in allen Fachbereichen dokumentierte. Als schließlich am Abend die Band "Fine Staff" mit den ehemaligen Kollegen Dirk Hölscher, Uwe Kraffert und Reinhard Jahn begann, die Bühne zu rocken, entwickelte sich echte Partystimmung, so dass auch dieses Fest allen Anwesenden in bester Erinnerung bleiben dürfte.
Ein ökumenischer Festgottesdienst in der Weilburger Schlosskirche unter der Leitung von Pfarrer Hans Fischer (evangelisch) und Pfarrer Hans Mayer (katholisch) bildete den Auftakt zum letzten Tag der Feierlichkeiten. Passend zum Motto des Schuljubiläums "Spurensuche" zeigten hier Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 11 in einem von Dr. Helmut Lößl geschriebenen szenischen Anspiel zunächst mehrere Spuren auf, die das Gymnasium Philippinum in der Geschichte seit seiner Gründung im Jahr 1540 bis hin zur Gegenwart hinterlassen hat. Auch Pfarrer Hans Fischer bezog sich in seiner Predigt auf dieses Thema der Festtage und erinnerte an die Wurzeln des Gymnasiums in der vor fast 500 Jahren durch Martin Luther ausgelösten Reformation. "Spurensuche! Also was suchen wir? Wir alle suchen Spuren der Liebe!", so Hans Fischer, der die Geschichte des Gymnasiums auch als eine Liebesgeschichte Gottes mit den hier aufeinander treffenden Menschen deutete. „Diese Liebe zeigt sich in aller Zerbrechlichkeit und Mühe und Anstrengung durch jede Lehrerin und jeden Lehrer, durch jeden Schüler und jede Schülerin, durch jede Schulleitung, durch Kinder und Jugendliche in ihrer Arbeit, in ihren Sorgen, in ihrem Engagement – auch durch die 475 Jahre hindurch“. Für den beeindruckenden musikalischen Rahmen des Festgottesdienstes sorgten das Philippinum Orchester, dirigiert von Martin Weinbrenner, und der Chor der Schule unter der Leitung von Michael Glotzbach.
Den abschließenden Festakt am Nachmittag eröffnete das Schulorchester mit „Libertango“ (Astor Piazolla). Anschließend konnte Direktor Dietrich Heese zahlreiche Ehrengäste aus Schulverwaltung, Politik, Stadt und Kirche begrüßen, darunter auch Weilburgs Bürgermeister Hans-Peter Schick. Der Schulleiter deutete dabei die lange Tradition der Schule in Anlehnung an Gustav Mahler als Aufgabe und Herausforderung für die Zukunft: „Tradition ist Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche“. Dem Redaktionsleiter der Festschrift „Spurensuche – 475 Jahre Gymnasium Philippinum Weilburg“, Volker Schmidt, war es dann vorbehalten, den Anwesenden einen Überblick über die Geschichte der Schule zu geben und die eine oder andere in der Vergangenheit hinterlassene Spur des Gymnasiums näher zu beleuchten. Dabei habe sich das Philippinum leider nicht immer als „reiner Hort des Humanismus“ erwiesen, wie der Referent anhand des Schullebens zur Zeit des Nationalsozialismus überzeugend nachweisen konnte. Die 200 geladenen Gäste sowie Schülerinnen und Schüler der Oberstufe verfolgten anschließend aufmerksam die Ausführungen des Festredners Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer aus Ulm zum Thema „Ergebnisse der aktuellen Gehirnforschung – Was folgt daraus für das Lernen in der Schule?“. „Smartphones und Computer haben an Schulen und Unis auf Seiten der Lernenden nichts verloren“, so die radikale These des Neurologen. Und Spitzer legte nach: „Digitale Medien machen blöd“. Anhand mehrerer wissenschaftlicher Studien zeigte der Referent auf, dass exzessive „screen time“ – sie liege statistisch betrachtet bei Jugendlichen in Deutschland bei mehreren Stunden am Tag –  eindeutig zu schlechteren schulischen Leistungen führt. „Auch soziales Verhalten kann nicht durch Kontakt mit dem Bildschirm gelernt werden. Je mehr screen time, desto weniger Empathie ist gegenüber Eltern und Freunden vorhanden. Außerdem trainieren Ego-Shooter soziales Mitgefühl ab“, konstatierte der Professor. Schulen und Universitäten sollten daher nicht verstärkt in Hard- und Software investieren, sondern in Personal. Er brach außerdem eine Lanze für die „Nebenfächer“ Kunst, Musik und Sport sowie für das Theater spielen. All diese Aktivitäten würden bis zum 18. Lebensjahr das Lernen begünstigen und die Gehirnentwicklung fördern. „Kinder müssen die Welt mit den Händen begreifen und nicht schon im Kindergarten über den Bildschirm eines Tablets wischen. Nicht umsonst haben viele Nobelpreisträger früher mit Bauklötzen gespielt“, so Manfred Spitzer. Lang anhaltender Applaus signalisierte dem Festredner, der sich anschließend geduldig den Fragen des Publikums stellte, dass seine Ausführungen auf breite Zustimmung gestoßen waren.
Direktor Dietrich Heese bedankte sich bei Professor Spitzer für seinen brillanten Vortrag und überreichte ihm als kleine Anerkennung die Festschrift der Schule. Die Veranstaltung klang bei einem Sektempfang in der Mensa aus.

Schuljubiläum startet sportlich

Frank Bröckl

Viel Schweiß floss beim sportlichen Auftakt des Jubiläums „475 Jahre Gymnasium Philippinum“, fand doch der von der Fachschaft Sport organisierte Sponsorenlauf bei hochsommerlichen Temperaturen statt. Gut hatten es die Fünft- und Sechstklässler, die bereits morgens um acht beziehungsweise neun Uhr zu ihrem halbstündigen Lauf antreten durften, während die Oberstufe und auch einige Lehrkräfte in glühender Hitze ihre Runden auf der 400m-Rundbahn im Weilburger Stadion drehten. Insgesamt waren 900 Schülerinnen und Schüler am Start. Alle hatten sich im Vorfeld der Veranstaltung im Sportunterricht körperlich vorbereitet und um Sponsoren bemüht, die jede gelaufene Runde mit einem bestimmten Geldbetrag honorieren. Die von Eltern, Großeltern, Nachbarn oder Firmen zugesagten Beträge reichen dabei von 50 Cent bis zu 50 Euro pro Runde. „Mit dem Geld möchten wir das Schulgelände für unsere Schülerinnen und Schüler attraktiver machen. Geplant ist die Anschaffung einer Boulderwand sowie eines Klettergeräts. Außerdem werden wir zwei soziale Projekte unterstützen: die Flüchtlingshilfe Weilburg und die von dem Leuner Arzt und ehemaligen Schüler des Philippinum, Dr. Walter Staaden, mit gegründete Himalayan Care Foundation“, so Schulsportleiter Christof Trümner. Zusammen mit Ulrike Fuhrmann-Grote, Maren Schiek und Hans-Werner Bruchmeier war er für die Organisation der Veranstaltung verantwortlich. Der Sponsorenlauf steht dabei an der Schule in einer langen Tradition, denn bereits seit 1998 wurden zunächst im vierjährigen später zweijährigen Rhythmus in Zusammenarbeit mit der Welthungerhilfe die „Lebensläufe“ von der Fachschaft Sport organisiert und durchgeführt. Insgesamt sind bei diesen Veranstaltungen bereits über 100.000 Euro zusammen gekommen, das Rekordergebnis einer Aktion lag dabei bei annähernd 30.000 Euro. Wie viel Geld letzten Endes zusammen kommt, wagte Christof Trümner am Tag des Laufes noch nicht zu schätzen, wird sich doch die Abwicklung aller Formalitäten bis nach den Sommerferien hinziehen. In diesem Rahmen werden auch die besten Läuferinnen und Läufer pro Jahrgang und diejenigen mit den meisten Sponsoren ermittelt und gewürdigt. Am Ende des Sponsorenlaufs konnte die Fachschaft Sport hinsichtlich des Ablaufs dieses sportlichen Auftakts zum Schuljubiläum jedoch bereits ein erstes positives Fazit ziehen. Ob weitere Veranstaltungen dieser Art in der Zukunft stattfinden, bleibt abzuwarten: Die Bagger zum Umbau des Weilburger Stadions (Kunstrasenplatz) sollen gegen Ende der Sommerferien rollen. Eine 400m-Rundbahn ist dann nicht mehr vorgesehen.

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"WikiSchulia - witzig/kluges Quiztheater rund um Weilburgs Schulen"

Gudrun Ehlert-Lorenz

Was kann alles passieren, wenn ein Schüler der 5 keine Mathematikarbeit schreiben will? Wie kommt es dann dazu, dass er eine Präsentation über die Weilburger Schulen halten muss?
Im Quiztheater der 5e, das mit Unterstützung von Schülern der 7a (Julia H., Tiziana K., Clara L., Alexander L., Nele N., Laura P., Chiara S., Carla S., Alyssa R.) und der 12 (Laura H., Christina K., Johanna R., Kim W.) während der 475-Jahrfeier geprobt und aufgeführt wurde, dreht sich alles um Weilburger Schulen. Die Gesamtleitung hatte G. Ehlert-Lorenz, die musikalische Leitung und die Technik lagen in den Händen von J. Lorenz.
Der Film- Einspieler (gedreht von Alexander L. aus der 7a) des Quiztheaters "WikiSchulia- witzig/kluges Quiztheater rund um Weilburgs Schulen" zeigt ganz klar: Wer einen Feueralarm ohne Feuergefahr auslöst, bekommt Ärger mit der Schulleitung! Er muss das Internet sinnvoll nutzen und eine Präsentation über Weilburger Schulen halten.
Frau Geil hat sich spontan bereit erklärt, bei der Rahmenhandlung für das Quiz- Theater über Weilburgs Schulen mitzumachen: Da das Internet im MLZ laut Drehbuch ausfällt, muss sich der Schüler Mathias anderswo Hilfe holen bei der Recherche über Weilburger Schulen, und zwar bei den Feen Wiki bzw. Schulia (Leoni K. bzw. Lara W.).
Im Theaterprojekt konnten die Schüler der 5e, der 7a und der 12 bei den Proben und bei der Aufführung Spaß mit selbstständiger Arbeit verbinden: Einer Gruppe von fünf bis sechs 5er Schülern waren zwei bis drei 7er bzw. 12er Schüler zugeordnet. Das Grundkonzept wurde mit den Lehrkräften im Plenum erarbeitet. Es wurde schnell klar, dass einige Schüler lieber ein Quiz über die Weilburger Schulen gestalten, andere eher eine Theaterszene darstellen wollten. Das Thema sollte über das GPW hinausgehen, die Schüler wollten etwas über Weilburger Schule neu erfahren, schließlich ist Weilburg als Schulstadt bekannt. Dann ging es an die Auswahl von fünf  Schulen: Man entschied sich für das Gymnasium Philippinum, die Heinrich-von-Gagern-Schule , die Jakob-Mankel-Schule, die Christian- Spielmann-Schule  und die Pestalozzi- Schule, weil man schon einen (oft persönlichen) Bezug zu diesen Schulen herstellen konnte.
Nach der Arbeit im Plenum wurde ein allgemeiner grober (Zeit-)Plan festgesetzt und die Arbeit in den Kleingruppen begann. Die Gruppen entschieden sich entweder für die Quizform oder  für die Theaterszenen als Darstellungsart. Die Kleingruppen haben sich immer wieder in den Pausen getroffen, seit im April der erste Projekttag veranstaltet wurde, in dem die ersten Ideen vorgestellt und gemeinsam im Plenum besprochen wurden. Ähnlich wurde an den folgenden Projekttagen vorgegangen, wobei alle Beteiligten flexibel genug waren, auf die Vorschläge der anderen einzugehen und Änderungen vorzunehmen. Nach einer kurzen gemeinsamen Einführung, in der das Tagesziel festgelegt wurde, erfolgte an diesen Projekttagen immer die selbstständige Arbeit in Kleingruppen, wobei die älteren Schüler die jüngeren anleiteten, aber auch sehr viele Ideen der 5er Schüler umgesetzt werden konnten.  Dann erfolgte das Vorspiel und die Besprechung im Plenum vor allen. Man musste also auch Vertrauen in der Großgruppe aufbauen, um die Ideen vorzuspielen.
Gegen Ende der Vorbereitungszeit  bildete sich die Musikgruppe um J. Lorenz (Carla S., Clara L., Alexander L.). Die Musik begleitete die Handlung und trennte die einzelnen Szenen voreinander.
Kurz vor der Aufführung stieg die Anspannung spürbar: Im MLZ wurde eine kleine Bühne aufgebaut, die Benutzung von Mikrofonen und Headsets musste geübt werden, die Übergänge und die Rahmenhandlung mit den Feen Wiki und Schulia und dem Schüler Mathias wurden immer wieder geprobt.
Aber Arbeit und Mühe haben sich gelohnt: Bei der Aufführung von „WikiSchulia- witzig/kluges Quiztheater rund um Weilburgs Schulen“ gab es ein volles Haus: Es kamen natürlich die Eltern und Geschwister und andere Verwandte, aber auch interessierte Schüler anderer Klassen und Kollegen schauten sich die Aufführung an. Ein Vater einer 5er -Schülerin, der die Aufführung gefilmt  hat (Herr T.), wurde noch spontan in die Handlung einbezogen. Außerdem wurden die Broschüren über Weilburgs Schulen ausgelegt und dem Publikum nach der Aufführung zum Nachlesen zur Verfügung gestellt. Sie wurden im Wesentlichen von Kim W. aus der 12  entworfen und von einem Vater (Herrn S.) umsonst gedruckt. Nochmals besten Dank an dieser Stelle!
Insgesamt war es ein gelungenes Projekt, nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit verschiedener Jahrgänge miteinander und auch das selbstständige Arbeit, das vor allem die Älteren schätzten, machte Spaß. Alle am Projekt Beteiligten haben viel Energie, Zeit, Geduld und Mühe aufwenden müssen, es gab in der Vorbereitung Höhen und Tiefen, aber letztlich überwog die Freude am Spiel, der Spaß am Sich-Ausprobieren-Können und am gemeinsam erarbeiteten Endprodukt- der Aufführung.
Dank an die "Wilinaburgia", die durch die finanzielle Unterstützung des Medien- und Lernzentrums für den stimmungsvollen Ort der Aufführung gesorgt hat!
 Als Anerkennung bekommen die Schüler eine positive Bemerkung ihrer Mitarbeit am Projekt  ins Zeugnis bzw. das Projekt wird anerkannt im Rahmen von AbiPlus.

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Eine Reise in die Vergangenheit

Annette Lochki

Am Dienstag, dem 30. Juni 2015, unternahmen der Geschichts-Leistungskurs unter der Leitung von Frau Kanthak gemeinsam mit dem Geschichts-Grundkurs der Jahrgangsstufe 12 von Herrn Pindur eine Exkursion nach Weimar. Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Philippinum Weilburg konnten nach der dreistündigen Busfahrt am Goethe/Schiller Denkmal die ersten Eindrücke von Weimar sammeln. Die Stadtführung durch diese in kultureller und historischer Sicht sehr wertvolle Stadt führte zu den verschiedenen Lebens- und Wirkungsorten der beiden berühmten Dichter. Dabei waren wir aber auch auf geschichtlichen Spuren unterwegs, immerhin wurde in Weimar die erste Deutsche Demokratie mit der „Weimarer Rebpublik“ verabschiedet.  Nach diesen Erfahrungen durften alle die Mittagspause individuell in der Innenstadt Weimars verbringen.
Daraufhin fuhr die Gruppe mit dem Bus in Richtung Buchenwald. Schon auf der sogenannten „Blutstraße“ zum ehemaligen Konzentrationslager aus der NS-Zeit änderte sich die Stimmung im Bus. Man merkte, dass die Taten von damals bis heute Ihre Spuren hinterlassen haben und immernoch sehr präsent  in den Köpfen der Schüler sind. Nach einer halbstündigen Einführung durch einen Filmbeitrag begann die Führung durch die Gedenkstätte Buchenwald. Die Eindrücke, die jeder sammeln konnte, sind schwierig zu verarbeiten. Das Mahnmal, das Krematorium und der Appellplatz sind nur einige der Orte, die erahnen lassen, was für grausame Taten in Buchenwald begangen worden sind. Aufgrund des Zeitmangels konnte längst nicht das gesamte KZ besichtigt werden, doch dieser Besuch soll die Schüler dazu ermutigen, sich noch tiefer in diese Thematik herein zuarbeiten und sich individuell mit der Geschichte Buchenwalds und der Stadt Weimar selbst zu beschäftigen.
Ein großer Dank gilt der Wiliniaburgia, die durch Ihre finanzielle Unterstützung diese Exkursion erst möglich gemacht hat. Der Besuch in Buchenwald hat uns gezeigt, dass Themen aus dem Unterricht durch eigene Erfahrungen einen nachhaltigeren Eindruck vermitteln. Somit war die Exkursion für alle ein voller Erfolg.

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„Literarisches Terzett“- Ehemalige Schüler werden Autoren

Gudrun Ehlert-Lorenz

Wer möchte nicht einmal mit "richtigen" Autoren auf einer Couch sitzen? Diese Gelegenheit bot sich am Jubiläums-Samstag sechs Schülern des LK-Deutsch, die die ehemaligen Schüler Kaja Bergmann, Alexander Karl und Marco Kunz auf dem roten Sofa des MLZ  willkommen heißen durften. Die Moderation übernahm Frau Ehlert-Lorenz.
Die Autorenlesung anlässlich des 475-jährigen Bestehens des Gymnasium Philippinum Weilburg schaffte einen besonderen Rahmen für vielfältige Begegnungen: Die drei Autoren lasen selbstverständlich aus ihren Werken vor und erlaubten somit den Zuhörern eine Begegnung mit ihren Werken: Kaja Bergmann las aus dem ersten Kapitel von "Der Mephisto Deal" vor und bezog sich dann auf weitere Stellen aus ihrem Roman, Marco Kunz las aus seinem Roman "Rain Dogs"  und aus seinem Gedichtband „Gezeitenrhythmus in HD“ und Alexander Karl (+ Helferin) aus "Real Me- Die Suche nach dem wahren Ich". Die Lesung der einzelnen Autoren war kürzer als üblich, weil ja drei Künstler eingeladen waren, aber das hat dem Verständnis nicht geschadet. Interessant und kurzweilig für die Zuhörer waren des Weiteren  die Vorstellungen der Künstler durch die LK-Schüler, die Schüler-Interviews über das  Leben und das Werk mit den  Autoren und die Gespräche der Autoren untereinander. So gab es recht unterschiedliche Antworten auf die Frage nach dem inspirierenden  Schreibanreiz (etwa bei Nacht oder  bei Gewitter) . Wiederum einig war man sich darin, dass keiner der anwesenden Schriftsteller gerne über noch im Entstehen befindliche Werke redet.
Die Zuhörerschaft  bestand aus Schülern und Ehemaligen des GPW, aus Eltern und Kollegen und aus Freunden und Bekannten der Mitwirkenden. Die ehemalige Deutsch-Kollegin Frau Langner war auch anwesend, sie hat Marco Kunz  nach dessen eigenem Bekunden durch ihren anregenden Unterricht zum Schreiben gebracht, das wünscht sich doch  jeder Deutschlehrer! Für Alexander Karl hat eine Schule immer auf einem Berg zu sein, weil er das vom GPW so gewohnt ist  und Kaja Bergmann hat gleich einen Teil  ihrer Familie mitgebracht: Ihre Schwester Jule saß mit auf der Couch als Schülerin des LK Deutsch.
Herzlichen Dank an die "Wilinaburgia", die diese Veranstaltung gesponsert hat! Auch über die T-Shirts der „Wilinaburgia“  anlässlich des 475-jährigen Schuljubiläums am Ende der Veranstaltung haben  sich die drei Schriftsteller sichtlich gefreut. Nach der offiziellen Lesung hat man noch miteinander gesprochen oder mit alten Lehrern Erinnerungen ausgetauscht  bzw. Bücher verkauft.
Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung für alle: Die Zuhörer haben viel mitgenommen aus den Werken und den Gesprächen, die Autoren fanden ein höchst interessiertes Publikum vor und hatten auch selbst Spaß an der Begegnung mit den Zuhörern und den LK-Schülern. Mit zum Erfolg trug auch die gelöste Atmosphäre im Medien- und Lernzentrum und auf der roten Couch bei, die Lesung  war insgesamt unterhaltsam, aber gleichzeitig auch inhaltsreich.

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Vorlesewettbewerb Englisch 2015

Michael Rangol

Wie im Dezember im Fach Deutsch wurde auch der traditionelle Vorlesewettbewerb im Fach Englisch erstmals im neuen MLZ ausgetragen. Die Klassensiegerinnen Jana-Marie Krauß (6a), Elena Santamaria-Groß (6b), Johanna Habersetzer (6c), Victoria Gädke (6d) und Joanna Knecht (6e) mussten sich im Lesen eines bekannten und eines unbekannten Textes messen sowie eine selbstgewählte Lektüre vorstellen. Es gewann Elena Santamaria-Groß; auf die Plätze kamen Joanna Knecht (2.) und Jana-Marie Krauß (3.).Die Siegerinnen werden ihre von der „Wilinaburgia“ gesponserten Preise am vorletzten Schultag aus der Hand von Schulleiter OStD Heese entgegennehmen können.

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Russisch lernen mit allen Sinnen

Rita Heun

Am Schuljahresende haben die Russischkurse des Gymnasium Philippinum ihren Unterricht an einen anderen Lernort verlegt, und zwar in die Küche. Hier ging es darum, einige durch den Schüleraustausch mit Russland kennen gelernte Speisen einmal selbst zu kochen.Für ein russisches 3-Gänge-Menü begab sich der Oberstufenkurs 11/12 in die neue Schulküche der Heinrich-von-Gagern-Schule, während der Wahlunterrichtskurs 9 in die Gaslehrküche der Stadtwerke Weilburg ging.Zusammen mit Russischlehrerin Rita Heun, der russischen Gastschülerin Anja aus Tomsk und der australischen Gastschülerin Georgia zauberten die Schüler in mehreren Teams leckeren Salat Olivier, eine kalte Sommersuppe (Okroschka), Pelmeni (gefüllte Teigtaschen) und als süßen Nachtisch hauchdünne Blintschiki (Pfannkuchen).Die Schüler hatten alles vorher selbständig geplant und eingekauft, einige brachten auch passende russische Kochgeräte (z.B. eine Pelmeniza) mit. Am Schluss schmeckten die russischen Speisen richtig lecker und alle waren sich darüber einig, dass man den Unterricht öfter in dieser Form gestalten sollte.

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A Day in Europe – Projektaustausch mit Tczew bei Danzig

Alexandra Meier

Oder besser gesagt: 5 Tage in Polen!
Am Montag, den 15. Juni, ging es mit unserer 19-köpfigen Gruppe, 17 Schüler und Schülerinnen begleitet von Frau Hartmann und Frau Klass, per Zug nach Tczew, einem Städtchen in der Nähe von Danzig. Nach einer 14-stündigen Zugfahrt wurden wir herzlich in Tczew von alten und neuen Bekannten begrüßt und verbrachten unseren ersten Abend in den polnischen Gastfamilien. Wir erhielten sofort einen nachhaltigen Einblick in die Gastfreundlichkeit und Kultur unserer polnischen Gastgeber.

Am nächsten Morgen besuchten wir das Gymnasium No.1 in Tczew. Dort nahmen wir an einer Einführungsstunde in die polnische Sprache teil, denn wenn man schon man in Polen ist, sollte man sich auch anständig vorstellen können. Das Kennenlernen fiel wirklich nicht schwer, da alle von Anfang an sehr offen miteinander umgingen.
Nach der Polnisch-Stunde spielten wir zusammen mit den polnischen Gastgebern  von ihnen vorgeschlagene Spiele und tanzten zusammen einen „belgischen Tanz“, welchen sie uns bereits in Deutschland gezeigt hatten. Dies half am Ende jedem, das Eis zu brechen, und alles deutete auf eine spannende, aber auch lustige Woche hin.
Nach den gemeinsamen Spielen teilte sich die Gruppe aus knapp 40 Mitgliedern in zwei auf. Die erste Gruppe ging in der Stadt in eine typische ‚Milchbar‘, eine Art öffentliche Kantine, Mittag essen, während die zweite Gruppe eine kleine Werkstatt besuchte, in der wir uns eigene Schmuckstücke aus Bernstein, für den die Ostseeregion berühmt ist, und schönen Perlen basteln konnten. Diese durften wir als Erinnerungsstücke an die gemeinsame Zeit behalten. Sobald der Kurs zu Ende war, tauschten die beiden Gruppen. Danach erhielten wir noch eine Stadtführung durch Tczew und erfuhren interessante Dinge über die Geschichte der Stadt und Umgebung.  Abends gingen alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam in eine Tee-Bar, in der wir klassische, polnische Teesorten probierten.

Am nächsten Tag ging es nach Danzig (Gdansk), wo wir ein multimediales, erst 2014 eröffnetes Museum über die erste freie Gewerkschaft im kommunistischen Osten (Solidarnosc), welches sich mit der Streikbewegung gegen den Kommunismus 1980 und der sich dann entwickelnden politischen Wende bis 1989 befasst, besuchten. Von den politischen Forderungen bis hin zu den zahlreichen Opfern der kommunistischen Staatsmacht war im Museum alles ergreifend dargestellt. Besonders beeindruckend war eine circa 5 Meter hohe Wand, auf der es jedem Besucher möglich ist, sich zu dem Thema „Solidarität“ zu äußern. Natürlich haben wir auch die Möglichkeit genutzt, unsere Anteilnahme daran zu zeigen, vor allem da es sich auch in Deutschland um ein sehr bedeutendes Thema handelt. Danach gingen wir mit einer Stadtführerin in die Altstadt von Danzig und erhielten dort einen guten Einblick in die Geschichte Danzigs und die Schönheit der Danziger Altstadt mit ihren vielen besonderen Häusern, Plätzen und Statuen. Nach dem Mittagessen hatten wir noch Freizeit und erkundeten in Kleingruppen Danzig. Abends gingen alle Schüler in Tczew in eine Billiard-Bar zur Vertiefung der dt.-polnischen Freundschaft.
Am Donnerstag fuhren wir an die Ostsee. Zwischen Gdynia und Sopot gingen wir an einem ungefähr 5 km langen Strandstück spazieren und genossen den Ausblick und die frische Meerluft, obwohl es leider kein Badewetter war. Abends gab es noch eine Party in der Schule in Tczew, in der wir die Feierkultur der polnischen Gastgeber kennen lernten.

Der letzte Tag begann mit einer Stunde über typisch polnische Musik, welche bei Chopin begann und bei dem polnischen Justin Bieber (Dawid Kwiatkowski) endete. Danach gab es dann eine Stunde über polnische Sportarten und aus Polen stammende Sportler, unter denen auch berühmte Sportler wie Dirk Nowitzki und Miroslav Klose waren, welche vor allem von uns deutschen Gästen laut bejubelt wurden. Nach der Stunde über Sport gab es noch einen Einblick in die Debattier-Gruppe der Schule und alle hatten die Möglichkeit, sich über kontroverse, (z.B. gleichgeschlechtliche Ehen) aber auch lustige Themen, wie die Abschaltung des Internets an Sonntagen, zu äußern. Abends wurde in der Billiard-Bar Abschied gefeiert.
Am Samstagmorgen trafen sich dann alle ein letztes Mal am Bahnhof und jeder verabschiedete sich von jedem mit dem Versprechen, auf jeden Fall Kontakt zu halten und mit der Hoffnung, sich hoffentlich bald wieder zu sehen.
Es war eine wunderschöne Zeit und wir bedanken uns für diese Möglichkeit und die Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit der polnischen Familien und ich glaube, dass ich für jeden spreche, wenn ich sage, dass es ein einmaliges Erlebnis war, welches man für nichts eintauschen möchte. Es war ein Geschenk und eine Zeit, die wir noch lange in Erinnerung behalten möchten.

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Kunst-Kalender des GPW

Christa Leiting-Neutsch
 
Das Fach Kunst bringt anlässlich des 475-jährigen Jubiläums der Schule zum ersten Mal einen Kalender - hier für das Jahr 2016 - heraus. Der Kalender weist Arbeiten von der Unterstufe bis zur Oberstufe aus, wobei für letztere nur Grundkursarbeiten ausgewählt wurden. Von sämtlichen Kunstlehrerinnen, auch von unserer Referendarin, sind Bilder eingeflossen, so dass das Fach Kunst am Philippinum veranschaulicht, wie von der Unterstufe bis zur Oberstufe die Schüler/innen gut und zielführend im Fach Kunst gefördert werden. Dank der Wilinaburgia, die die Finanzierung übernommen hat, sind wir in der Lage, dieses Projekt zu realisieren und hoffen, dass das Repertoire an künstlerischen Arbeiten im kommenden Jahr vielen Menschen Freude bereiten wird.
 
Der Verkauf für 10€ pro Exemplar soll anlässlich der 475-Jahrfeier starten. Bei positiver Resonanz ist geplant, auch für weitere Jahre einen Kalender zu erstellen. Ansprechpartnerin für dieses Projekt ist Christa Leiting-Neutsch.

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Festschrift erschienen

Volker Schmidt

Am 2.7. konnte die Redaktion der Jubiläums-Festschrift das 384-seitige Werk "Spurensuche. 475 Jahre Gymnasium Philippinum Weilburg. 1540/2015" der Öffentlichkeit vorstellen.

Das Buch bietet einen Einblick in das aktuelle Schulleben und öffnet den Blick auf verschiedene Aspekte der Schulgeschichte , darunter, geschrieben von seinem ehemaligen Direktor Hans-Helmut Hoos, eine kritische Sicht auf seine Ära, die Geschichte des Fachs Physik, Briefe von Schülern aus der Gründungszeit 1540 und ehemalige Schüler wie den Bohemien Oscar Schmitz.

Zum Buch gehören neben einem "Zeitstrahl", der als "Einklapper" gestaltet ist, 10 farbige Seiten mit Werken aus dem Kunstunterricht und eine CD mit Aufzeichnungen der Chöre und Orchester aus den vergangenen 25 Jahren.

Das Buch kostet 20€ und ist während der Festwoche in der Schule und im örtlichen Buchhandel erhältlich.

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Juni 2015

Europa macht Schule, ein Projekt des DAAD - Ein Tag in Polen für die 8d

Lisa Jost, Joachim Bentele, Katharina, Eller Lea Engelmann, Mark Brenner, Muriel, Kulhanek
Mitarbeit: Bärbel Kamphausen-Muser

Am Dienstag, den 16.06.2015, besuchten zwei polnische Studenten (Medizin bzw. Germanistik), die ein Erasmusjahr an der Justus-Liebig-Universität in Gießen absolvieren, unsere Klasse.
Statt normalen Unterricht zu machen, nahmen die beiden uns mit auf eine Reise nach Polen. Bevor es aber mit dem Flugzeug nach Danzig ging, wurden unsere Vorurteile abgefragt: „Polen klauen Autos, sind arm und trinken Wodka“. Stimmt natürlich nicht.
Dass Polen nämlich vielfältiger ist, erkannten wir schnell bei dem kurzweiligen Programm aus Videos, einem kleinen Sprachkurs, in dem wir uns mit polnischen Zungenbrechern probierten,
und Powerpointfolien mit Informationen über geschichtliche Ereignisse, Städte und Landschaf-ten.  Überraschungen gab es natürlich auch, so echt polnische Schokoladenbonbons, die bei einem Memoryspiel ergattert werden konnten. Mittels eines Quiz konnten wir unser neu er-worbenes Wissen unter Beweis stellen.
Nach der Feedbackrunde bekamen wir noch eine „Polentasse“ geschenkt, die nun auf dem Schreibtisch in unserer Klasse steht, mit Fundstücken des Ordnungsdienstes gefüllt wird und uns an die Reise nach Polen erinnert.

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Schüler des Gymnasiums Philippinum auf Austauschfahrt an der Wolga

Rita Heun

"Kann man in dieser Zeit eigentlich nach Russland fahren?" Rita Heun, Russischlehrerin am GPW, und ihre Kollegin Filiz Ekici sind der Überzeugung: Jetzt erst recht! Heun: "Gerade in schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, den Kontakt zwischen den Menschen zu pflegen und auszubauen. So trägt der vom Goethe-Institut unterstützte Russlandaustausch ein klein wenig zur Völkerverständigung und Freundschaft bei – und vor allem zum Abbau von Vorurteilen!"

So ging es mit 11 Schülern der Klassen 8 – 12 Richtung Osten. Zunächst mit dem Flieger in die 10-Millionen-Metropole Moskau. Roter Platz, Kreml, die wunderschöne Basilius-Kathedrale, die Lomonossow-Universität mit herrlichem Panoramablick über die Stadt – nichts durfte fehlen! Allerdings stand nur ein Tag zur Verfügung, um sich beeindrucken zu lassen, auch von der berühmten Fußgängerzone Arbat oder der Fahrt mit der Metro, um einige der palastartigen Stationen zu sehen, in denen auch Lahnmarmor aus Villmar verbaut wurde!
Und schon stieg die Gruppe wieder in den nächsten Flieger, diesmal ging es nach Wolgograd (ehemals Stalingrad). In dieser geschichtsträchtigen Stadt gab es einen herzlichen Empfang durch die Gastfamilien, deren Kinder bereits im letzten Jahr in Weilburg waren. Nun war es also vor allem für die deutschen Teenager an der Zeit, mit diesem Gegenbesuch zum ersten Mal Land und Leute einer russischen Stadt näher kennenzulernen. So war der folgende zehntägige Aufenthalt gefüllt mit Eindrücken und Sehenswürdigkeiten. Den Anfang machte natürlich gleich ein Schulbesuch, und zwar in Wolshskij. Man staunte nicht schlecht über die gute Kantine mit eigenen Köchinnen und über die technische Ausstattung der einzelnen Schulklassen. Mit einem speziell arrangierten Begrüßungskonzert wurden gleich einige russische Traditionen vorgestellt.
Für die meisten Schüler war diese Reise auch eine erste Begegnung mit den dunklen Jahren deutsch-russischer Beziehungen. Sie kamen an die Gedenkstätte der Schlacht von Stalingrad mit der imposanten Mutter-Heimat-Statue und besichtigten die Ruhmeshalle mit der Ehrenwache für die Gefallenen.
Ganz andere Eindrücke gab es beim Besuch der ehemaligen deutschen Siedlung Sarepta, die 1765 von den Herrnhutern gegründet wurde und heute mit einer wunderschön restaurierten lutherischen Kirche als Museum der Wolgadeutschen bewahrt wird. Ein paar Hundert Kilometer weiter südlich wurde die Hauptstadt der kalmückischen Republik Elista aufgesucht, wo die buddhistischen Tempel ebenso beeindruckten wie das Schachzentrum.
Neben diesen offiziellen Programmangeboten stand aber das Leben in und mit den russischen Familien im Zentrum dieses Austausches. Bei der Verständigung auf Russisch, Englisch, Deutsch und mit Händen und Füßen ging es darum, den ganz normalen Alltag einer Familie vor Ort mitzuerleben. Dazu ging es unter anderem auch auf die Datscha, in die Banja (russische Sauna) oder man verbrachte Zeit mit der "Babuschka". Die Teenager erlebten den Frühling an der Wolga, der auch schon Temperaturen von 30 Grad aufzubieten hatte.
Als es Zeit war für den Abschied, waren viele neue Kontakte geknüpft und auch schon Freundschaften entstanden. Dank der neuen Medien ist es heute natürlich kein Problem mehr, diese zu pflegen. Und auch die ersten privaten Gegenbesuche sind bereits geplant. Noch einmal Rita Heun: "Wenn das am Ende gelungen ist, dann hat sich dieser Austausch schon mehr als gelohnt."

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Verabschiedung des Abiturjahrgangs 2015

Frank Bröckl

„I’ve got 99 problems, but abi ain’t one!“ – Entsprechend diesem selbst gewählten Motto des Abiturjahrgangs 2015 stellt das „Abi“ für insgesamt 131 Schülerinnen und Schüler der Tutorgruppen Halisch, Bill, Balkhausen-Pohlner, Griebel-Klein, Schäfer, Bonkowski, Pindur, Lorenz, Buseck und Hooss nicht länger ein Problem dar, konnten sie doch in gewohnt feierlichem Rahmen in der Kreissporthalle aus der Hand von Direktor Dietrich Heese das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife entgegen nehmen. Den musikalischen Auftakt der Veranstaltung  übernahm das Schulorchester unter der Leitung von Martin Weinbrenner, das mit „Fluch der Karibik“ (Klaus Badelt) und „Libertango“ (Astor Piazolla) die Begrüßungsworte des Schulleiters umrahmte. „Sei du selbst, denn alle anderen gibt es schon“. In Anlehnung an dieses Zitat von Oscar Wilde riet die Vorsitzende des Schulelternbeirats, Renate Durek, den Abiturientinnen und Abiturienten, Lebensziele und Erwartungen dahingehend zu reflektieren, ob sie auch wirklich den eigenen Wünschen entsprechen und mutig und verantwortungsvoll ihren Weg zu gehen. Nach einem kurzen musikalischen Trip auf der „Route 66“ (Philipp Hogan) mit den „Philippinum Voices“ unter der Leitung von Michael Glotzbach unterzog Martin Frömel für die „Wilinaburgia“ das Motto des Abiturjahrgangs einer eingehenden Betrachtung und gab der Hoffnung Ausdruck, die nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler anlässlich des bevorstehenden 475jährigen Schuljubiläums bald wieder in den Räumlichkeiten ihrer „alten“ Schule begrüßen zu können. Anschließend verlieh er den Fritz Glöckner-Preis des Vereins für besondere Leistungen an Michel Pfütz (Fachbereich I), Maximilian Cieluch (Fachbereich II) und Laura Wieland (Fachbereich III). Barbara Dilges-Maruska, stellvertretende Vorsitzende des Gymnasialschulvereins, betonte in ihren Worten die Bedeutung des sozialen Engagements für die Gesellschaft. Auf diesem Gebiet haben Lisa Mühl und Tobias Orzeszko im schulischen Rahmen Herausragendes geleistet, was sie mit einer Laudatio und dem Sozialpreis des Vereins würdigte. Der neu gestiftete Preis des Konzertvereins, verliehen durch Michael Glotzbach, ging für außergewöhnliche künstlerische Leistungen und besonderes Engagement für das kulturelle Leben der Schule an Freya Obijon, deren musikalisches Können bemerkenswert ist, und an Hanna Konrad für die jahrelange, professionelle Leitung der Bühnenbau AG. Nach der musikalischen Überleitung der „Philippinum Voices“ mit „Sisteract“ (Fred Smith) konstatierten Emily Ufken und Christoph Kleiber im Rahmen ihrer Rede für den Abiturjahrgang, dass die „Generation Baustelle“ auf ihrem langen Weg zum Erwachsenwerden wohl über 10.000 Stunden in der Schule zugebracht hat. Den Dank an Eltern und Lehrer verknüpften sie mit der Einsicht, dass das Lernen ein lebenslanger Prozess sei, der nicht mit dem Schulabschluss ende. Etwas Wehmut schwang in denWorten von Direktor Dietrich Heese mit, der nach zehn Jahren am Gymnasium Philippinum angesichts des in wenigen Wochen bevorstehenden Ruhestandes zum letzten Mal einen Abiturjahrgang verabschieden durfte. Er erinnerte sich an die Begrüßung der Sextaner im Jahr 2007, die er mit der „Taktik“ von Beppo Straßenkehrer aus Michael Endes Roman „Momo“ auf den langen Weg zum Abitur eingestimmt hatte: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, immer nur an den nächsten Schritt!“ Bedauerlich sei, dass Schule und Studium mittlerweile nur noch unter Nützlichkeitserwägungen betrachtet würden, was sich an der Einführung von „Turboabitur“ und Bachelorabschluss festmachen lasse. Für die besten Zeugnisse (Jahrgangsdurchschnitt 2,41) konnte der Direktor anschließend Michel Pfütz (1,1), Christoph Kleiber, Melissa Seitz, Cathrin Grün und Franziska Kissel (alle 1,2) sowie Emily Ufken, Tobias Orzeszko und Roland Schurig (alle 1,3) auszeichnen. Den Preis des Deutschen Altphilologenverbandes ging an Michel Pfütz, das CertiLingua-Zertifikat (Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen) an Lola Zeller und Christoph Kleiber. Den „Carl-Diercke-Preis“ des Verbandes der Deutschen Schulgeographen (Hessen) erhielt Maximilian Cieluch, den „DMV-Abiturpreis 2015“ der Deutschen Mathematiker -Vereinigung bekam David Huber. Über Preise der Deutschen Physikalischen Gesellschaft durften sich Sali Beppler, Oliver Nolte, Paul Satke, Tobias Schmidt und Felix Stückrath freuen, der darüber hinaus noch einen Buchpreis zugesprochen bekam. Als Jahrgangsbeste im Fach Chemie wurden Laura Wieland und Simon Tippner mit dem Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker ausgezeichnet, während Tobias Schmidt (Mathematik), David Huber (Physik) und Lennart Herr (Informatik) den „Siemens Abiturpreis 2015“ und Vanessa Zimmermann und Hanna Konrad den schulinternen Preis für das Fach Biologie in Empfang nehmen konnten. Nach der Aushändigung der Abiturzeugnisse und zahlreichen Erinnerungsfotos dankte Direktor Heese abschließend allen an der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung Beteiligten und wünschte einen guten Nachhauseweg.

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Erste Londonfahrt am GPW (03.-07.06.2015)

von Thies Boger, Max Friedrich, Felix Rohleder, Paul Weber und Luis Hastall

Am Mittwochabend, den 03.06.2015 hatten wir, rund 40 Schüler und Schülerinnen  aus der achten und neunten Klasse, uns um 20:00 Uhr am Kirmesplatz in Weilburg versammelt, um von dort aus um 20.30 Uhr gemeinsam mit sechs Lehrerinnen nach London aufzubrechen. Wir fuhren mit dem Bus zuerst nach Calais, um von dort aus mit der Fähre nach Dover zu reisen.
Gegen 8:00 Uhr am nächsten Morgen erreichten wir endlich unser Hostel, das „Rest Up London“. Da wir die Zimmer erst nachmittags beziehen konnten, mussten wir unser Gepäck vor Ort in einem Container unterbringen, ehe wir uns einige der wichtigsten Orte für die nächsten Tage ansahen.
Hauptsächlich waren dies der nahe gelegene Supermarkt „Tesco“ und die U-Bahnstation „Elephant & Castle“, von der wir einige Knotenpunkte durch das stark verzweigte U-Bahnnetz Londons in nur wenigen Minuten erreichen konnten.
Zum Mittagessen besuchten wir den alteingesessenen Borough Market in der Nähe der London Bridge, wo es internationales Essen und andere Produkte aus vielen Ländern gab.
Danach sind wir zusammen zur Themse, zu den Houses of Parliament zum Big Ben gelaufen. Dort konnten wir uns nun aussuchen, wie wir den Nachmittag verbringen wollten. Jeder konnte zwischen einer Themsefahrt und einer ersten Stadterkundung zu Fuß wählen.
Nachmittags war einer der zwei vorher gewählten Programmpunkte an der Reihe: Die zwei größten Gruppen waren im London Dungeon (20 Schüler/Schülerinnen) und in Madame Tussaud`s (14 Teilnehmer) unterwegs, eine kleinere Gruppe (10 Personen) fuhr mit dem London Eye und erhielt bei strahlendem Sonnenschein einen wunderbaren Blick über die Hauptstadt Englands.
Im Anschluss daran ging es zurück zum Hostel und wir konnten endlich unsere  Zimmer beziehen.
Am Abend durften wir in kleinen Gruppen ohne Aufsicht essen gehen, die meisten sind mit der U-Bahn essen gefahren, da dies der einfachste Weg ist in London von A nach B zu kommen.
Der Freitagmorgen stand zu unserer eigenen Verfügung, der Großteil war shoppen am Oxford Circus und in der Oxford Street.
Am Nachmittag haben wir mit unserem Bus ab 14.00 Uhr eine fast dreistündige Stadtrundfahrt mit englischer Reiseleitung gemacht, bei der wir den Buckingham Palace und viele andere Sehenswürdigkeiten gesehen und viel über die Geschichte Londons erfahren haben.
Am Abend gab es die Möglichkeit, das Musical „Wicked“ zu besuchen, „London bei Nacht“ zu erleben oder einfach nur essen zu gehen, z.B. am Piccadilly Circus, da man dort alles essen konnte.
Am Samstagvormittag konnten wir auswählen, welches eintrittsfreie Museum wir besichtigen wollten: Zur Auswahl standen das Natural History Museum, das Science Museum und das Victoria und Albert Museum. Am beliebtesten war das Natural History Museum, das von 30 Schüler/Schülerinnen besucht wurde. In den Museen waren wir bis 12:00 Uhr, danach sind wir mit der U-Bahn zum Covent Garden gefahren, um dort das Mittagessen einzunehmen.
Später war dann der zweite selbstgewählte Programmpunkt dran, wieder verteilten sich die Gruppen auf Madame Tussaud`s (21 Schüler/Schülerinnen) und das London Dungeon (10 Teilnehmer) bzw. London Eye (9 Personen).
Der letzte Abend in London verlief allerdings durch das Champions League Finale ein wenig anders als die anderen beiden: Fast alle Jungs waren ziemlich früh essen, um rechtzeitig zum Anpfiff im hosteleigenen TV- room das Spiel mit zu verfolgen, ein paar Mädchen waren auch dabei. Die anderen waren zum Abschluss noch einmal auf der nachts beleuchteten Tower Bridge. Danach wurden noch alle Koffer gepackt, denn der Tag darauf war dann leider schon der Tag der Abreise.
Wir standen am Sonntag um 6:00 Uhr auf und fuhren um 7:00 Uhr los, damit auf keinen Fall die Fähre nach Calais verpassen, dies hat dann auch hingehauen. Nach einer fast dreizehnstündigen Fahrt, die einem durch die Hitze länger vorkam, waren wir zwei Stunden früher als geplant wieder zurück in Weilburg (20.00 Uhr), wo die Eltern bereits warteten. Alles in allem war es hoffentlich für alle ein schönes verlängertes Wochenende in der Metropole London, auch wenn etwas einmal nicht so geklappt hat, wie es klappen sollte.

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Studienfahrt nach Madrid

Isabella Holly, Kim Zimmerschied, Benyamin Feingold, Sascha Müller

Vom 4. Juni bis zum 8. Juni 2015 flogen 17 Schülerinnen und Schüler der Spanischkurse 11 und 12 zusammen mit Frau Ekici und Frau Lorenzo nach Madrid, der Hauptstadt Spaniens.
Als sich die Reiseteilnehmer alle in Frankfurt versammelt hatten, war die Vorfreude schon zu spüren. Schließlich ging der Flug in einem Flugzeug los, das pro Sitz mit einem Fernseher ausgestattet war – die Schüler waren also für den Flug beschäftigt. Nach einer anstrengenden Anreise kamen die Schüler donnerstags in der Nacht an ihrem Hostel „Las Musas“ an und sammelten durch einen gemeinsamen Rundgang erste Eindrücke über die spanische Hauptstadt. Am nächsten Tag wurden die Schüler in einer Stadtführung durch Madrid von dem sehr humorvollen Führer Pablo geführt und gingen anschließend typisch spanisch essen. In dem kleinen Restaurant konnte man spanische Spezialitäten, wie zum Beispiel Paella (Reisgericht) oder Gazpacho (kalte Suppe aus ungekochtem Gemüse) essen, die beide zu empfehlen sind. Danach hatten die Schüler Freizeit und konnten Madrid auf eigene Faust erkunden oder einkaufen gehen. Außerdem sollten die Schüler in Gruppen einige Madrilenen zu ihrer Heimatstadt befragen. Dabei konnten sie nicht nur ihr in der Schule erworbenes Spanisch anwenden, sondern auch einige interessante Gespräche führen und so viel über Madrid und über die Menschen erfahren.
Nach diesem sehr sonnigen Tag gingen die Schüler am Samstag in eine „Chocolateria“ und aßen dort typisch spanische Churros und Porras (Fettgebäck mit flüssiger Schokolade zum Tunken). Nach diesem reichhaltigen Frühstück stand das bekannte „Museo Nacional del Prado“ auf dem Programm, in dem zum Beispiel Bilder von Goya, Velázquez, Dürer oder auch Raffael ausgestellt sind. Dort hatten die Schüler die Aufgabe, Bilder von verschiedenen Künstlern zu beschreiben und zu interpretieren. Am Nachmittag besuchten sie das „Museo Reina Sofía“, ein Museum für moderne Kunst, und hatten dort die Möglichkeit sich umzusehen.
Sonntags besuchten die Schüler den großen Flohmarkt „El Rastro“, der jeden Sonntag in einem typischen Viertel Madrids stattfindet. Dort konnten die Schüler Schuhe, Schmuck, Taschen, Kleidung, Bücher, Essen oder auch ältere Gegenstände kaufen. Aufpassen musste man nur auf Taschendiebe, da sich auf dem Flohmarkt eine große Menschenmasse befand. Anschließend fuhren die Schüler mit dem Bus zum „Retiro-Park“ und stellten dort kurz einige Gemälde aus dem „Museo del Prado“ während eines gemeinsamen Picknicks vor. In der darauffolgenden Freizeit beschlossen einige Schüler sich das „Estadio Santiago Bernabéu“ der Fußballmannschaft Real Madrid anzusehen, während andere sich den „Palacio de Cristal“ im Park ansahen.
Abends kam die gesamte Gruppe in den Genuss, sich eine Flamenco-Show ansehen zu dürfen, deren Kosten von der Wilinaburgia übernommen wurden. In diesem Sinne auch noch einmal ganz herzlich Dank für diese großzügige Spende! Hiermit hat der Ehemaligenverein der Gruppe die Möglichkeit geboten, eine Facette der spanischen bzw. andalusischen Kultur hautnah miterleben zu können. Eine Tänzerin und zwei Musiker lieferten eine grandiose und traditionelle Show ab und rundeten so den letzten Abend der Reise ab.
Am Montag sind die Schülerinnen und Schüler dann schließlich nach ihrem viertägigen Aufenthalt in Madrid wieder zurück nach Deutschland geflogen. Sie hatten an diesem Tag noch Freizeit, um das letzte Mal für diese Reise durch die Innenstadt Madrids zu schlendern oder das letzte Mal einkaufen zu gehen. Zusammen sind die Schüler von der U-Bahn Station Tirso de Molina, welche nur ungefähr 100 Meter von dem Hostel entfernt war, zum Flughafen gefahren. Das Flugzeug ist, wie es vorhergesehen war, um 15:30 Uhr gestartet, sodass die Schüler pünktlich und erschöpft um 17:55 Uhr in Frankfurt am Main gelandet sind. Nachdem die Schüler ihr Gepäck geholt hatten, wurden sie von ihren Eltern abgeholt, womit dann der schöne Ausflug endete.
Insgesamt wurde der Ausflug von den Schülern sehr genossen. Es war für sie eine schöne Gelegenheit neue Schüler kennenzulernen und mit ihnen auch eine neue Stadt zu erkunden. Madrid hat sich als sehr schöne Stadt erwiesen und die Schüler hoffen, vielleicht bald wieder dorthin fahren zu können.

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Der ehemalige GPW-Schüler und jetzige Autor Marco Kunz liest für Deutschkurse des Jahrgangs 12

von Dennis Kunz/Gudrun Ehlert-Lorenz


Der Autor Marco Kunz, der 1994 am GPW sein Abitur abgelegt hat, gab am Dienstag, den 19.5.2015 seinen Zuhörern der Deutsch- Grundkurse 12  einen spannenden Einblick in zeitgenössische Lyrik. Er wird zusammen mit zwei weiteren ehemaligen Schülern des GPW, und zwar mit Kaja Bergmann und Alexander Karl, anlässlich des 475-jährigen Schuljubiläums eine weitere Lesung am Samstag, den  18.07.2015 am GPW halten.
Kunz, Preisträger des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen, hat bereits zahlreiche Gedichte veröffentlicht, beispielsweise im „Jahrbuch der Lyrik“ und in der „Atlanta Review“. Den Schülerinnen und Schülern las er zunächst einige seiner lyrischen Werke aus seinem 2014 erschienenen Gedichtband "Gezeitenrhythmus in HD", wobei das Repertoire vielschichtig ist: Romantisch anmutende Naturbeschreibungen („Später Frühling“, „Rhodos, Strand, Augenblickschmelze“), beinahe expressionistische Großstadterfahrungen („Blau über den Lichtern“), schonungslos offene Worte über pflegebedürftige Patienten („Hauspflege VI“), die stark an Gottfried Benn erinnern – trotz der thematischen Unterschiedlichkeit haben alle Gedichte von Marco Kunz eines gemeinsam: Alle haben einen autobiographischen Bezug, beschreiben tatsächlich erlebte Geschehnisse und wirken auf den Zuhörer daher umso eindringlicher.
Auch formal experimentiert der aus Greifenstein-Allendorf stammende und in Berlin lebende  Autor gern. Neben klassisch gereimten Gedichten finden sich beispielsweise auch freie Rhythmen oder Montage-Techniken, wenn Plakat- oder Werbeslogans Teil des lyrischen Werkes werden.
Natürlich gab Marco Kunz auch sein wohl bekanntestes Gedicht „Was es braucht“ zum Besten, welches im Jahre 2006 im renommierten „Jahrbuch der Lyrik“ veröffentlicht und wenig später unter dem Titel „What it Takes“ von Mark Terrill ins Englische übersetzt wurde und in Folge dessen in der „Atlanta Review“ erschien.
Zum Schluss las Kunz schließlich noch eine kurze Passage aus seinem kürzlich erschienenen Roman Rain Dogs, der die Geschichte dreier Freunde beschreibt, die gemeinsam den Jahrtausendwechsel in Berlin erleben, wobei das Lebensgefühl dieser scheinbar orientierungslosen Generation mit viel Charme und Humor dargeboten wird. Gerade dieser Prosa-Text hat das Interesse vieler Zuhörer geweckt.
Nach Beendigung der insgesamt 90 Minuten dauernden Lesung signierte der Autor auf Wunsch noch Exemplare seines Gedichtbandes und stand für Rückfragen zur Verfügung.
Die Schüler haben es zu schätzen gewusst, dass sich ein sympathischer Autor darum bemüht hat, für aktuelle Dichtung zu werben. Die Schüler haben hautnah miterleben können, dass es neben dem schulischen Literaturkanon im Fach Deutsch, der in der Oberstufe weitgehend aus älterer Literatur besteht, eine lebendige Literaturszene gibt. Wie sich in den nachfolgenden Diskussionen in den Kursen herausstellte, haben nicht alle Schüler Herrn Kunz bei allen Texten beim ersten Zuhören folgen können, denn die Sprache einiger Gedichte war nicht immer auf Anhieb für die Schüler verständlich und der Sinngehalt einiger Gedichte wird sich ihnen erst beim zweiten und dritten Lesen eröffnen. Insgesamt erschloss sich den Schülern bei der Veranstaltung aber auch, wie ein Autor seinen Weg vom Schüler einer idyllischen Kleinstadt namens Weilburg in die „große, weite Welt“ gemacht hat.
Ein Dank gilt an dieser Stelle noch der Wilinaburgia, die diese Lesung finanziell unterstützte.
Für die oben angekündigte Lesung der drei ehemaligen Schüler und jetzigen Autoren Marco Kunz, Kaja Bergmann und Alexander Karl am Jubiläums-Samstag, den 18.7.2015  werden noch OberstufenschülerInnen des GPW gesucht, die sich an der Vorbereitung der Lesung beteiligen möchten bzw. bei der Lesung selbst mitwirken möchten: So könnten Oberstufenschüler z.B. selbst geschriebene Texte vortragen. Ansprechpartnerin ist Frau Ehlert-Lorenz.

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Andruck der Festschrift

Frank Bröckl, Volker Schmidt

Rien ne va plus – Nichts geht mehr! Am Freitag, dem 12. Juni 2015, begann, so Thomas Kühnel von w3print&medien, das „faszinierende Konzert der Druckmaschinen“ bei der Wetzlar Druck GmbH. Die Festschrift „Spurensuche. 475 Jahre Gymnasium Philippinum Weilburg. 1540 - 2015“ geht nun ihrer Vollendung entgegen. Vorausgegangen sind Monate der Vorbereitung und Planung, in denen von der Redaktion, bestehend aus Direktor Dietrich Heese, dem ehemaligen Direktor Hans-Helmut Hoos, Hans Hermann Dehmer, Frank Bröckl und dem verantwortlichen Leiter Volker Schmidt zahlreiche Entscheidungen zu treffen waren. Wie kann die Finanzierung sicher gestellt werden? Welches Layout soll das Buch bekommen? Wer bekommt den Druckauftrag? Mit Thomas Knapp hatte die Redaktion schnell einen versierten Büchermacher gefunden. Nach der Klärung dieser und weiterer zentraler Fragen war die „heiße Phase“ der Fertigstellung seit Beginn dieses Jahres besonders von den Korrekturdurchgängen geprägt, in denen die 384 Seiten und die Beiträge der zahlreichen Autoren immer wieder konzentriert gelesen und verbessert werden mussten. Für das Drucken, Binden und das Einlegen einer CD mit Aufnahmen der Musik-Ensembles des Philippinums sind ungefähr zwei Wochen vorgesehen. Die Vorstellung der Festschrift „Spurensuche. 475 Jahre Gymnasium Philippinum Weilburg“ in der Öffentlichkeit darf Anfang Juli mit Spannung erwartet werden. Das Buch wird während der Jubiläumstage vom 16. bis 19. Juli in der Schule verkauft.

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Philippinum läuft für Sportangebot und soziale Hilfen

Hans Werner Bruchmeier

Mit einem „Sponsorenlauf“ wollen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Philippinum Weilburg ein besonderes Zeichen des Engagements setzen.
In der Tradition der Lebensläufe werden sie am Donnerstag, 16.Juli 2015 -zum letzten Mal auf der Aschenbahn des Stadions, das bald umgebaut wird, - mit allen Klassen 5-12 dreißig Minuten lang ihre Runden drehen.
Zuvor suchen sie sich eifrig „Sponsoren“ aus dem Familienkreis, bei Nachbarn oder Firmen, die ihren Lauf mit einem frei gewählten Betrag je Runde unterstützen.
Das so erlaufene Geld soll in diesem Jahr im Wesentlichen für das Bewegungsangebot in den Pausen am Philippinum verwendet werden. So soll eine altersgemäße Seil-Kletteranlage und eine Kletterwand auf der Wiese zwischen Parkplatz und Schulgebäude errichtet werden um das Bewegungsdefizit auszugleichen oder auch dem Bewegungsdrang der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden.
Auch die Anlegung weiterer Sportflächen, wie kleine Fußballfelder mit Toren und eine vernünftige Basketballanlage auf dem Schulhof soll unterstützt werden.
Als soziale Projekte, die gefördert werden sollen, hat die Sportfachschaft die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Weilburg ausgewählt, die in mehreren Stadtteilen aktiv ist. Diese Maßnahme wird in Absprache mit den ehrenamtlichen Helfern und der Stadt Weilburg erfolgen. Nach der Erdbebenkatastrophe in Nepal soll auch die Himalayan Care Foundation,  die von dem Leuner Arzt und ehemaligen Philippinumschüler Dr. Walter Staaden aufgebaut und geleitet wird Unterstützung erhalten. Diese Organisation hat seit 2002 Grund- und weiterführende Schulen und ein Waisenhaus gebaut. Sie fördert daneben die Gesundheit durch den Bau von Toiletten und Brunnenbau sowie Begwasserzuleitungen für die Einrichtungen und betreut in 11 Projekten rund 1.000 Schüler. Das Erdbeben hat nun fast 80 % der Projekte unnutzbar gemacht. Nach der ersten Hilfe soll dann ein Teil der erlaufenen Gelder des Philippinums „1:1“ ohne Abzug in den Wiederaufbau der Schulen und Gesundheitsstationen  gesteckt werden.

Das Gymnasium Philippinum bittet die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Engagement zu unterstützen.

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Erdkunde-LK sammelt Spenden

Sarah Owen, Melissa Graf

Am 11.5.2015 und am 18.5.2015 verkaufte der Erdkunde-LK (TG Bickel) Waffeln, um Hilfsgelder für die Opfer des Erdbebens in Nepal zu sammeln.
Dort wüteten am 25. April 2015 und am 12. Mai 2015 mehrere starke Beben, die mehr als 6000 Menschen das Leben kosteten und die gesamte Infrastruktur der Hauptstadt Katmandu und aller umliegenden Dörfer zerstörten.
Die gesammelten 710 Euro wurden an die lokale Hilfsorganisation „Himalayan Care Foundation e.V. (HCF)“ für das Projekt „Erdbeben in Nepal - Hilfe für Kinder im Himalaya!“ geschickt.
Der Kurs bedankt sich hiermit nochmals bei allen Spendern!

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Mai 2015

Ein etwas anderer Schultag

Lara Liebel, Shannon Böttig

„Oh du, mehrinterpretierbare, farbige, wolkig-flauschige mit kleinen Härchen benetzte Linie. Du mühsam versucht zu errichtende Schönheit. Oh du, vielvorhandenes Objekt des Schmerzes, dem fast jeder schon einmal entgegenblicken musste.“
Na, wissen Sie was damit gemeint ist? Nein? Dieser Text von unserer Mitschülerin Lara Knopp handelt von der Augenbraue. Er wurde im Rahmen eines Workshops unserer Klasse 8b des Gymnasium Philippinum mit dem amtierenden deutschen Meister im Poetry-Slam, Lars Ruppel, geschrieben. Diesen Kreativ-Workshop gewannen wir zuvor bei dem Geschichtenschreibwettbewerb „Ohnepunktundkomma“.
Begonnen haben wir damit, uns eine Geschichte auszudenken, indem jeder immer ein neues Wort ergänzte. Dann haben wir uns Synonyme für Wörter wie Katze oder Baum überlegt. Anschließend haben wir uns Sätze, die mit „Liebe ist wie …“ anfingen, ausgedacht, z.B.:
„Liebe ist wie ein Haus, groß oder klein, bunt oder nicht bunt. Und wenn es einmal ganz kaputt ist, ist es schwer zu reparieren. Dann lässt du es abreißen und suchst dir ein neues.“Dieser Text stammt von Joy Sophie Hetz.
„Wie geht es dir?“ Bekommen sie diese Frage auch des Öfteren gestellt? Meistens antwortet man einfach:„Gut“. Doch was, wenn man genauer darüber nachdenkt? Unser Klassenkamerad Paul Bräutigam hat diese Frage für sich beantwortet:
„Mir geht’s genervt!“
„Wie genervt?“
„So genervt wie eine Katze in einem Meer von Hunden. So genervt wie eine Biene in einem kahlen Gebirge. So genervt wie ein Mensch im strömenden Regen. So genervt wie eine Ampel an der meistbefahrensten Straße New Yorks. So genervt wie Eltern, wenn sie ihren Sohn am Computer sehen. So genervt wie Väter, wenn die Töchter nur von Barbies reden, SO!“
Dann mussten wir einen Text über etwas schreiben, der so kompliziert ist, dass man nicht mehr erkennen kann, um was es sich handelt. So, wie Sie es bereits über die Augenbraue gelesen haben.
Zwischen den einzelnen Aufgaben unterhielt Lars Ruppel uns mit spannenden und lustigen Gedichten die sowohl klassisch (z.B. „Das Reh“ von Heinz Erhart) als auch von ihm selbst („Schmidts Katze“) waren.
Leider ging der Schultag viel zu schnell zu Ende und wir mussten uns von Lars Ruppel verabschieden. Für uns war dieser Tag mal eine Abwechslung in dem sonst alltäglichen Schulleben. Die Klasse hatte Spaß und hat viele neue Erfahrungen in Bezug auf das kreative Schreiben gesammelt. Wir freuen uns, dass Lars Ruppel sich Zeit für uns genommen hat, um uns einen Einblick in die Welt des Poetry-Slams zu geben und bedanken uns hiermit noch einmal. Gerne würden wir erneut so einen Tag mit ihm verbringen.

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Fit für das Examen? - Cambridge AG testet ihren Leistungsstand

Dr. Eike Kehr

Die Schülerinnen und Schüler der Cambridge AG hatten am 13. Mai die Gelegenheit, an einem Probeexamen zum Certificate in Advanced English (CAE) teilzunehmen. Als Nachweis englischer Sprachkompetenz auf hohem Niveau (C1) gilt das international bekannte Zertifikat vielen Universitäten des anglo-amerikanischen Raums als Zugangsvoraussetzung für ausländische Studenten.
Bei dem am Philippinum durchgeführten "Testdurchlauf" konnten die Schülerinnen und Schüler ihren Leistungsstand unter echten Examensbedingungen prüfen und mit internationalen Standards vergleichen. Sie absolvierten Prüfungen in den Bereichen Reading, Listening, Writing und Use of English. Im Anschluss erhalten die Schüler eine detaillierte Rückmeldung bezüglich ihres Abschneidens in den einzelnen Teilbereichen.

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Betriebsbesichtigung in der Isabellenhütte

Dr. Eike Kehr

Im Rahmen einer Sonderveranstaltung der Arbeitskreise SchuleWirtschaft Mittelhessen erhielten Mona Stoll, Christian Wehner und Lehrer Dr. Eike Kehr die Gelegenheit, die Isabellenhütte Heusler in Dillenburg in kleinem Kreis und unter der Führung des dortigen Personalleiters ausgiebig zu erkunden.
Die Isabellenhütte ist ein traditionsreicher Familienbetrieb und zählt weltweit zu den bedeutendsten Herstellern von elektronischen Widerstandswerkstoffen und passiven Bauelementen für die Automobil- und Elektronikindustrie. Sie beschäftigt knapp 700 Mitarbeiter und hat Vertretungen in 24 Ländern.
Das Ziel der Veranstaltung, an der Teams aus jeweils zwei Schüler/innen und einem Lehrer teilnahmen, war es, allen Beteiligten einen exemplarischen Einblick in Ausbildungsberufe und Duale Studienangebote heimischer Betriebe zu vermitteln. Auf dem Programm stand neben einem Gespräch mit Personalleiter Mario Hofmann auch ein ausgedehnter Betriebsrundgang, der den Teilnehmern einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Abteilungen des Betriebs ermöglichte. Schließlich hatten die Schüler/innen noch Gelegenheit, sich mit den derzeitigen Auszubildenden und Studierenden zu unterhalten.
Am Ende war es ein Nachmittag mit vielfältigen Eindrücken und interessanten Einblicken – und möglicherweise mit einigen Anregungen zur Gestaltung der beruflichen Zukunft.

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3. Platz für Philippinum beim Regionalentscheid Fußball

Frank Bröckl

Beim Regionalentscheid Fußball im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ belegten die Jungen des Gymnasium Philippinum in der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 2003-2005) einen achtbaren dritten Platz.
Bei optimalen äußeren Bedingungen auf dem Kunstrasen des Sportgeländes in Mittenaar mussten sich die jüngsten Fußballer der Schule zusammen mit weiteren vier Kreissiegern zunächst dem Vielseitigkeitswettbewerb stellen, der die Grundfertigkeiten Dribbling, Passen und Torschuss abprüft. Der zweite Platz in der Gesamtwertung dieser Disziplin bedeutete, dass die Weilburger das nachfolgende Turnier gegen drei der vier gegnerischen Mannschaften mit einem 1:0-Vorsprung beginnen konnten, lediglich gegen den späteren Gesamtsieger, die Herderschule Gießen, lag man von Beginn an mit 0:1 hinten. Im wichtigen Auftaktspiel gegen die Albert Schweitzer-Schule aus Alsfeld verschlief das Philippinum den Beginn völlig, was die Jungs aus Nordhessen sofort mit einem Treffer zur Egalisierung ihres Rückstandes aus dem Technikwettbewerb bestraften. Zum Glück antizipierte Julius Debus in dieser Drangphase des Gegners den Passweg eines aufgerückten Abwehrspielers, zog mit dem Ball davon und vollstreckte aus vollem Lauf eiskalt zur erneuten Gesamtführung seiner Mannschaft. Der zweite Treffer durch Julius Debus Mitte der zweiten Halbzeit sorgte dann für große Erleichterung und die ersten drei Punkte. Nach kurzer Pause mussten die Weilburger unmittelbar danach gegen die mit zahlreichen Auswahlspielern besetzte Herderschule aus Gießen antreten. Es gelang ein Traumstart, hatte doch Laurin Ketter kurz nach Anpfiff bei der ersten Angriffsaktion dem gegnerischen Torwart mit seinem Volleyschuss von der halbrechten Seite keine Chance gelassen und das aus dem Technikwettbewerb resultierende 0:1 früh egalisiert. Mit zunehmender Spieldauer kamen jedoch individuelle Klasse und spielerische Überlegenheit der Gießener Jungs immer stärker zum Tragen, was sich im Ergebnis durch zwei Gießener Tore in der zweiten Halbzeit und den 1:3-Endstand ausdrückte. Bis zum Beginn des dritten Spiels gegen die Gesamtschule Solms hatten die Weilburger ihre Enttäuschung jedoch überwunden und krönten gleich zu Beginn eine sehenswerte Kombination durch Pass von Julius Debus auf Laurin Ketter nach feiner Einzelleistung von Leonhard Zugmann mit dem 1:0. Durch Konzentrationsmängel lud man im weiteren Spielverlauf den Gegner jedoch wiederholt förmlich zum Tore schießen ein, wofür sich die Solmser prompt mit zwei Treffern bedankten, die ihnen in Verrechnung mit dem Technikwettbewerb ein Unentschieden und damit einen Punkt sicherten. Weilburg sollte dieses unnötige Remis letztlich den zweiten Platz im Turnier kosten, woran auch das anschließende „Schützenfest“ gegen die Adolf Reichwein-Schule aus Pohlheim durch Treffer von Leonhard Zugmann (2), Laurin Ketter, Julius Debus und Ben Fabian Schmidt nichts mehr ändern konnte. Insgesamt boten die jüngsten Fußballer des Philippinum beim Auftritt auf regionaler Ebene eine überzeugende Leistung, wozu auch das jederzeit faire und sportliche Verhalten auf und neben dem Platz beitrug.

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April 2015

WU-Kurs Darstellendes Spiel vertritt das Gymnasium Philippinum beim Aktionstag für die Wiedereröffnung der Stadthalle in Weilburg

J. Lorenzo

Am Samstag, den 9.05.2015, fand in und um die Stadthalle „Alte Reitschule“ ein Aktionstag mit buntem Programm statt. Ziel ist es, die Wiedernutzung der Stadthalle zu erwirken. Ein Teil des WU-Kurses Darstellendes Spiel der 8. Jahrgangsstufe war hier unter der Leitung von Frau Lorenzo vertreten. Mit verschiedenen Aktionen wurde auf die große Bedeutung eines Ortes der Kunst für Weilburg verwiesen. Die Schülerinnen formulierten Sprüche für die Kunst, die sie in verschiedenen Formen darboten. Es wurden außerdem Umfragen mit Passanten zum Thema durchgeführt sowie kleine improvisierte Szenen präsentiert. Als Aktionsorte dienten der Marktplatz und die Neugasse. Diese Exkursion bot dem Kurs ferner die Möglichkeit, an dem geplanten Projekt für die 475 Jahrfeier weiterzuarbeiten, in dem das „alte“ Gymnasium besucht und als Fotokulisse genutzt wurde.

 

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Gymnasium Philippinum Weilburg nimmt wieder an bundesweitem Russischturnier teil

Rita Heun

Russisch ist nicht so schwer zu lernen, wie viele denken. Dies zu veranschaulichen ist das Anliegen des Bundescups 2015 „Spielend Russisch lernen“, der jedes Jahr vom Deutsch-Russischen Forum eV organisiert wird.

Nachdem es das Gymnasium Philippinum in Vorjahren bis ins Bundesfinale geschafft hatte, war klar, dass wir auch 2015 wieder dabei sein würden. So wurde am im April dieses Jahres die schulinterne Runde durchgeführt, diesmal mit 6 Zweierteams.

Die Gewinner Jennifer Naumann und Timo Löhr fahren nach den Sommerferien mit Russischlehrerin Rita Heun zur Regionalen Runde. Sollten sie auch dort siegen, werden sie im Spätherbst beim Bundesfinale im Europapark Rust dabei sein. Die Sieger des Bundescupfinales gewinnen tolle Russlandreisen, die sie gemeinsam mit ihren Lehrern antreten dürfen.

Grundlage ist die deutsch-russische Ausgabe des Sprachlernspiels New Amici, das auch ohne Russischkenntnisse spielbar ist. Dabei sind Vokabelfragen und Fragen zu Land, Leuten und Geschichte zu beantworten. Alle Teilnehmer treten in Zweiermannschaften an, wobei ein Partner Russisch lernt, der andere keine Russischkenntnisse hat. Zum Erfolg führen Konzentration, Mannschaftsgeist und Glück, nicht unbedingt der Umfang der Vorkenntnisse.

Kooperationspartner sind die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, das Goetheinstitut Russland, der Deutsche Russischlehrerverband eV und der Fachverband Russisch und Mehrsprachigkeit eV.

(Nähere Informationen bei Frau Heun am GPW oder www.spielendrussisch.de)

 

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Exkursion zur Tec2You

Stefan Ketter

22 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, hauptsächlich mit Leistungskursen Mathematik und Physik, verbrachten am 16.04.2015 einen interessanten und abwechslungsreichen Tag auf der HANNOVER MESSE. Im Rahmen des SIEMENS Partnerschulprogramms nahmen die Schüler an der Nachwuchsinitiative Tec2You teil. Junge Menschen für technische Berufe zu begeistern und ihnen die Faszination der Zukunftstechnologien näher zu bringen: Das ist das Ziel von Tec2You.
Noch etwas verschlafen aber gut gelaunt starteten die Schüler mit den begleitenden Lehrkräften Dr. Markus Horz und Stefan Ketter bereits um 5:30 Uhr am Gymnasium Philippinum nach Hannover. Nach einer problemlosen Busfahrt erreicht man pünktlich um 10 Uhr das Messegelände und wurde sogleich von einem Tec2You-Guide in Empfang genommen. Nach dem obligatorischen Willkommens-Foto und der Versorgung mit Tec2You-Tasche, Infomaterial und Getränk erhielten wir zunächst einen Einblick in die Ausbildung und das duale Studium bei Siemens. Dann ging endlich die Führung über die riesige Messe los. Die „Faszination Technik“ sollte den Schülerinnen und Schülern näher gebracht werden. Und so wurden wir von unserem freundlichen und geduldigen Guide über das Messegelände geführt, vorbei an verschiedensten Roboterarmen, Modellen von Fertigungsstraßen, Motoren, Getrieben und anderen Objekten aus den Bereichen Industrieautomation, Technologie und IT.
An einigen Messeständen wurde auch Unterhaltsames geboten, wie Roboter, die Rosen verschenkten oder Kaffee einschenkten und die Besucher bedienten. Einige Schüler und auch Herr Ketter suchten die Herausforderung im Tischkicker gegen einen Roboter – mit durchwachsenem Erfolg.
Nach diesen ersten Messeeindrücken am Vormittag folgte eine Pause und Stärkung beim Mittagessen.
Danach wartete ein besonderes Highlight auf unsere Schüler. Ein Treffen mit dem Siemens CEO Peter Herweck und eine anschließende Fragerunde. Dieser Programmpunkt wurde in diesem Jahr nur den Schülern unserer Schule zu teil. Gemeinsam mit Herrn Herweck besuchte man zunächst den Siemens Tec2You-Stand. Hier konnten die Schüler hautnah ein Schwerpunktthem der Hannover Messe, „Industrie 4.0“ erleben. Als „menschliches Werkstück“ wurde auf einem RFID-Chip eine Wunschkopfbedeckung, ein Schnurrbart und eine Sonnenbrille ausgewählt und auf dem Chip-gespeichert. An den drei Folgestationen wurden nun die Daten des Chips ausgelesen und man erhielt die vorher bestellten Verkleidungen. Auf einem Foto am Ende wurde das fertige „Werkstück“ verewigt. Dieses Prinzip wird in intelligenten Fabriken umgesetzt. Auf einem Chip am Werkstück werden die gewünschten Konfigurationen gespeichert, an den einzelnen bearbeitenden Maschinen ausgelesen und umgesetzt. Außerdem konnte man am Siemens-Tec2You-Stand LED-Herzen löten und einen Einblick in den Technologiekonzern erhalten.
Anschließend stand Herr Herweck den Schülern Rede und Antwort. Er berichtete zunächst von seinem beruflichen Werdegang. Interessiert folgten die Schüler den Ausführungen, bevor Sie selbst Fragen zu Aufgaben, Tagesablauf und Freizeit stellten, die bereitwillig und freundlich beantwortet wurden.
Im Anschluss hatten die Schüler nochmals Gelegenheit, die Messe auf eigene Faust zu erkunden, dann stand der (vor)letzte offizielle Programmpunkt, der Besuch des Siemens-Hauptstandes, an. Im Schnelldurchlauf wurden wir über den riesigen Stand geführt und erhielten Einblicke in Lösungen und Produkte aus den Bereichen der Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung.
Den Abschluss unseres langen Tages auf der Hannover Messe bildete die Show des Roboters „Titan“. Titan sang, tanzte und „versprühte“ Tränen. Stellte sich nur die Frage: Ist es ein echter Roboter oder ein kostümierter Mensch?
Nach diesem unterhaltsamen Schlusspunkt wurden noch schnell die Lunchpakete für die Heimreise eingepackt und dann ab zum Bus. Nach staufreien viereinhalb Stunden Busfahrt waren alle erschöpft, aber um einige Eindrücke und Erfahrungen reicher wieder in Weilburg.

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Leistungskurs Kunst veranstaltet Vernissage

Leistungskurs Kunst


Mit einer beeindruckenden Vernissage im Spielmannbau hat sich der Leistungskurs Kunst des aktuellen Abiturjahrgangs auf sehr individuelle Weise von der Schule verabschiedet und dabei einer breiten Öffentlichkeit Einblicke in das künstlerische Schaffen im Rahmen der Unterrichtsthemen der Klassenstufen 12 und 13 gewährt.
„Die hier ausgestellten praktischen Arbeiten sind Beleg für die vielfältigen Spuren, die ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, in den beiden zurückliegenden Jahren am Gymnasium Philippinum, aber auch in der Stadt Weilburg hinterlassen habt“, so Tutorin Kornelia Griebel-Klein in ihren Begrüßungsworten. „Ich erinnere in diesem Zusammenhang auch an unsere Beteiligung an den ‚Straßen der Kunst‘ im letzten Sommer, wo wir einen Einzel- und einen Gruppenpreis gewinnen konnten“. Sie knüpfte damit nahtlos an das in wenigen Wochen anstehende Schuljubiläum „475 Jahre Gymnasium Philippinum“ an, das unter dem Motto „Spurensuche“ steht.
Los ging es bei der „Spurensuche in Sachen Kunst“ für die 14 Schülerinnen und Schüler in der Klassenstufe 12 mit dem Thema „Sprache der Körper und Dinge“, wobei besonders die Darstellung des Menschen beim Zeichnen, Malen und plastischen Gestalten im Vordergrund stand. Erste Skizzen und Übungen im Modulieren, Modellieren und Collagieren mündeten in expressiven Porträts, verfremdeten Gemälden (z.B. Mona Lisa) und Non finito-Arbeiten aus Ton.
Das zweite Halbjahr war dem Thema „Sprache der Bilder/Bildmedien“ gewidmet. Das Betrachten verschiedener fotografischer Konzepte (u.a. künstlerische und inszenierte Fotografie) in Verbindung mit praktischem Üben beim Fotografieren hatte die Schülerinnen und Schüler zu eigenen Arbeiten inspiriert, die in Form von fotografierten oder gezeichneten Bilderserien auf Stellwänden oder mit Beamer präsentiert wurden.
Grundlagen der Baukunst, Architekturbetrachtung im Verlauf der Geschichte: Die Studienfahrt des Kurses nach Paris bot im Hinblick auf das in der Klassenstufe 13 zunächst anstehende Thema „Architektur und Design“ die ideale Verzahnung von Theorie und Praxis, konnten doch beeindruckende Gebäude und Bauwerke wie Notre Dame, Eifelturm oder Triumphbogen vor Ort durch Präsentationen in den Unterricht integriert werden.
Doch die angehenden Abiturienten und Abiturientinnen widmeten sich auch der Typografie und dem Layout von Druckmedien (Plakate, Flyer, Werbeanzeigen), wobei als letzte Aufgabenstellung des Halbjahres für eine überparteiliche Hilfsorganisation ein Plakat zu einem aktuellen Thema gestaltet werden sollte. Neben der unmittelbaren Vorbereitung auf das Abitur war das abschließende Halbjahr 13/II („Innovation und Abweichung“) der Kunst nach 1945 gewidmet. Neben der theoretischen Betrachtung von Künstlern wie Pollock, Warhol, Christo oder Beuys beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler praktisch mit Alltagsmaterialien, indem sie Objektkästen gestalteten.
Die zahlreichen Besucher, die den Weg in den Spielmannbau gefunden hatten, zeigten sich sichtlich beeindruckt von der Vielfalt und Professionalität der ausgestellten Arbeiten, deren Präsentation von Tobias Orzeszko und Richard Steinert musikalisch umrahmt wurde. Die jungen Künstlerinnen und Künstler hatten auch an das leibliche Wohl ihrer Gäste gedacht und so stand einem gelungenen Abend bei der Betrachtung von Kunst und anregenden Gesprächen nichts im Wege.

Deutsch-polnisches Austauschprojekt gibt gegenseitige Einblicke in Kultur und Küche

Barbara Klaas

Die langjährige Zusammenarbeit des GPW mit seinen polnischen Partnern aus Tczew bei Danzig wurde einmal mehr in einer einwöchigen Begegnung in Weilburg vertieft. Ermöglicht wurde das Projekt mit Restmitteln aus dem letzten Comenius-Projekt. Vor dem Besuch am GPW hatten die Schüler und Schülerinnen bereits die Möglichkeit über eine geschlossene Plattform bei etwinning Kontakt aufzunehmen. Vor Ort wurde den Gästen dann mit Besuchen der historischen Sehenswürdigkeiten in der Region, in Frankfurt und in Wetzlar, und gemeinsamer Arbeit in der Schule die deutsche Kultur näher gebracht. Da dazu auch das Essen gehört, war ein Höhepunkt des Treffens die gemeinsame Zubereitung typisch hessischer und polnischer Gerichte. Mit Unterstützung der Stadtwerke, die den Schülern und Schülerinnen dankenswerterweise ihre Lehrküche zur Verfügung stellte, wurden unter anderem dann Rippchen mit Sauerkraut und Grüne Soße genossen. Bei den deutschen Schülern und Schülerinnen erfreute sich ein polnischer Gemüsesalat mit Äpfeln großer Beliebtheit. Ein Empfang durch den Bürgermeister, dem die Gäste herzliche Grüße ihres Bezirksdirektoriums und den Wunsch zu weitergehender Kooperation überbrachten, bildete einen zweiten Höhepunkt im Programm. Glücklich auch über das durchgehend wunderschöne Wetter und mit vielen neuen Eindrücken machten sich die Gäste auf den Heimweg. Im Juni werden nun 17 deutsche Schülerinnen und Schüler der Stufe 11 die polnische Kultur und Küche bei ihrem Gegenbesuch in Tczew erkunden.

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Besuch aus Polen

Homepage-AG


Hier ein kleines Video unserer polnischen Gäste, die in der vergangene Woche zu Gast am Philippinum waren. Ein ausführlicher Bericht folgt!

Theatergruppe RequiSiT erneut zu Gast

Christof Trümmner

Wie passen Theater und Suchtprävention zusammen? Die Antwort auf diese Frage lieferte einmal mehr die Theatergruppe RequiSiT des Vereins „Suchthilfe im Taunus“ bei ihrem Gastspiel am Gymnasium Philippinum.
Dabei wurde Improvisationstheater vom Feinsten geboten, das die Jugendlichen in seinen Bann zog.
Es war ungemein spannend und unterhaltsam zu erleben, wie sich auf Zuruf des Publikums unterschiedliche und auf den ersten Blick völlig gegensätzliche  Begriffe in kleine Spielszenen verwandelten, wobei die Darsteller - allesamt Laienschauspieler - mit großer Hingabe alle Register ihres Könnens zogen. „Das Theaterstück war lustig und hat mir besonders gut deswegen gefallen, weil wir Schüler mit einbezogen worden sind“, so eine Schülerin am Ende der Aufführung.
Doch das eigentliche „Herzstück“ der Veranstaltung ist das sich anschließende Gespräch in der Klasse mit ein oder zwei Akteuren der Theatergruppe, alle ehemalige Suchtmittelabhängige.  Im Religions- bzw. Ethikunterricht haben sich die Jugendlichen intensiv auf diese Begegnungen, die ohne die Anwesenheit einer Lehrkraft stattfinden, vorbereitet und entsprechende Fragen schriftlich formuliert. Bei vielen Schülerinnen und Schülern hinterlassen diese Gesprächsrunden, in denen die Gäste meist mit großer Offenheit von ihren Erfahrungen als ehemalige Drogensüchtige berichten, einen nachhaltigen Eindruck. Dies belegen die Feedback-Bögen, die die Jugendlichen in der nächsten Religions- bzw. Ethikstunde ausfüllen dürfen.
 „Bereits seit vielen Jahren ist das Ensemble von RequiSiT aus Hattersheim fester Bestandteil unseres Programms zur Suchtprävention in der Klassenstufe 9. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Gymnasialen Schulverein für die großzügige finanzielle Unterstützung“, so abschließend Christof Trümner, der Verantwortliche für Sucht- und Drogenprävention am Gymnasium Philippinum.

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Auf den Spuren von Vinzenz Pallotti

Von Marlene Willner, Julia Czerkas, Flora Pepaj, Kaja Milberg

 Am 25.06.15 fuhren die Schüler des katholischen Religionskurs, Jahrgangsstufe 8,Herr Wabnik, in das Kloster der Pallottinerinnen nach Limburg. Nach der Anreise mit dem Zug legten wir den Rest der Strecke mit dem Stadtbus zurück. Am Kloster angekommen, wurden die Schüler herzlichst von Schwester Simone willkommen geheißen, die uns an diesem Tag betreute. Anschließend erzählte sie uns einige Infos über sich selbst, ihr Leben und ihre Arbeitals Nonne. Schwester Simone ist die Jüngste im Bunde der Pallottinerinnen, bei denen das Durchschnittsalter achtzig Jahre beträgt .Die Schüler waren von der Offenheit der Ordensschwester überrascht und stellteninteressiert viele Fragen über das Leben im Kloster. Danach machten wir eine Führung durch das Gebäude und erfuhren dabei, dass der Name Pallottinerinnen von Vinzenz Pallotti (1795-1850), einem römischen,sehr engagierten Priester stammt. Wir erkundeten die Kapelle, den Speisesaal, die Wohnräume und die Aufenthaltsräume, in denen uns Schwester Simone weitere Einzelheiten erklärte. Die Nonnen betreuen viele Auslandsprojekte, bei denen sich junge Leute für sozialschwache Länder einsetzen können. Regelmäßige Aktionen und Treffen finden dafür in speziellen Jugendräumen statt. Nachdem wir uns verabschiedet hatten und zum Bahnhof zurück gelaufen waren,fuhren die Schüler wieder nach Weilburg, wo die gelungene Exkursion(von Julia C. und Marlene W. aus der Klasse 8e organisiert) endete. Danach besuchten die Schüler noch den Unterricht .Unser Fazit: Die Schüler waren erstaunt, wie abwechslungsreich das Leben und die Arbeiteiner Nonne sein können, und würden das Kloster jederzeit wieder besuchen.

Mach mit bei der Physik-Challenge 2015!

Jörn Schweisgut

Auch in diesem Jahr findet wieder eine Physik-Challenge statt. Die Aufgabe: Baue ein Gefährt, das ein frisches Hühnerei so weit wie möglich transportiert. Als Antrieb dient 1 Liter unbehandeltes Leitungswasser.

Näheres zu den Teilnahmebedingungen findet Ihr hier. Den Erstplatzierten winken wertvolle Preise.

Am Donnerstag, den 23.04.2015, wird der Wettbewerb in der zweiten Stunde in der Mensa eröffnet, die Aufgabe genau vorgestellt und Fragen beantwortet. Der Termin für die Fertigstellung der „Eitransporter“ ist der Donnerstag, 16. Juli 2015.
Ansprechpartner sind Herr Dr. Schweisgut, Eure Physiklehrerin oder Euer Physiklehrer.

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Schreibwettbewerb ohne Punkt und Komma

Shannon Böttig und Josephine Stockmann

Am 15. März 2015 fand die Preisverleihung des Schreibwettbewerbs „OHNEPUNKTUNDKOMMA“ im Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main statt. Wir waren mit einem Teil unserer Klasse dort, da wir einen Sonderpreis gewonnen haben. Die Verleihung wurde mit einem kleinem Konzert von Lennart Fleischer und Fabian Kawohl eröffnet. Dann gab es ein paar Grußworte von Matthias Pees und Harry Oberländer, gefolgt von einer Laudatio von Ilona Einwohlt, einer Jurorin, in welcher sie die vielen kreativen Geschichten lobte. Danach wurden die fünf Siegergeschichten der 12- bis 13-jährigen Preisträger von Schauspielstudenten vorgetragen. Nach den Vorträgen gab auch Ingmar Jung, welcher wegen eines Termins zu spät kam, seine Grußworte ab. Als 5. Punkt stand ein Auftritt von Lars Ruppel, einem begabten Poetry-Slammer, an. Dieser war sehr lustig und wir freuen uns sehr darüber, dass wir als Preis einen Workshop bei ihm gewonnen haben. Nach diesem amüsanten Auftritt wurden auch die weiteren fünf Siegergeschichten der 14- bis 15-jährigen Preisträger vorgetragen. Zum Abschluss gab es eine weitere Musikeinlage und im Anschluss ein leckeres Buffet. Alles in allem hat uns die Preisverleihung sehr gut gefallen, wobei der Vortrag von Lars Ruppel unser persönliches Highlight war.

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Sieger beim Schreibwettbewerb "Ohne Punkt und Komma"

Stephanie Roggenbuck

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Schreibwettbewerbs „Ohne Punkt und Komma“, der vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst ausgelobt wurde, stehen fest. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung konnten am Sonntag, den 15. März, vier Schüler und Schülerinnen des Gymnasium Philippinum Weilburg einen Einzelpreis in Empfang nehmen und auch der Sonderpreis für die beste Klasse Hessens wurde an die Klasse 8b des Gymnasium Philippinum verliehen.
Rund 330 Schüler und Schülerinnen im Alter von 12 bis 15 Jahren folgten im September des letzten Jahres dem Aufruf des Ministeriums, ließen ihrer Kreativität freien Lauf und verfassten Gedichte und Geschichten, um an dem Wettbewerb teilzunehmen. Eine unabhängige Jury, bestehend aus den Autorinnen Ilona Einwohlt, Nadja Einzmann und Antje Herden sowie aus der Lese- und Literaturpädagogin Sabine Stemmler, stellte sich der Herausforderung und wählte gemeinsam nach der Lektüre aller Einsendungen die zwanzig beeindruckendsten Texte aus.
Einen Einzelpreis in der ersten Preiskategorie erhielt Janina Sartorius (Klasse 8a), während Paul Bräutigam, Joy Hetz und Max Wießler (Klasse 8b) in der zweiten Preiskategorie mit ihren Geschichten die Jury überzeugen konnten. Als Belohnung erhielten die Gewinnerinnen und Gewinner ein Buch mit allen ausgezeichneten Texten sowie Buchgutscheine und Urkunden, die von Staatsekretär Ingmar Jung im Mousonturm in Frankfurt im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung übergeben wurden. Neben zahlreichen Grußworten und Glückwünschen, die von den Veranstaltern vom Hessischen Literaturforum e.V. und der Laudatorin Ilona Einwohlt überbracht wurden, war für die Preisträgerinnen und Preisträger sowie für deren Familien die Darbietung von zehn prämierten Texten durch Frankfurter Schauspielschüler besonders beeindruckend. Dabei spielten vor allem ernste Themen wie Mobbing, Krieg und Tod eine entscheidende Rolle in den Texten der jungen Autorinnen und Autoren.
Unter den zahlreichen Schulklassen, die am Wettbewerb teilgenommen haben, stach zudem die Klasse 8b des Gymnasium Philippinum Weilburg durch die hohe Qualitätsdichte so hervor, dass sie einen eintägigen Schreibworkshop als Preis erhielt. Dazu wird Lars Ruppel, der aktuelle deutsche Poetry Slam-Meister, im Mai am Gymnasium Philippinum mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam einen Tag verbringen. Einen ersten Einblick in sein Können zeigte er den Preisträgerinnen und Preisträgern bereits bei einem Auftritt im Rahmen der Preisverleihung und steigerte dadurch die Vorfreude der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer begleitenden Lehrerinnen auf diesen Tag enorm.

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8d beim Zeitzeugengespräch

Bärbel Kamphausen-Muser

Zu Beginn des Jahres hat die Klasse 8d im Deutschunterricht die Autobiographie „Endlich reden“ von Lilo Günzler gelesen. Darin schildert die Autorin, deren Mutter Jüdin war, ihre Kindheit in Frankfurt während der Zeit des Nationalsozialismus. Als Halbjüdin musste Lilo Günzler in ihrer Kindheit viele Ausgrenzungen erleben, schon früh Verantwortung für die jüdische Mutter und den jüdischen Bruder übernehmen, sei es bei Behördengängen oder bei Einkäufen gegen Lebensmittelkarten, die nur sie und der Vater bekamen.. Als der Vater in den letzten Kriegswochen noch zur Front musste, Mutter und Bruder nach Theresienstadt abtransportiert worden waren und die kleine Schwester in einem Kinderheim untergebracht war, wartete sie ganz alleine im Luftschutzkeller des Wohnhauses das Ende der Kämpfe um Frankfurt ab.
Lilo Günzler schwieg wie viele ihrer Zeitgenossen lange Zeit über ihre Erlebnisse und brach dieses Schweigen erst vor 10 Jahren. Seitdem spricht sie vor Schulklassen und bei Veranstaltungen.
Das Zeitzeugengespräch mit den Schülern aus Weilburg, das in der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank in Frankfurt stattfand, war für sie von ganz besonderer Bedeutung, weil die Schüler ihre im Unterricht erarbeiteten Lesetagebücher mitgebracht hatten und daraus vorlasen. So wurde dem Bruder Helmut, der später nie über seine Erlebnisse gesprochen hat, eine Stimme „geliehen“, als die Schüler selbst geschriebene Tagebucheinträge aus Helmuts Sicht vorlasen. Gerührt und dankbar lauschte Lilo Günzler auch den von den Schülern verfassten Charakterisierungen der Familienmitglieder, die übrigens alle den Krieg überlebt haben.
Abgerundet wurde der Ausflug nach Frankfurt durch einen Besuch an der Mauer des Jüdischen Friedhofs, an der für jeden jüdischen Bewohner der Stadt eine kleine Erinnerungstafel angebracht ist.

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März 2015

Prix des lycéens allemands am 18.02.2015

Johanna Risse

Am 18. Februar 2015  trafen sich Prix etwa 60 Französisch lernende Schüler aus ganz Hessen in der Ziehenschule in Frankfurt am Main, um den hessischen Vertreter für den „Prix des lycéens  allemands“ zu wählen. Den Französisch- Leistungskurs der Klassenstufe 12 von Frau von Seggern vertrat Anne- Carolin Krähe, die in Frankfurt mit den anderen Vertretern sowohl über die Bücherwahl des Leistungskurses „Le dernier ami de Jaurès“, als auch über die drei anderen zur Auswahl stehenden Bücher („Camp Paradis“ , „La fille qui rêvait  d’embrasser Bonnie Parker“ und „Sur le toit“) diskutieren sollte.
In Frankfurt angekommen, wurden die Schüler durch den Schulleiter der Ziehenschule, Manfred Eichenauer, und eine Vertreterin des Hessischen Kultusministeriums begrüßt. Thibaut Triqueneaux, Mitarbeiter des Institut Français sowie Organisator der Veranstaltung, erklärte anschließend die Arbeitsweise für den vor den Schülern liegenden Vormittag, für den diese in Gruppen eingeteilt wurden, um sich jeweils mit einem der Bücher zu beschäftigen.  Anne- Carolin Krähe befasste sich an diesem Vormittag zusammen mit zwei anderen Schülerinnen mit dem Buch „La fille qui rêvait d‘embrasser Bonnie Parker“ von Isabelle Gagnon, zu dem die Gruppe in der eineinhalbstündigen Arbeitsphase eine Präsentation in Form eines Rollenspiels vorbereitete, das auf eine Mindestlänge von 4 Minuten festgelegt war. Nach einer Mittagspause, in der die Schule französische Quiche und Apfel-Tarte zur Verfügung gestellt hatte, fand im Plenum die Vorstellung der einzelnen Bücher auf Französisch statt. Jedes Buch wurde individuell und kreativ vorgestellt, sodass auch das Publikum, hauptsächlich bestehend aus Französisch-Lehrern, gut unterhalten war.
 Daraufhin wurden jeweils zwei Mitglieder der Kleingruppen, unter diesen auch Anne- Carolin Krähe, dazu aufgefordert, miteinander über die Bücher, deren Inhalt, Aufbau, Schreibweise und Thematiken zu diskutieren. Nach ausgiebiger Diskussion über die einzelnen Bücher wählten alle anwesenden Schüler schließlich das „Lieblingsbuch“ des Landes Hessen sowie den Schüler, der Hessen auf der Leipziger Buchmesse im März 2015 vertreten wird. „La fille qui rêvait d‘embrasser Bonnie Parker“ erzielte bei der Abstimmung die meisten Stimmen, 2. Wahl ist „Le dernier ami de Jaurès“. Die Wahl des hessischen Vertreters gestaltete sich etwas schwieriger und durchaus spannend.  Letztendlich erhielt Moritz Leist vom Justus-Liebig-Gymnasium in Darmstadt die absolute Mehrheit und darf sich nun Mitglied der Bundesjury für den „Prix des lycéens allemands“ nennen.
Mit der Verteilung von Urkunden zur Teilnahme endete die Veranstaltung und auch wenn Anne- Carolin Krähe nicht zur Vertreterin Hessens bestimmt wurde, hat sie dennoch einige Erfahrungen sammeln können und ihre Französisch- Künste einmal mehr unter Beweis gestellt.

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Weilburger Schüler auf den Spuren europäischer Politik

Vier arbeitsreiche Tage mit Workshops, Ausschussarbeit und politischen Debatten mit nur wenig Schlaf, aber auch mit einer Menge Spaß, interessanten Diskussionen und einem intensiven Gruppenerlebnis – dies konnte jüngst eine Schülergruppe des Weilburger Gymnasiums Philippinum bei einer Sitzung des Europäischen Jugendparlamentes in Hamburg erleben.

Qualifiziert für diese Sitzung hatten sich die Weilburger Schüler mit einem englischsprachigen Thesenpapier zum euro-amerikanischen Freihandelsabkommen TTIP. Die Resolution, in der die Schüler unter anderem größere Transparenz der Verhandlungen, strengere Regeln für die Bankenaufsicht und die Berücksichtigung öko-sozialer Aspekte im öffentlichen Beschaffungswesen fordern, war von einer internationalen Jury als besonders wertvoll befunden worden. In Hamburg ging es nun aber vor allem um die europäische Migrationspolitik.

Damit die Jugendlichen, die nicht nur aus allen Teilen Deutschlands, sondern auch aus Finnland, Spanien, Österreich, Frankreich, der Türkei und der Schweiz angereist waren, sich zunächst kennen lernen konnten, begann die Sitzung spielerisch mit einem gruppendynamischen Kommunikationstraining.

Es folgte eine Phase intensiver Arbeit in Ausschüssen, während der die Schüler eigene Lösungsansätze zu kontroversen Fragestellungen erarbeiteten. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Umsetzung der Dublin III-Verordnung, aber auch die Frage nach einer geeigneten Strategie zum Umgang mit grenznahen Gewaltkonflikten – wie zuletzt in der Ukraine. Aufgrund der internationalen Zusammensetzung der Teilnehmer wurden alle Diskussionen selbstverständlich auf Englisch geführt.

Höhepunkt der Sitzung war eine zweitägige parlamentarische Vollversammlung: Die von den Schülern erarbeiteten Resolutionen wurden vorgestellt, verteidigt und attackiert – es wurde gestritten und debattiert und schließlich über die Ergebnisse abgestimmt.
Am Ende der hitzig geführten Debatten wurde den zufriedenen, aber völlig erschöpften Schülern vor allem die Intensität des Gemeinschaftsgefühls bewusst, das sich trotz kritischer Haltungen und unterschiedlicher Positionen unter den Teilnehmenden entwickelt hatte. "Es war wirklich eine schöne Erfahrung, Europa-Themen so intensiv zu diskutieren – mit Jugendlichen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, die sich alle sehr dafür interessieren", erklärte Jan Metzler, einer der Weilburger Schüler. Vor diesem Hintergrund ist es sicher auch zu verschmerzen, dass es den Weilburgern diesmal nicht gelang, sich für die dritte Runde dieses prestigereichen Wettbewerbs zu qualifizieren.
Besonders motivierend, so betont Projektleiter Dr. Kehr, sei für die Schüler neben dem Spaß am Debattieren auch die öffentliche Anerkennung, die sie für ihr politisches Engagement erfahren. So werde das Projekt bereits seit Jahren durch den Europaabgeordneten Michael Gahler und den Gymnasialschulverein Weilburg gefördert. Es bleibt zu hoffen, dass diese Anerkennung die Philippinum-Schüler auch in Zukunft wieder zu parlamentarischen Höchstleistungen beflügelt.

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Februar 2015

Vortrag von Prof. Dr. Dittmann thematisiert die Flüchtlingsproblematik

Nicole Jung

Am Mittwoch, 11. Februar 2015, besuchte Herr Prof. Dr. Dittmann, Professor für Anthropogeographie am Institut für Geographie der Justus-Liebig-Universität Gießen, in der 5. und 6. Stunde die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe am Gymnasium Philippinum! Über 100 Schülerinnen und Schüler verfolgten im neuen MLZ sehr interessiert seinen Vortrag zur Flüchtlingsproblematik. Herr Prof. Dr. Dittmann, eine Koryphäe dieses Fachgebietes, referierte über die aktuelle politische Lage im Nahen Osten und stellte die verschiedene Interessen beteiligter Staaten und Gruppen im Konflikt dar. Seine Erfahrungsberichte von zahlreichen Exkursionen beeindrucken die Gruppe. Er weckte das Interesse der Schülerinnen und Schüler und ging ausführlich auf ihre Fragen ein.

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Ehrungen zum Schulhalbjahr

Frank Bröckl

In der Stunde vor der Zeugnisausgabe nahm Direktor Dietrich Heese wie gewohnt die Gelegenheit wahr, um besondere Schülerleistungen auf unterschiedlichsten Gebieten zu würdigen.

Andreas Blum (12d), Lukas Himmel und Johannes Diehl (beide 9d) haben sich besondere Verdienste durch ihre Tätigkeit im Rahmen der Homepage AG erworben. Den Vorlesewettbewerb der Klassen 6 gewann David Sluka (6c). Er durfte sich mit den übrigen Klassensiegern Hatice Yildirim (6a), Yannik  Schuster (6b), Felix Wohlert (6d) und Lennart Rücker (6e) über einen Buchgutschein der „Wilinaburgia“ freuen. Frederike Neu, Clara Lang und Carla Schuld (alle 7a) heißen die Siegerinnen der vierten Auflage des Balladenwettbewerbs der Klassen 7. Den zweiten Platz belegte Michelle Fust (7c) vor Johannes Cornelius (7b), der zusammen mit dem Trio Jasmin Becker, Xenia Bettin und Verena Georg (alle 7c) auf dem dritten Platz landete. Die volle Punktzahl beim Informatik -Biber-Wettbewerb erreichten als Einzige Carolin Wehner (11e) und Alexander Wagner (11f). Dicht dahinter folgten Jonathan Sattler (9b), Leon Riedl (9b), Sejin Groll (8b), Valentino Zöllner (11f), Till Schönwetter (11e), Tobias Wolf (11b) sowie Markus Rudolph und Fabian Diegmann (beide 9e). Die Klasse 6b hat sich beim Wettbewerb der Deutschen Mathematiker-Vereinigung „Mathe im Advent“ mit großem Erfolg beteiligt. Dabei gelang es Mina Raab und Maja Rohde alle Aufgaben erfolgreich zu lösen. Der Doppelvierer der Jungen mit Steuermann in der Besetzung Joachim Bentele (8d), Jonas Dienst (9e), Jakob Wagner (7b), Dominik Grün (9d) und Marc Riegel (8d) ruderte beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin in der Wettkampfklasse III auf den vierten Platz, der Gig-Doppelvierer der Mädchen (mit Steuerfrau, Wettkampfklasse II) in der Besetzung Caroline Joris (12f), Johanna Prüßner (12e), Laura Gras (12e), Janne Hartl (12a) und Eva Berlips (12d) belegte Platz 10. Den Schulentscheid des Mathematikwettbewerbs der Hessischen Landesregierung gewann Lukas Löhr (8b) vor Moritz Weber (8b), Johannes Cieluch (8e) und Ruben Fornfeist (8b). Als Klassensieger wurden außerdem Lea Engelmann (8d), Marie Abel (8c) und Maya Peußner (8a) ausgezeichnet. Im Wettbewerb „Europäisches Jugendparlament“ konnten sich Jan Metzler (12e), Robin Rinn (12b),

Mona Stoll (12f), Jonas Müller (12e), Ramon Schuler (12c) und Vincent Stein (12d) für die Auswahlsitzung in Hamburg qualifizieren. Paul Hartmann (7a) wurde für sein Engagement als Mittelstufensprecher geehrt. Laura Petters (7a) ruderte beim Ergocup auf den dritten Platz, David Dyk (7a) belegte beim Akkordeon Musik Festival in Sulzbach Platz 1. Carla Schuld (7a) durfte am Konzert „Spiel mit! Johannes Moser und die 12 Frankfurter Cellisten“ in der Alten Oper in Frankfurt teilnehmen. Im Wettbewerb „Lust auf Kunst“ der Stadt Weilburg erhielt der Leistungskurs Kunst der Klassenstufe 13 mit Jana-Marie Bender, Johanna Blume, Sophie Boche, Regina Gensinger, Paula Görbing, Katharina Grimm, Jaqueline Horz, Hanna Konrad, Ann-Kathrin Lautenschläger, Stefanie Lehr, Sina Österling, Julian Schmittel, Franziska Weil und Felix Zipp einen Gruppenpreis, ein Einzelpreis ging zudem an Sophie Boche für ihr Plakat „Brot für die Welt“. Für das Erreichen des zweithöchsten Niveaus beim Internationalen Chemiewettbewerb wurden Tobias Orzeszko (13c), David Huber (13 h), Laura Wieland (13 h), Sina Österling (13 d), Jonas Keller (13 h) und Oliver Nolte (13 h) ausgezeichnet.

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Schulskikurs in Kärnten

Frank Bröckl

Verletzungsfrei und viel gelernt – dieses positive Fazit konnten 60 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Sport und zweier Grundkurse am Ende  einer anstrengenden aber Erlebnis- und lehrreichen Woche ziehen, die sie im Rahmen des Schulskikurses nach Flattach (Österreich) in das Gebiet des Mölltaler Gletschers geführt hatte.
Nach umfangreicher theoretischer und praktischer Vorbereitung im regulären Sportunterricht stand dort unter der fachkundigen Anleitung der Sportlehrer Jan Hooss, Christof Trümner, Hans Werner Bruchmeier, Marc  Alexander Funk, Christoph Bickel und Frank Bröckl sowie der Sportstudenten Aline Bruchmeier und Konstantin Grote das Erlernen der Carving-Technik im Mittelpunkt. Eingeteilt in unterschiedliche Niveaugruppen absolvierten die Oberstufenschüler nach langer Nachtfahrt die ersten Schwünge zunächst auf der „Flattacher Streif“, einem Anfängerhügel, bevor es am darauffolgenden Tag auf den Gletscher ging. Zahlreichen Einsteigern gelang bereits hier der Wechsel von den kurzen Snowblades auf die regulären Ski, was für erste Erfolgserlebnisse sorgte. Die sehr wechselhaften Witterungsbedingungen bescherten den Jugendlichen zudem intensive Naturerlebnisse, die von strahlendem Sonnenschein über dichtes Schneetreiben mit schlechter Sicht bis hin zu Sturm und extremer Kälte reichten und aufgrund der zeitweiligen Sperrung des Gletschers ein Ausweichen in das benachbarte Skigebiet bei Mallnitz oder auf die „Flattacher Streif“ notwendig machten. An den Abenden standen neben der Pflege des Gemeinschaftsgefühls durch Tischtennisturnier und Gesellschaftsspiele auch Vorträge über das Verhalten auf der Skipiste, die Carving-Technik und alpine Gefahren (Lawinen) auf dem Programm. Dass die Schülerinnen und Schüler aufgrund der Wetterbedingungen auch bei der Abschlussprüfung gezwungen waren, ihre Lernerfolge beim Fahren auf der Kante auf dem Flattacher Übungshang zu demonstrieren, sollte sich am letzten Tag als glücklicher Umstand erweisen. Früher als geplant im Hotel zurück wurde ein Einbrecher auf frischer Tat ertappt, von einer Schülergruppe um Lehrer Hans Werner Bruchmeier nach kurzer Verfolgungsjagd gestellt und anschließend der Polizei übergeben, die die Zivilcourage des Weilburger „Sondereinsatzkommandos“ ausdrücklich lobte.
Jan Hooss, Leiter des Schulskikurses, zeigte sich abschließend mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden und würdigte neben dem großen Engagement von Schülern und Lehrern während der Woche besonders die Disziplin der Jugendlichen beim „Après-Ski“.

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„Bonn - die kleine Hauptstadt für Zwischendurch“

Andreas Pindur, Dorothee Bonkovski

Dieses Zitat von Friedrich Küppersbusch verleitete die Geschichte- und Erdkunde-Leistungskurse von Frau Bonkowski und Herrn Pindur dazu, sich die Entwicklung Bonns einmal genauer anzusehen. Während der Leistungskurs Geschichte seinen Schwerpunkt auf die jüngste Vergangenheit Deutschlands vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart legte, setzte der Erdkunde-Leistungskurs zeitgleich einen Schwerpunkt  auf das Thema Entwicklungszusammenarbeit.
Im „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ ermöglichte die neue  Dauerausstellung mit mehr als 7.000 Ausstellungsstücken und 150 Medienstationen den interessierten  Historikerinnen und Historikern  des Leistungskurses eine anschauliche Vertiefung ihres  im Unterricht erworbenen Wissens zur Zeitgeschichte  Deutschlands im internationalen Kontext. Der Ausstellungsrundgang ist chronologisch aufgebaut und umfasst gesamtdeutsche Themen ebenso wie die Geschichte des geteilten Deutschlands. Den roten Faden bildet die Politikgeschichte, Stationen zu den Bundestagswahlen dienen als wiederkehrende Orientierungspunkte. Interaktive Terminals luden die Schülerinnen und Schüler dazu ein, eigenständig zu entdecken. Zeitzeugen erschließen  unterschiedliche  Sichtweisen auf historische Ereignisse. Eine einleitende  Führung konnte nicht nur einen guten Überblick vermitteln, sondern auch den von den Schülern gewünschten Schwerpunkt der „Außenpolitik“ Rechnung tragen.
Die sich am Nachmittag anschließende Führung durch das ehemalige Bundeskanzleramt, dem Kanzlerbungalow und Palais Schaumburg waren ein tolle Ergänzung. Zu sehen, wo Konrad Adenauer und Willy Brandt gearbeitet,  Helmut Schmidt am „runden Tisch“ beraten  und Helmut Kohl gewohnt hat, waren interessante  Einblicke in die deutsche Nachkriegsgeschichte, eben jene Zeit als Bonn die „kleine Hauptstadt für zwischendurch war“ bevor sie vom großen Berlin darin abgelöst wurde.
Doch auch wenn Bonn nicht mehr Hauptstadt Deutschlands ist, so ist es heute Ort zahlreicher wichtiger  staatlicher und nichtstaatlicher Institutionen wie etwa der Welthungerhilfe, einer Nichtregierungsorganisation (NGO)  oder des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) . Beide  Organisationen konnte der Erdkundeleistungskurs besuchen. Die Schülerinnen und Schüler bekamen einen interessanten Überblick über die Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit und konnten in offenen Fragerunden die Unterschiede zwischen staatlicher und nicht-staatlicher Entwicklungszusammenarbeit vor Ort kennenlernen. Sie wurden durch fachkundige Vorträge mit Strategien, Problemen, Zielen und Zahlen konfrontiert und erhielten so einen guten Einblick in das Thema Entwicklungszusammenarbeit. „Durch unseren Besuch und die tollen Vorträge  habe ich einen viel besseren Überblick über die Aufgaben in der Entwicklungszusammenarbeit bekommen, es war eine sehr gute Ergänzung zu unserem Fachunterricht“ äußerte ein Schüler aus dem Erdkunde-Leistungskurs.
Aus diesem Grund bedanken sich die Leistungskurse bei Frau Bandsom von der Welthungerhilfe und Herrn Reuter vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die kompetenten und interessanten Vorträge und Führungen.

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Automatisierungspraktikum Siemens

Carolin Wehner

Vom 26. bis zum 29.01.2015 besuchte Herr Hahne, IT-Ausbilder der Firma Siemens, das Gymnasium Philippinum Weilburg, um 14 ausgewählten Schülern und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 zu zeigen, wie man Maschinen und Anlagen so programmiert, dass sie selbstständig und ohne den Eingriff eines Menschen betrieben werden können. Nach einem kurzen Vortrag über die Automatisierungstechnik sowie einer Vorstellung der Arbeit der Siemens AG startete Herr Hahne mit einer Einführung in die Steuerung der LOGO!, eine kleine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) der Siemens AG. Mit der Software LogoSoftComfort konnten die Schüler einen grafischen Schaltplan aus logischen Gattern per Drag and Drop zeichnen. Ob Treppenlichtschalter, Auswahlschaltungen, Zahnradschmierungen, Pressen, Temperaturüberwachungen oder sogar periodische Drehzahlmessungen eines Wasserrades – all dies konnten die Schüler in den nächsten Tagen programmieren und auf einer LOGO! simulieren. All diese dafür programmierten Schaltpläne bestanden größten Teils aus einfachen Bausteinen wie AND-, OR-, XOR-, NOT-, NAND- oder NOR-Schaltungen. Nach und nach lernten die Schüler kompliziertere Bausteine wie Selbsthalterelais, flankengetriggerte Wischrelais, Impulsgeber, Vorwärts-/Rückwärtszähler, Zufallsgeneratoren, analoge Komparatoren und analoge Schwellwertschalter kennen. Am dritten Tag wurde die praktische Phase mit einem Vortrag über das breite Spektrum an Berufen der Siemens AG und die dort vorhandenen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten von Herrn Bach beendet.Am letzten Tag wurde das Automatisierungspraktikum mit einer Exkursion zur Licher Privatbrauerei abgeschlossen. Hier konnten die Schüler/-innen die Siemens-Steuerungen, die sie bisher nur vereinfacht simuliert hatten, in einem großen Betrieb in Aktion betrachten. Die Maschinen und Roboter, die die Flaschen sortieren, waschen und wieder neu befüllen, waren nicht nur durch ihre Größe und Schnelligkeit sehr beeindruckend, sondern auch durch ihre fehlerfreien und automatischen Abläufe, die genau auf alle umliegenden Geräte abgestimmt sind. Darüber hinaus werden alle Vorgänge in der Brauerei von zwei Programmierern, deren Arbeit und Aufgaben sich die Schüler/-innen auch noch anschauen durften, ständig am PC überwacht. Im abschließenden Feedback wurde zur Optimierung des Praktikums lediglich ein breiteres Spektrum an Simulationsmöglichkeiten wie z.B. der Einsatz von Sensoren und Motoren vorgeschlagen, ansonsten zeigten sich alle Schüler begeistert über das Automatisierungspraktikum.

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Der berühmteste Gedankenstrich der deutschen Literatur

Volker Schmidt
 
Kafka, Kleist und Schiller, zwei Workshops und der Besuch in Schillers Geburtshaus in Marbach standen auf dem Programm des LK Deutsch unter der Leitung von Volker Schmidt.
Kleists Hypotaxen und seine zum Teil eigenwillige Zeichensetzung wurden am Nachmittag untersucht, nachdem sich die Schüler zuvor in der Ausstellung des Schiller Nationalmuseums über den Erstdruck des berühmtesten Gedankenstrichs der deutschen Literatur in Kleists „Die Marquise von O ...“ gebeugt hatten. Ein russischer Offizier „bot dann der Dame, unter einer verbindlichen, französischen Anrede den Arm, und führte sie, die von allen solchen Auftritten sprachlos war, in den anderen, von der Flamme noch nicht ergriffenen, Flügel des Palastes, wo sie auch völlig bewußtlos niedersank. Hier – traf er, da bald darauf ihre erschrockenen Frauen erschienen, Anstalten einen Arzt zu rufen; versicherte, indem er sich den Hut aufsetzte, daß sie sich bald erholen würde; und kehrte in den Kampf zurück.“ Für was der Gedankenstrich steht, lässt sich erahnen, wenn zuvor im Text von einer „Rotte“ Soldaten die Rede ist, welche die Marquise „unter den schändlichsten Mißhandlungen“ in eine dunkle Ecke drängen. Aber so einfach ist es eben nicht.
Am Vormittag hatte die Schülerinnen und Schüler im Literaturmuseum der Moderne Kafkas Roman „Der Process“ beschäftigt. Das Manuskript, Briefe und Lebenszeugnisse des Prager Schriftstellers im Museum bildeten den Hintergrund für eine Analyse der Schreibtechnik Kafkas am Beispiel ausgewählter Passagen. Angesprochen wurde auch der Einfluss solcher, bei der gewöhnlichen Schullektüre kaum beachteten, editorischen Erkenntnisse auf eine Interpretation des gedruckten Textes.
Zum Abschluss der Exkursion gab es noch den obligatorischen Besuch in Friedrich Schillers Geburtshaus.

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Januar 2015

Besuch im Historischen Museum Frankfurt

Silke Balkhausen-Pohlner

Am 11.11.2014 besuchte der Französisch LK mit Frau Balkhausen-Pohlner  die französische Ausstellung „Gefangene Bilder. Wissenschaft und Propaganda im Ersten Weltkrieg“, deren Eintritt von der Wilinaburgia gesponsert wurde.Die Schüler lernten vor allem anhand von Fotos, dass Kriegsgefangene aus den Kolonien untersucht und zu Recherchezwecken missbraucht wurden. Des Weiteren erfuhren sie etwas über die Stellung und Abneigung der Menschen dieser Zeit gegenüber diesen Kriegsgefangenen und Kämpfern der Kolonien, die vor allem aus Afrika kamen, da man sich auf französische Kriegsgefangene beschränkte. Es wurde außerdem von Spezialcamps erzählt, in die die Kriegsgefangenen der Kolonien gebracht wurden und in denen Propaganda betrieben wurde. So baute man beispielsweise in einem Camp in der Nähe von Berlin die erste Moschee in ganz Deutschland.Mit Bildern, Videos, Zeichnungen, Postkarten, Zeitungsausschnitten, Plakaten und auch Kinderbüchern wurde die Position der französischen Kriegsgefangenen in Deutschland eindrucksvoll verdeutlicht und die Schüler zeigten sich sehr interessiert.

Das Känguru springt am 19. März, in der 3. und 4. Stunde!

Frauke Nies

Das Känguru springt am 19. März, in der 3. und 4. Stunde! Der Känguru-Wettbewerb ist ein Multiple-Choice-Wettbewerb mit Aufgaben zum Knobeln, Grübeln, Rechnen und Schätzen, der vor allem den Spaß an Mathe wecken will. In diesem Wettstreit gibt es nur Gewinner, denn alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde und einen Erinnerungspreis – für die Besten gibt es Bücher, Spiele, Puzzles oder T-Shirts. Der Wettbewerb finanziert sich selbst; die gesamten Kosten für Vorbereitung, Organisation und Preise werden durch ein von jedem Teilnehmer zu entrichtendes Startgeld von 2 € getragen.
Weiter Informationen findest du hier: KÄNGURU-WETTBEWERB
Anmeldeschluss ist der 19. Februar. Alle weiteren Informationen erhälst du duch deinen Mathe-Lehrer / deine Mathe-Lehrerin.

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Erdkundekurs 11 Bickel auf Stadterkundung in Weilburg

Christoph Bickel

Die Kenntnis naturgeographischer Sachverhalte und Zusammenhänge in Bezug auf tektonische Prozesse, Klima und Wirtschaft ist ein Schwerpunktthema des Erdkundeunterrichts der  Jahrgangsstufe 11. Wie bitte??? Laaaangsam...Um diese doch zuerst für die Schüler doch sehr abstrakt klingenden Lehrplaninhalte mit Leben zu füllen unternahm der Erdkundekurs von Herrn Bickel am 28. November unter der Führung von Diplomgeophysiker Gerd Mathes eine Stadtexkursion durch das heimische Weilburg, um die im Unterricht behandelten Themen in frischer Luft zu erleben. Hierbei konnten sich die Schüler, zusammen mit einigen Austauschschülern und ihren zwei Lehrerinnen des Kasachstanaustausches, ein Bild der bis heute sichtbaren geologischen und klimatischen Vergangenheit unseres schönen Weilburgs machen.  

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Schülergruppe des Gymnasium Philippinum Weilburg bei der SIMEP in Berlin

Ramon Schuler, Aaron Rauchfuß, Frederik Hardt, Jonathan Behr (Christoph Kleiber, Bärbel Kamphausen-Muser)

Vom 14. – 18. November 2014 waren 19 politikinteressierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12/13 und 2 Lehrerinnen, Frau Kamphausen und Frau Kötz, des Gymnasium Philippinum in Berlin.

Nach sechs Stunden Unterricht am Freitagvormittag ging es für die Schüler los nach Berlin. Nach ca. sechs Stunden Zugfahrt waren wir endlich in Berlin angekommen. Samstag war der so genannte „Touri-Tag“. Die Schüler besuchten u.a. das Brandenburger Tor, das Holocaust-Mahnmal und den sogenannten „Tränenpalast“. Nachmittags war dann noch Zeit zum Shoppen, oder einfach Berlin zu genießen. Um 17.00 h trafen wir uns bei der Gedenkstätte „Topographie des Terrors“, wo wir unter fachkundiger Führung die Ausstellung über die Ideologie der Nazis und deren Auswirkungen auf das gesellschaftliche, politische, kulturelle Leben und schließlich auf die Existenz der Menschen anschauten.
Sonntag und Montag waren dann die „Spieltage“ der Simulation Europäisches Parlament, kurz SIMEP. Sonntagmorgen trafen sich alle Teilnehmer der SIMEP im Paul-Löbe-Haus. Nach der offiziellen Eröffnung der SIMEP fanden dann Beratungen in den Ländergruppen statt. Jeder Schüler hatte sich vor der SIMEP in jeweils eine Ländergruppe und eine Fraktion eingewählt, dessen Meinung sie während der SIMEP vertreten sollten. Nach den Beratungen wurden die einzelnen Länderpositionen allen Beteiligten vorgestellt. Danach fanden noch Beratungen in den Fraktionen und in den Fraktions-Arbeitsgruppen statt. Jede Fraktion hatte jeweils drei Arbeitsgruppen zu den Themen Migration, Klima- und Energiepolitik und Ökoverordnung. Am nächsten Tag tagten dann die verschiedenen Arbeitsgruppen im Abgeordnetenhaus von Berlin, um über ihre Vorschläge abzustimmen. Anschließend gab es noch einmal eine Fraktionssitzung, bevor dann eine Debatte im Plenum stattfand. Es wurde über die drei verschiedenen Themen diskutiert und abgestimmt.
So wurde unter anderem zum Thema Migration eine Erleichterung derjenigen legalen Zuwanderer, die dem Wirtschafts- und Arbeitsmarkt dienen, aber auch eine Bekämpfung der illegalen Zuwanderung gefordert. Zum Thema Klima- und Energiepolitik wurde unter Anderem die Forderung an die Mitgliedsstaaten der EU gestellt, als Ziel für die EU festzulegen, dass bis 2030 mindestens 30 % des Gesamtendenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Das Thema Ökoverord-nung brachte u. A. das Ergebnis im Plenum, dass keine aus GVO bestehenden oder aus GVO herge-stellten Erzeugnisse in Lebens-oder Futtermitteln oder als Pflanzenschutzmittelin der ökologi-schen/biologischen Produktion verwendet werden dürfen. Alle Debatten waren sehr leidenschaftlich geführt und nicht selten hatte die Parlamentspräsidentin einzugreifen.
Den Abschluss der SIMEP bildete wie immer die Elefantenrunde, eine Talkshow von TV Berlin, bei der jeweils ein Abgeordneter jeder Fraktion teilnahm. Dienstagmorgen traten dann alle die Heimreise an. In einem waren sich alle einig: Es waren vier erlebnisreiche und interessante Tage in Berlin, zu deren Finanzierung der Gymnasiale Schulverein und die Wilinaburgia in dankeswerter Weise beigetragen haben.

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Unterstufenschüler erwerben DAV-Kletterschein

Christoph Bickel

Trotz des kurzen Halbjahres konnten dieses Halbjahr wieder im Rahmen des Kletterangebots der Pädagogischen Mittagsbetreuung (PÄM) „Klettern - Vertrauen in sich und andere gewinnen“ 13 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 den Kletterschein „Toprope“ des Deutschen Alpenvereins (DAV) erwerben.
Der Erwerb dieses Scheines an der künstlichen Kletterwand der Kreissporthalle bildet den Abschluss der gemeinsamen Unterrichtsarbeit, in deren Rahmen Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen in sich und die Kletterpartner geschult wurden sowie Kletter- und Sicherungstechniken kennengelernt und eingeübt wurden.
Zum Bestehen der Prüfung mussten die Schüler nachweisen, dass sie die wichtigsten Seilkommandos, Knoten und Kletterregeln beherrschen sowie selbstständig klettern können. Außerdem mussten sie den sogenannte „Partner-Check“, das gegenseitige Überprüfen von Kletter- und Sicherungspartner vor dem Klettern, demonstrieren.
Die Schülerinnen und Schüler des GPW haben nun die Möglichkeit den von Betreibern künstlicher Kletterhallen geforderten Nachweis über das Beherrschen von Kletter- und Sicherungstechniken vorzulegen, um eigenständig klettern zu dürfen.
Kletterlehrer Christoph Bickel gratuliert allen Schülern zur bestandenen Prüfung und wünschte ihnen viel Spaß und Unfallfreiheit in der Vertikalen!

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Begeisterung kennt keine Grenzen

Emilie Breithecker, Alina d`Aveta und Gudrun Ehlert-Lorenz

Interessante Begegnungen, Kultur, Sport und Spaß- Was kann man mehr von einem Austausch verlangen?
Dalí, Gaudí, Sonne, Strand, Barcelona, Girona und der Montessori-Palau mit unseren Austauschschülern haben all dies beim diesjährigen Spanienaustausch, der vom 1.10.-8.10.14 mit 39 Schülern der Jahrgagsstufe 9 in Girona stattfand, garantiert. Auf Wunsch der Gastgeber bildeten die deutschen Schüler zwei Gruppen für die zwei spanischen Klassen mit beinahe identischem Programm, deren Programmpunkte  aber an unterschiedlichen Tagen durchgeführt wurden. Begleitet haben die Fahrt neben Frau Ehlert-Lorenz Frau Ekici, Herr Rudersdorf und Herr Cano.
In den Familien konnten die deutschen Schüler neue Eindrücke und Erfahrungen gewinnen und ihre Sprachkenntnisse ausprobieren. Am Wochenende sind viele Familien mit Ihren Gästen an die nahegelegene Costa Brava gefahren- einige wohnten sogar dort! Die vibrierende Großstadt Barcelona war ein weiteres Besuchsziel am Wochenende.
Es war besonders faszinierend für die deutschen Gäste, neue Essgewohnheiten und neues Essen auszuprobieren. Und (fast) immer strahlte ein blauer Himmel auf die deutschen Schüler herab!
Auf dem Programm standen neben einer Stadtführung durch Girona und dem Empfang durch die  Kulturvertreterin der Stadt Girona die Erkundung der Festung „Sant Ferran“. Dort wurde eine Gruppe mit Helmen ausgerüstet und los ging es in Jeeps zu einem unterirdischen See, den die Schüler  in Schlauchbooten überquerten. Besonders eindrucksvoll war das Dalí- Museum, das viele Schüler nicht als Museum im üblichen Sinne, sondern als einen Ort der Phantasie und der Philosophie empfanden. Die Sagrada-Familia in Barcelona mit ihrem lichtdurchfluteten Kirchenschiff und ihren baumartigen Säulen hinterließ bei den Schülern bleibende Spuren ebenso wie der „Parc Guell“, der Landschaftspark von Gaudí.
Der Schultag zeigte den deutschen Schülern eine Schulgemeinde, die vom Kindergartenalter bis zum spanischen Abitur ihren Schülern ein vielfältiges Angebot macht. Das selbstständige Lernen spielt dabei ähnlich wie bei uns eine zentrale Rolle, ebenso wie soziale Verantwortung und Gemeinschaftsgefühl. Besonders gefallen hat den deutschen Schülern der in der Sonne blau schimmernde Swimming-Pool und der Trinkbrunnen auf dem Schulhof. Im gemeinsamen Unterricht wurde Sport gemacht und Katalan geübt. Weiter auf dem Stundenplan standen ein Vortrag über Dalí und ein Empfang, bei dem sich die spanischen und die deutschen Gruppen in einer Präsentation vorstellten. Für die Deutschen sprachen Antoinette Zimmermann, Tim Niesen und Davin Heiland.
Auf dem Schulgelände und im Unterricht fiel auf, dass die Schule auf dem Gebiet der Medienerziehung andere Wege geht als bisher das GPW: Die Schüler nehmen zu vorher vereinbarten Unterrichtsstunden ihre Laptops mit und arbeiten während des Unterrichts damit. Auf dem Schulgelände ist es keinem der Deutschen sofort aufgefallen: Die Schüler dürfen ihre Handys auch (bei Einhaltung einiger Regeln) draußen in der Pause benutzen.
Dieses Jahr haben die deutschen Austauschschüler sogar direkt etwas mit der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung zu tun bekommen, als  nämlich eine Gruppe während ihres Barcelona-Aufenthalts mitten in eine Pro-Katalonien-Demo hineingeriet. Die Demo verlief aber friedlich, sodass sie als zusätzliche Attraktion  mit ins Programm genommen wurde. Die begleitende katalanische Schulleiterin war sichtlich stolz auf das friedvolle Auftreten ihrer vornehmlich jungen Landsleute.

Die Schüler und Kollegen freuen sich schon auf den Gegenbesuch der Katalanen im Frühjahr 2015!

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LK Geschichte und Erdkunde der Klassenstufe 12 auf Exkursion im Ruhrgebiet

Christoph Bickel

24 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Erdkunde von Herrn Bickel und 9 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte von Frau Kanthak der Klassenstufe 12 haben am 8. und 9. Dezember eine fächerübergreifende Exkursion ins Ruhrgebiet unternommen. Dabei konnten die Schüler am Montag mit Hilfe einer Stadtführerin des Regionalverbandes Ruhr das Revier unter den Aspekten Industrialisierung und Strukturwandel kennenlernen. So untersuchte die Gruppe am Montag hierfür u.a. die neue Mitte Essens, das Krupp-Viertel, eine alte Bergbausiedlung und den Landschaftspark Duisburg Nord – eine ehemalige Eisenhütte, von dessen Hochöfen die Schüler einen Überblick über das Ruhrgebiet hatten.  Am Dienstag stand ein Besuch der Villa Hügel, dem ehemaligen Familiensitz der Kruppfamilie in Essen, des „Centros“ in Oberhausen und des Bergbaumuseums in Bochum auf der Tagesordnung. Hierbei konnten sich die Schüler die im Unterricht thematisierte Zeit der Industrialisierung und die Auswirkungen des sektoralen Strukturwandels besser vorstellen.

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Politikkurs des Gymnasium Philippinum Weilburg besucht den Bundestag

Hans-Werner Bruchmeier

Zwanzig Schülerinnen und Schüler des „Politik und Wirtschaft – Kurses“ der Jahrgangsstufe 13 des Gymnasium Philippinum Weilburg besuchten auf Einladung Bundestagsabgeordneten Markus Koob (CDU) den deutschen Bundestag. Schon am Anreisetag wurde das Motto der Fahrt „Deutsche Geschichte erleben um die Gegenwart zu verstehen“ deutlich. Politiklehrer Hans Werner Bruchmeier machte mit seinen Berlin-Erfahrungen in der geteilten Hauptstadt den Verlauf der Mauer und die Bedeutung des Brandenburger Tors und die Tage des Mauerfalls greifbarer. Das Holocaust-Mahnmal in unmittelbarer Nähe leitete den Besuch der Ausstellung „Topographie des Terrors“ ein, in der die Verbrechen der Nazi-Zeit und die grauenvolle Geschichte des Warschauer Ghettos eindrucksvoll illustriert sind, machte viele der Jugendlichen betroffen und nachdenklich. Mit fast zwei Stunden geriet der anschließende Besuch der Ausstellung „Wege-Irrwege-Umwege“ im Deutschen Dom am Gendarmenmarkt fast zu kurz. Diese Ausstellung verdeutlicht ausführlich und spannend die jüngere deutsche Geschichte seit 1945 in Ost- und West.

Die tatsächlichen Ausmaße der Berliner Mauer und die Abriegelungen im S-Bahn-System  konnten sich die Schülerinnen und Schüler am nächsten Morgen an der Mauer-Gedenkstätte „Bernauer Straße“ ansehen bevor sie in die Aktualität zurückgeholt wurden. Auf der Besuchertribüne im Reichtagsgebäude verfolgten sie eine Sitzung des Bundestages, in der abschließend über den Haushalt 2015 beraten wurde und informierten sich über Strukturen und Abläufe des Deutschen Bundestages.
Das Gespräch mit Markus Koob MdB verlief für die Schüler überraschend locker und ehrlich, in dem er seinen Weg durch die Politik bis zu seinem Mandat im Bundestag erläuterte und dann auch viele aktuelle Fragen zur nationalen Politik, zur Problematik in Ukraine und Syrien, aber auch speziell zur regionalen Themen wie der geplanten Neuregelung der Bundeswasserstraßen diskutierte.
Der anschließende Rundgang in der Kuppel des Reichstagsgebäudes brachte interessante Eindrücke von der Bundeshauptstadt.
Nach einem Essen in der Bundestagskantine im Paul-Löbe-Haus endete das offizielle Tagesprogramm mit einem Besuch der Abendandacht im eindruckvollen Berliner Dom.
Wie am Vorabend nutzte die Gruppe die Gastronomie am Hackeschen Markt zum gemeinsamen Gedankenaustausch, ehe am dritten Tag nach einer kurzen Shoppingrunde am Kurfürstendamm die Heimreise angetreten wurde.

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Schülerplakate zu Traumberufen – Ausstellung in der Sparkasse

Dr. Eike Kehr

Unter dem Titel "Traumberufe" werden zurzeit 24 Schülerplakate in der Kubacher Geschäftsstelle der Kreissparkasse Weilburg ausgestellt. Die Plakate sind im Rahmen der Projektwoche in der Jahrgangsstufe 9 entstanden und informieren über den beruflichen Alltag, die Arbeitsbedingungen und die benötigten Voraussetzungen in verschiedenen Berufen. Die Ausstellung kann bis Ende Januar 2015 besucht werden. Eine digitale Galerie der ausgestellten Plakate finden Sie hier.

Dezember 2014

Austausch mit Privas

Volker Schmidt

„Man lernt einander kennen, wenn man sich besucht“, meinte Oberstudiendirektor Dietrich Heese bei der Begrüßung der Schülerinnen und Schüler aus Weilburgs Partnerstadt Privas anlässlich des vom 11.12. bis 19.12. stattfindenden Schüleraustauschs. Stimmungsvoll umrahmten die Philippinum Voices unter der Leitung von Michael Glotzbach die Veranstaltung.

Der Dank des Direktors ging dabei einmal mehr an Oberstudienrätin Ulrike Fuhrmann Grote, in deren bewährten Händen die Organisation des Austauschs lag, an ihre Kolleginnen Konstanze Keul und Ulrike Tielesch, besonders aber auch an die Gastfamilien, ohne die das Austauschprogramm nicht möglich sei.

Ein abwechslungsreiches Programm führte die französischen Gäste und ihre deutschen Gastgeber nach Diez, Limburg, Frankfurt und Mainz. Am Mittwoch begrüßte Weilburgs Bürgermeister Hans-Peter Schick die französischen Gäste im Heimat- und Bergbaumuseum. Anschließend besichtigten sie das Residenzschloss und das Museum.

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Euroscola - Schüler als Parlamentarier

Volker Schmidt

Für einen Tag waren Schüler des Gymnasiums Philippinum Abgeordnete des Europaparlaments in Straßburg. Der Grundkurs Politik und Wirtschaft von Carmen Rosenstiel-Stahl hatte an einem Plakatwettbewerb teilgenommen und so das Ticket für das Treffen gewonnen. Aus 19 EU-Ländern, von Finnland bis Zypern, von Spanien bis Estland waren über 500 Schüler angereist, um am 11. Dezember die Arbeit eines Europaabgeordneten genauer kennenzulernen.

Nach einer Vorstellungsrunde im Plenarsaal des Parlaments zogen sich die bunt zusammengewürfelten Gruppen zurück, um in sechs Ausschüssen Beschlussvorlagen zu erarbeiten. Es ging um Umwelt und erneuerbare Energien, Lebensmittelverschwendung, die Zukunft Europas, Informationsfreiheit, Migration und Integration sowie Jugendarbeitslosigkeit.

Am Ende eines langen Parlaments-Tages handelten die Teilnehmer fast schon wie professionelle Parlamentsmitglieder, auch wenn der Abgeordnete auf Platz 647 die Gelegenheit nutzte für den Abgeordneten 646 mit abzustimmen. Dieser hatte seine Chipkarte im Abgeordnetenpult stecken lassen. Abgelehnt wurde der Antrag, Englisch als einzige Amtsprache einzuführen und die Vorschläge zur Verminderung der Jugendarbeitslosigkeit. Hier befürchtete die Mehrheit, eine zu große Mobilitätsförderung könne eine Abwanderung von Jugendlichen in wirtschaftlich florierende Mitgliedsstaaten bewirken.

Die Verhandlungen im Plenum und den Ausschüssen wurden in Englisch, Französisch und Deutsch geführt, was nicht nur die Bedeutung der wechselseitigen Verständigung unterstrich, sondern auch Gelegenheit zu einem interkulturellen Dialog bot. Besonders beeindruckte die Weilburger die zypriotische Gruppe. Ihre Mitglieder, Verteter beider Nationalitäten der geteilten Insel, arbeiteten einträglich zusammen und waren ein Vorbild für die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.

Den Anreisetag nutzte die Gruppe zu einem Bummel durch das vorweihnachtliche Straßburg, der mit einem Flammkuchen-Essen beendet wurde.

Euroscola

Das Europäische Parlament rief 1989 das Euroscola-Projekt ins Leben. Jährlich nehmen tausende Schüler zwischen 16 und 18 Jahren aus allen 28 Mitgliedstaaten der EU an den Veranstaltungen in Straßburg teil. Sie arbeiten als Europa-Abgeordnete und sammeln Erfahrungen über die Entscheidungsprozesse und die Arbeitsweise des Parlaments. Die Teilnahme ist der Preis für den Gewinn in einem vom Informationsbüro des Parlaments in jedem Mitgliedstaat ausgeschriebenen Wettbewerb.

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Medien- und Lernzentrum (MLZ) offiziell eröffnet

Frank Bröckl/Volker Schmidt

Hell, freundlich und großzügig dimensioniert: So präsentierte sich das über dem ehemaligen Atrium neu errichtete Medien- und Lernzentrum des Gymnasium Philippinum bei seiner feierlichen Eröffnung den zahlreichen geladenen Gästen. Stilecht stimmte zunächst der Leistungskurs Musik der Jahrgangsstufe 12 (Leitung Michael Glotzbach) die Anwesenden mit einem Percussion-Vortrag auf die Veranstaltung ein, dienten doch hierbei Bücher als Instrumente. Die stellvertretende Direktorin Renate Geil sprach im Rahmen ihrer Begrüßung dann auch vom „neuen Schmuckstück der Schule“ und betonte, dass die Förderung der Lesekultur ein ganz zentrales Anliegen der Schule sei. Ihr Dank galt zunächst dem durch Andrea Altenhofen vertretenen Kreis Limburg-Weilburg als Bauträger sowie der „Wilinaburgia“ und ihrem Vorsitzenden Eugen Rudolf Ancke für die großzügige finanzielle Unterstützung. Sie dankte als wichtigen Kooperationspartnern auch der Kreis- und Stadtbücherei und der Residenzbuchhandlung, die durch Christiane Henss und Joachim Kinedt vertreten waren. Eine besondere Würdigung erfuhren an dieser Stelle, neben den anwesenden „Lesebeauftragten“ aus allen Klassen der Schule, das „MLZ-Team“, repräsentiert durch Dr. Wolfgang Jordan, Judith Koch Dennis Kunz, Frauke Nies und Astrid Schweitzer mit der verantwortlichen Leiterin Gudrun Ehlert-Lorenz für die überaus engagierte und stets kreative Arbeit. Gudrun Ehlert-Lorenz selbst erläuterte im Anschluss kurz die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des „im Herzen der Schule“ platzierten Medien- und  Lernzentrums und gab einen Ausblick auf zukünftige Projekte. Sie dankte insbesondere Frauke Nies für ihre kontinuierliche engagierte Unterstützung sowie die Gestaltung des literarischen Adventskalenders und auch Zecirja Muharemi, der sich während der Öffnungszeiten mit großem Engagement unter anderem um die Ausleihe der Bücher und die vielfältigen Anliegen der Schülerinnen und Schüler kümmere. Bruno Götz, Erster Stadtrat, überbrachte in Vertretung von Bürgermeister Hans-Peter Schick die Grüße und Glückwünsche der Stadt Weilburg. In seinen Worten betonte er die Bedeutung der Schulen für die „Schulstadt Nr. 2“ im Kreis. Die Stadt Weilburg sei hier grundsätzlich stets um Unterstützung bemüht, was sich auch an der Sanierung des Hallenbades und dem geplanten Kunstrasenplatz im Weilburger Stadion festmachen lasse. Bevor Eugen Rudolf Ancke sein Grußwort für den Verein der Freunde und Ehemaligen des Gymnasiums „Wilinaburgia“ sprechen konnte, wurden noch Lilian Brade (Klasse 7b) als Gewinnerin des Lesefotowettbewerbs und David Sluka (Klasse 6c), der Sieger des Vorlesewettbewerbs der Klassen sechs, mit Urkunden geehrt. Ancke verwies anschließend auf die enge Verbindung der „Wilinaburgia“ zum Medien- und Lernzentrum von Anfang an, dessen finanzielle Förderung dem Verein auch weiterhin ein wichtiges Anliegen sein werde. Krönender Abschluss des offiziellen Teils war der Vortrag von Frederike Neu, Clara Lang und Carla Schuld (alle Klasse 7a), die als Sieger des Balladenwettbewerbs der Klassen sieben Fontanes „Die Brück‘ am Tay“ mit musikalischer Umrahmung präsentierten. „Offenes MLZ“ hieß es im Anschluss und alle Anwesenden hatten bei Plätzchen und Kuchen die Gelegenheit, sich selbst einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten der Einrichtung zu verschaffen, beim Blick auf die zahlreichen Bücher noch den einen oder anderen Lesetipp zu erhaschen oder selbst einen solchen zu hinterlassen.

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„Die Brück‘ am Tay“ musikalisch untermalt – Gewinner des Balladenwettbewerbs

Dennis Kunz

Die mittlerweile vierte Auflage des Balladenwettbewerbs der Jahrgangsstufe 7 am GPW, die am 27.11.2014 im ersten Obergeschoss des Spielmannbaus stattfand, brachte etliche exzellente Darbietungen hervor und fand im Trio Frederike Neu, Clara Lang und Carla Schuld (Klasse 7a) einen verdienten Sieger.
Die teilnehmenden Klassen 7a bis 7d hatten insgesamt 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ins Rennen geschickt, die sich zuvor im klasseninternen Wettstreit für den Balladenwettbewerb qualifiziert hatten. Die im Rahmen des Deutschunterrichtes auswendig gelernten Balladen durften nun noch einmal vor dem gesamten Jahrgang zum Besten gegeben werden.
Die Fachjury – bestehend aus dem „Stargast“, dem Frankfurter Goethe-Rezitator und Balladenexperten Jörg Lüdecke, Schulleiter Dietrich Heese und den beiden Deutschlehrerinnen Gudrun Ehlert-Lorenz und Sandra Linn – war voll des Lobes. Die dargebotenen Rezitationen überzeugten auf ganzer Linie und begeisterten Jury und Publikum gleichermaßen.
Neben eher klassischen Balladen Goethes, Schillers und Fontanes erweiterten beispielsweise Michelle Fust und Tina Bentele das Repertoire, indem sie sich weniger bekannten Balladen von Adelbert von Chamisso und Börries Freiherr von Münchhausen widmeten.
Verdiente Sieger des diesjährigen Balladenwettbewerbes wurden Frederike Neu, Clara Lang und Carla Schuld (Klasse 7a), die Fontanes „Die Brück‘ am Tay“ rezitierten, den Text dabei indes mit einer selbstkomponierten Melodie unterstützten, die sie auf Cello, Klarinette und Geige vorzutragen wussten.
Den zweiten Rang sicherte sich Michelle Fust (Klasse 7c) mit ihrer Version von „Das Riesenspielzeug“ von Adelbert von Chamisso, den dritten Platz teilten sich Johannes Cornelius (Klasse 7b, „Der Erlkönig“) und Jasmin Becker, Xenia Bettin und Verena Georg, die Goethes „Der Zauberlehrling“ in einer modernen, gerappten Variante aufführten.
Aber auch allen anderen Schülerinnen und Schülern, die am Wettbewerb teilnahmen, gebührt ein großes Lob für ihre Kreativität und ihr Engagement. Alle Mitwirkenden erhielten Buchpreise, die dankenswerterweise von der Wilinaburgia zur Verfügung gestellt wurden, den Siegern konnte überdies ein Klassenfußball überreicht werden.
Dem Sieger-Trio winkt überdies noch eine weitere Ehre: Sie dürfen bei der offiziellen Eröffnung des neuen Medien- und Lernzentrums, die am Freitag, dem 05.12.2014, stattfindet, ihre Ballade noch einmal darbieten.
Man kann den Balladenwettbewerb inzwischen als etabliert betrachten, sodass sicherlich auch der kommende Jahrgang 7 im nächsten Jahr wieder um die Wette rezitieren wird. Jörg Lüdecke, der alljährlich den Weg aus Frankfurt ins beschauliche Weilburg auf sich nimmt, hat eine weitere Zusammenarbeit bereits zugesagt und wird auch im Jahre 2015 als Jury-Mitglied zur Verfügung stehen.

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Erfolge beim Informatik-Biber-Wettbewerb

Johannes Langner

In der Woche vom 10.11.-14.11.14  haben über 100 Schüler unserer Schule am Informatik-Biber-Wettbewerb mit zum Teil gutem und sehr gutem Erfolg teilgenommen. Bei diesem Wettbewerb arbeiten die Teilnehmer allein oder zu zweit am PC. Sie erhalten 18 Aufgaben (6 mit leichtem, 6 mit mittlerem, 6 mit hohen Anforderungsniveau), die sie innerhalb von 40 Minuten lösen müssen. Die Auswertung erfolgt digital. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Logisches, problemlösendes, informatisches Denken in unterschiedlichen Anwendungssituationen wird bei diesem Wettbewerb geschult. So musste z.B. ein möglichst kostengünstiger Weg über öffentliche und private Brücken, die minimale Anzahl von Sendemasten für ein Funknetz, die optimale Auslastung zweier Kontainerschiffe oder die richtige Reihenfolge von Aktionen einer feierlichen Zeremonie unter bestimmten Bedingungen gefunden werden.
Volle Punktzahl (216 Punkte) erreichten in diesem Jahr Carolin Wehner (11e) und Alexander Wagner (11f). Sie werden mit einem ersten Preis belohnt werden. Dicht dahinter folgen: Jonathan Sattler (9b, 208 Punkte), Leon Riedl (9b, 208 Punkte), Sejin Groll (8b, 204 Punkte) Valentino Zöllner (11f, 200 Punkte), Till Schönwetter (11e, 200 Punkte), Tobias Wolf (11b, 200 Punkte), Markus Rudolph (9e, 200 Punkte), Fabian Diegmann (9e, 200 Punkte).

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Grundschulnachmittag

Frank Bröckl

Kommen meine ehemaligen Schützlinge auf dem Gymnasium zurecht? Habe ich die richtige Empfehlung gegeben? Diese und ähnliche Fragen dürften viele Lehrerinnen und Lehrer der Grundschulen bewegen, wenn sie einen Teil der von ihnen unterrichteten Kinder am Ende der vierten Klasse an das Gymnasium Philippinum abgeben. Gelegenheit zum Austausch über diese und viele andere pädagogische Aspekte mit den nun in der Klassenstufe 5 unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen bot der alljährlich durchgeführte Grundschulnachmittag. Um das leibliche Wohl kümmerte sich wie in jedem Jahr Christian Kluth und so bestand bei Kaffee und Kuchen zunächst die Möglichkeit sich kennen zu lernen und erste Kontakte zu knüpfen. Nach der Begrüßung durch Susanne Neusser – verantwortliche Leiterin der Jahrgangstufen 5 und 6 – fanden dann die eigentlichen Gespräche über die Schülerinnen und Schüler und ihren Start am GPW in den Klassenräumen der neuen Sextaner statt. In diesen Gesprächsrunden werden auch immer wieder Themen angeschnitten, die über den einzelnen Schüler hinausgehen und so ist es auch ein Ziel dieses Tages den Übergang zwischen Grundschule und Gymnasium im Auge zu behalten und problemloser zu gestalten.

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Kletterexkursion nach Gießen

Christoph Bickel

Im Rahmen des Sportkurses der Jahrgangsstufe 13 „Vertrauen in sich und andere gewinnen“ fand am Freitag, den 14.11.´14 unter der Leitung von Herrn Bickel eine Exkursion zur Kletterhalle des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Gießen statt. An diesem außerschulischen Lernort konnten die Schülerinnen und Schüler nochmals die Möglichkeit zur Vertiefung und Anwendung der gemeinsamen Unterrichtsarbeit nutzen, in deren Rahmen Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen geschult sowie Knoten- und Seiltechniken kennen gelernt und eingeübt wurden. Hier konnten die jungen Kletterer des Grundkurses Sport von Herrn Bickel die erworbenen Fähigkeiten beim Top-Rope-Klettern und Abseilen an der künstlichen Kletterwand der Alpenvereinshalle und des Kletterbunkers zur Anwendung bringen. Natürlich war neben einer Portion Adrenalin auch viel Spaß dabei.

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen am Gymnasium erstmals im neuen Medien- und Lernzentrum

Gudrun Lorenz

Die Klassensieger der 6. Klassen am Gymnasium Phlippinum Weilburg haben am Freitag, den 28.11.14 alles gegeben, um Schulsieger im Vorlesen zu werden! Doch gewinnen konnte nur einer: David Sluka (6c) heißt der neue Champion 2014 im Vorlesen.  Doch auch Yannik Schuster (6b), Hatice Yildirim (6a), Felix Wohlert (6d) und Lennart Rücker (6e) können sich über ihre Leseleistung freuen, schließlich haben sie sich alle erfolgreich im Vorlesen in ihrer Klasse hervorgetan. Alle Klassensieger bekamen daher beim Vorlesewettbewerb im neuen MLZ eine Urkunde überreicht, am Ende des 1. Halbjahres  folgt die Auszeichnung mit einem Buchgutschein, gestiftet von der Wilinaburgia, dem Verein der Ehemaligen und Freunde des GPW. Der Schulsieger hat dieses Jahr besonders großes Glück: Er darf bei der Neu-Eröffnung des Medien- und Lernzentrums (MLZ)  am 5.12.14 dabei sein und bekommt dann auch seine Urkunde überreicht.
In vorweihnachtlicher Atmosphäre wurde im MLZ des Gymnasiums vor den Schülern der 5a und der 5e vorgelesen.  Wie die Organisatorin und Moderatorin der Veranstaltung, Frau Gudrun-Ehlert-Lorenz, erklärte, wird aus dem Jahrgang des diesjährigen Publikums das Vorleseteam des nächsten Jahres hervorgehen. Sie verwies zudem auf zahlreiche Attraktionen im MLZ: Der literarische Kalender, hergestellt von Frau Nies, wird in der Adventszeit mit jedem Tag dem Besucher des MLZ einen neuen Lesetipp der Kollegen und Schüler präsentieren. Am noch leeren Tannenbaum werden ab Freitag viele Lesetipps hängen. Bei der Neu-Eröffnung des MLZ sollen nämlich alle Gäste- ob Bürgermeister, Lesebeauftragte (=Schüler der Klassen 5-9) oder Kollegen- ihr Lesetipps an den Weihnachtsbaum im MLZ hängen.
Die Jury der Veranstaltung war hochkarätig besetzt: Frau Habib von der Residenzbuchhandlung stellte außerdem  wieder zwei tolle Bücher vor (s.u.), Frau Henss von der Kreis- und Stadtbücherei kommt immer wieder gerne, Frau Geil vertrat die Schulleitung, Frau Griebel-Klein und Frau Ehlert-Lorenz repräsentierten die Deutschkollegen und Herr Walther die Naturwissenschaften.
Die Schüler haben in der ersten Runde des Wettbewerbs aus selbst ausgewählten Büchern vorgelesen, deren Titel unten genannt werden und die im MLZ auf einem Sondertisch ausgestellt werden. Danach haben alle Schüler aus einer Kurzgeschichte als Fremdtext vorgelesen, wobei des um eine Mutprobe unter Jugendlichen ging.

Büchertipps (vorgestellte Bücher beim Vorlesewettbewerb), vorwiegend 5./6. Klasse:

Frau Habibs Büchertipps (=Residenzbuchhandlung):
Lene Kaaberbol: Wildhexe. Die Feuerprobe.    
Jochen T. Zapf: Spackos in Space (=Comic-Roman).
Die Klassensieger haben gelesen aus:
Kari und Tui T. Sutherland: Magic Park- Das Geheimnis der Greifen.
Cliff Millard: Falsches Spiel auf Glenbroke Castle.
Megan und Henry W. Stine: Die drei Fragezeichen und der gekaufte Spieler.
Matt Haig: Im Schattenwald.
Hagen Röhrig: Kai Flammersfeld und die Transsylvanischen Schicksalskekse.

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November 2014

Ausflug der Fachschaft Erdkunde

Nicole Jung

Am Samstag, 15. November 2014, unternahmen die Geographen ihren alljährlichen Ausflug im November. Vom Treffpunkt am Weilburger Bahnhof aus ging es per Buschen und Auto nach Höhr ins Keramikmuseum. Die Führung war interessant und lehrreich! Anschließend wurde die Tongrube bei Montabauer besichtigt, was neben schlammigen Schuhen zu tollen Eindrücken führte! Zurück in Weilburg, bildete das gemeinsame Essen im Tommys einen gelungenen Abschluss des Ausflugs!

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Erfolgreiche Teilnahme an der Lions-Quest Fortbildung in Weilburg

Nicole Jung

Sieben Lehrer/innen des GPW nahmen von Donnerstag, 6.11.14, bis Samstag, 8.11.14, an der Lions-Quest Fortbildung in Weilburg teil. Die Klassenlehrer/innen Frau Heun, Frau Jung, Frau Kanthak, Frau Metzger, Frau Rosenstiel-Stahl, Frau Theobald sowie Herr Freihold machten sich mit dem Programm "Erwachsen werden" für die Sekundarstufe 1 vertraut und erarbeiteten u.a. Beispieleinheiten, die präsentiert und reflektiert wurden. Schwerpunkte des Programms bilden der Aufbau einer Klassengemeinschaft, die Stärkung des Selbstvertrauens, der Umgang mit Gefühlen, das Verhältnis zu Freunden und Familie sowie die Suchtprävention und das Treffen eigener Entscheidungen.
Am Ende der Fortbildung erhielten die Lehrkräfte den Lions-Quest Ordner sowie zahlreiche Ideen für die Gestaltung des eigenen Unterrichts.

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Exkursion nach Freiburg

Leistungskurs Erdkunde

Im Rahmen der Projektwoche 2014 am GPW unternahm der Erdkunde Leistungskurs unter der Leitung seines Tutoren, Herrn Bickel, eine Exkursion zum Thema Stadtentwicklung in den Südwesten Deutschlands nach Freiburg im Breisgau. Auf dem Weg dorthin machten die Schüler noch einen kurzen Zwischenstopp in der heidelberger GIS-Station, um dort unter fachkundiger Anleitung zu erfahren wie moderne Satellitenbilder entstehen und gezielt ausgewertet werden können. Danach ging es mit dem Zug direkt weiter nach Freiburg, welches trotz des andauernden Bahnstreikes mit viel Glück erreicht wurde. Nach einer Übernachtung im Black Forest Hostel begab sich der Leistungskurs am nächsten Tag per Rad auf eine Stadtführung durch Freiburg. Vorrangige Themen waren hierbei die Stadtentwicklung sowie die Entstehung des Stadtteils Vauban. Dieser war bis zur Wiedervereinigung noch eine französische Kaserne, wurde aber unter großer Bürgerbeteiligung umgebaut, und stellt heute einen der innovativsten Stadtteile Freiburgs dar. Direkt nach dem Abschluss der Stadtführung ging es für die Gruppe zurück nach Weilburg, das am Abend ohne Verspätung erreicht wurde.

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Oktober 2014

Studium, Ausbildung, oder gar Unternehmensgründung - wie geht es weiter nach dem Abitur?

Dr. Eike Kehr

Im Rahmen eines innovativen Projektes zur Studien- und Berufsorientierung informierten sich die Zwölftklässler des Weilburger Gymnasiums Philippinum über Bildungswege nach dem Abitur. Der besondere Clou dabei: die aktive Einbindung zahlreicher Experten aus Wirtschaft und Hochschulen sowie ehemaliger Schüler des Gymnasiums.

Was sind eigentlich die Unterschiede zwischen Universität und Fachhochschule? Worin liegen Vor- und Nachteile eines dualen Studiums? Wie werde ich vom Abiturient zum Start-Up-Unternehmer? Um Fragen wie diese zu klären, hatte Projektleiter Dr. Eike Kehr eine Vielzahl externer Referenten eingeladen, die den Schülern im Rahmen unterschiedlichster Workshops Rede und Antwort standen. Vertreten waren Studienberater der umliegenden Hochschulen, Berufsberater der Agentur für Arbeit und ein Personalchef von Siemens. Daneben gab es Angebote zu den Themen Unternehmensgründung und Freiwilligendienste.
Um die erhaltenen Informationen durch eine subjektive, persönliche Sichtweise zu ergänzen, erhielten die Schüler dann Gelegenheit, sich mit früheren Abiturienten des Gymnasiums über deren Bildungswege zu unterhalten. Fünfzehn Ehemalige, die selbst erst vor kurzem ihr Abitur absolviert hatten, waren dem Ruf ans Philippinum gefolgt, um aus persönlicher Erfahrung über Studiengänge, Ausbildungen und Freiwilligendienste zu berichten.
Unter anderem warfen die Schüler im Workshop "Lehramtsstudium" einen ersten Blick auf Prüfungsordnungen und Vorlesungsverzeichnisse;  im Workshop "Kranken- und Gesundheitspfleger" durften sie sogar selbst anpacken, Blutdruck und Blutzuckerspiegel messen und beim Anlegen eines Gipsverbandes helfen.
"Das war interessant und wirklich hilfreich, vor allem der Teil mit den Ehemaligen," fasst eine Teilnehmerin die Projekttage zusammen. "Ich denke, ich weiß jetzt schon genauer, was ich nach dem Abitur machen möchte." Einer der Referenten ergänzt: "Ich war froh, helfen zu können, zumal diese Veranstaltung im vorletzten Jahr mit dafür verantwortlich war, dass ich mein duales Studium bei den Weilburger Coatings begonnen habe." Ein schöneres Fazit können sich Organisator Dr. Kehr und der Förderverein Wilinaburgia, der das Projekt seit Jahren tatkräftig unterstützt, kaum wünschen.

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September 2014

Schüler gehen auf Tuchfühlung mit der Berufswelt

Dr. Eike Kehr

Journalist, Pilot, oder doch Game Designer? – Zehn Berufstätige standen den Neuntklässlern des Weilburger Gymnasiums Philippinum bei der Suche nach ihrem Traumberuf Rede und Antwort und gaben Einblicke in den beruflichen Alltag.

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Richter werden zu können? Wie sieht der Alltag eines Psychologen aus? Und was verdient man eigentlich als Architekt? In kleinen Gruppen gaben die Referenten zu diesen und ähnlichen Fragen Auskunft, berichteten über Vor- und Nachteile ihres Berufes und erzählten aus dem beruflichen Alltag. Typische Aspekte der Berufsbilder wurden häufig praktisch vermittelt – so durften die Schüler zusammen mit der Zeitungsredakteurin eine
Welche Berufe zu den Projekttagen eingeladen werden, entscheidet sich anhand einer Wunschliste, die die Schüler vor den Sommerferien bei den Organisatoren einreichen. Neben einigen "Dauerbrennern" gebe es dabei auch immer Überraschungen, die das Team um Lehrer Dr. Eike Kehr und Jochen Riedel von der Elterninitiative Schule und Freizeit an Lahn und Dill e.V. vor einige Herausforderungen stellten. Besonders beliebt sei in diesem Jahr zum Beispiel der Beruf des Game Designers gewesen, erklärte Kehr. Glücklicherweise habe sich eine ehemalige Schülerin des Philippinums bereit erklärt, aus ihrem Berufsleben zu berichten.
Im weiteren Verlauf der Woche besuchten die Neuntklässler das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit und lernten dort die zuständigen Berufsberater kennen. Mit Experten übten sie, wie Vorstellungsgespräche und Bewerbungstests ablaufen. Die wichtigsten Informationen der Woche wurden auf Plakaten festgehalten, deren beste nun prämiert und später auch ausgestellt werden. In einigen Monaten folgt dann ein Betriebspraktikum.
Der Workshoptag und die Projektwoche, die seit vielen Jahren auch vom Ehemaligenverein Wilinaburgia, dem Filmtheater Delphi und der Kreissparkasse Weilburg unterstützt werden, stoßen bei Schülern, Eltern und Lehrern des Gymnasiums auf überaus positive Resonanz. Daneben liefern sie gelungene Beispiele dafür, dass solide Berufsvorbereitung auch am Gymnasium funktionieren kann.

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Schüler vom GPW besuchen Partnerstadt Privas in der Ardèche

Ulrike Fuhrmann-Grote

Vom 02.10. – 10.10.2014  besuchten 41 Schüler und Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 7 und 8 des GPW Weilburg in Begleitung von Frau Fuhrmann-Grote, Frau Keul  und Frau Maassen  Weilburgs Partnerstadt Privas/ Frankreich.
Die Deutschlehrerin am Collège Bernard de Ventadour – Ursula Jamet-  hatte ein schönes Programm zusammengestellt. Alle Schüler waren in Gastfamilien untergebracht. Sie konnten ihre Französischkenntnisse weiter ausbauen und neue Erfahrungen in den französischen Familien sammeln. Die Schüler mussten sich an das französische Essen ( welches nicht nur aus Baguette, Käse und Croissants besteht) gewöhnen, da die französische Küche  doch anders ist als die deutsche Küche. Insgesamt kamen jedoch fast alle Schüler gut in  ihren Familien zurecht. Allerdings war doch bei mehreren Schülern das Heimweh sehr groß, was auch noch erhöht wurde, da jederzeit SMS Kontakt nach Hause bestehen konnte .
Diese Mal standen eine Besichtigung von Aigues –Mortes, Baden im Mittelmeer in Le Grau du Roi, Besichtigung der Aven d’Orgnac mit den Schluchten der Ardèche, die Nougatfabrik in Montélimar und das Schloss von Grignan auf dem Programm.
Es wurde ebenfalls der Unterricht in der französischen Schule besucht, so dass sich jeder einen eigenen Eindruck verschaffen konnte und viele doch froh sind, dass sie im deutschen Schulsystem zur Schule gehen können.
Einen Vormittag besuchten die Schüler die Stadt Privas. Sie wurden im Rathaus empfangen und machten einen Erkundungsgang duch die Stadt.Am letzten Tag wurde von französischer Seite eine Abschiedsfeier  organisiert mit vielen leckeren, französischen Spezialitäten.Die deutschen Schüler können sich auf ein Wiedersehen mit ihren französischen Korrespondenten im Dezember in Weilburg freuen, wo die Weihnachtsmärkte  in der Region immer ein großes Interesse finden.
Ganz besonders danken wir der Wilinaburgia, der Stadt Weilburg und der Europaunion für die finanzielle Unterstützung des Austausches.

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Schüleraustauschfahrt nach Privas mit Frau Fuhrmann-Grote und Frau Keul

Katharina Lehr, Julia Maaß, Johanna Gombel

Vom 02.10.2014 bis 10.10.2014 sind 41 Jungen und Mädchen des GPW aus der jetzigen 7. und 8. Klasse zum Schüleraustausch nach Privas gefahren.
Am Abend wurden alle herzlich bei der Ankunft von ihren Gastfamilien, die am Collège in Privas warteten, empfangen. Wir sind alle mit einem mulmigen Gefühl mit der Gastfamilie nach Hause gefahren und haben noch am selben Abend viele neue Erkenntnisse gewonnen, wie zum Beispiel, dass die Franzosen einen anderen Kleidungsstil haben und das Essen generell anders schmeckt. Sie haben andere Gewürze.
Am nächsten Morgen haben viele die Erfahrung gemacht, morgens wird die Milch aus einer Schüssel (Bol) getrunken. An diesem Tag stand ein Ausflug der deutschen und französischen Schüler nach Aigues-Mortes mit anschließendem Picknick am Strand auf dem von Le Grau du Roi-Programm.
Das Wochenende stand allen zur freien Verfügung. Viele Schüler haben am Wochenende alleine mit den Familien oder mit einem anderen Korrespondenten Ausflüge in der Umgebung gemacht und freuten sich riesig, als sie am Montagmorgen die anderen Schüler bei dem Empfang beim Bürgermeister mit anschließender Stadtführung wiedersahen.
Das allgemeine Interesse an der Stadtführung war unterschiedlich. Leider waren am Montagvormittag alle Geschäfte geschlossen. Danach kamen wir in den Genuss, das Essen in der französischen Kantine zu probieren und stellten fest, dass es in Privas in der Kantine mehr und besseres zu essen gibt, als in unserer Kantine in Weilburg.
Am Dienstag sind wir durch die Schluchten der „Ardèche du Aven d‘ Orgnac“ gefahren und haben danach eine Grotte, tief unter der Erde, besichtigt. Danach durften wir ein bisschen durch die Stadt Aubenas schlendern, welche, wie wir finden, viele nette kleine Geschäfte hat.
Am Mittwoch haben wir teilweise einen positiven, aber auch negativen Einblick in das Schulleben der Franzosen gewonnen. Manche Lehrer haben sich Mühe gegeben, dass wir einen guten Eindruck von der Schule gewannen, das Negative war, dass die Lehrer viel strenger sind.

Am Nachmittag konnten wir mit den Korrespondenten etwas unternehmen, da die ganze Schule mittwochs nachmittags frei hat.
Viele freuten sich ganz besonders auf den Donnerstag, da wir nach Montélimar gefahren sind und dort in der Nougatfabrik sehen durften, wie Nougat gemacht wird. Wir durften es nachher sogar kosten. Danach haben wir in Montélimar gepicknickt und die Stadt besichtigt. Außerdem haben wir im Schloss Grignan eine Führung gemacht.
Am Abend wurde im Collège eine Feier mit den Familien zum Abschied der deutschen Schüler veranstaltet. Am Freitag sind wir dann alle zusammen morgens um 08.00 Uhr am Collège abgefahren. Wir fanden alle, dass es eine schöne Zeit war aber wir freuten uns alle wieder auf Zuhause.

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Schülerinnen und Schüler des GPW werden Lebensretter

Jörn Schweisgut, Karin Keilich

Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ nahmen rund 30 Schülerinnen und Schüler des GPW am Aktionstag „Ein Leben retten – 100 Pro Reanimation“ am Weilburger Krankenhaus teil.Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin des Weilburger Krankenhauses bildete die Gruppe in Wiederbelebungsmaßnahmen aus. Die Schülerinnen und Schüler waren bei der theoretischen Ausbildung und vor allem bei den praktischen Reanimationsübungen mit Begeisterung dabei. Bürgermeister Hans-Peter Schick unterstützte durch seinen Besuch die Aktion und motivierte die Schülergruppe zum aktiven Handeln in Notfallsituationen.
Neben praktischen und theoretischen Ausführungen in Wiederbelebungsmaßnahmen erhielten die Schülerinnen und Schüler bei einem kurzen Rundgang auch interessante Einblicke in die Notfallversorgung und den Schockraum des Krankenhauses. Dies erläuterte Herr van Briel, Oberarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Das Ausbildungsteam, bestehend aus den Anästhesistinnen Dr.J.Deuchert und Dr I.Günther und der Fachkrankenschwester M. Fröhlich, lobte das Engagement der Teilnehmer bei den Durchführungen der Übungen. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von Frau Keilich und Herrn Dr. Schweisgut, die den Schulsanitätsdienst am GPW leiten.

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Philippinum gewinnt Kreisentscheid

Frank Bröckl

Im Rahmen des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ konnten die jüngsten Fußballer des Gymnasium Philippinum (Jahrgänge 2003/2004) auf dem Elzer Sportgelände das Turnier auf Kreisebene für sich entscheiden und qualifizierten sich damit für die Teilnahme am Regionalentscheid. Bereits zu Beginn hatten die Jungs um Torwart Jonas Eckerth im Vielseitigkeitswettbewerb, der die Grundfertigkeiten Dribbling, Passen und Torschuss abprüft, die beste Leistung aller Teilnehmer erzielt. Dies sollte sich als großes Plus erweisen, ging man dadurch doch in alle nachfolgenden Spiele des Turniers jeweils mit einem Vorsprung von 1:0.
Dieser war leider in der ersten Partie der eigenen Gruppe gegen die Taunusschule schnell dahin, legten doch die Jungs aus Bad Camberg los wie die Feuerwehr und erzielten nach wenigen Minuten bereits ihr erstes Tor. Doch die Weilburger fanden mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie und schlugen durch zwei Tore von Jannik Peckert und Leonhard Zugmann eiskalt zurück. Obwohl die Senckenbergschule Villmar mit einigen Spielern des Jahrgangs 2002 angetreten war und daher nur außer Konkurrenz starten durfte, gelangen auch hier aus dem Spiel heraus zwei sehenswerte Tore durch Johannes Weber und Leonhard Zugmann zum zweiten Sieg in Folge. Gegen die Freiherr-vom-Stein-Schule Dauborn leistete sich das Philippinum zu Beginn allerdings eine längere Auszeit auf dem Platz, was prompt durch zwei Gegentore bestraft wurde. Der Anschlusstreffer durch Christian Kaszemeck wirkte als Weckruf, doch die Schüler aus Dauborn erhöhten wenig später auf 3:1. Dennoch reichte es aufgrund des etwas besseren Torverhältnisses gegenüber der Taunusschule zum Gruppensieg, sodass man im Halbfinale gegen die Mittelpunktschule Frickhofen, den Zweitplatzierten der anderen Gruppe, spielen durfte. Hier ließ  das Philippinum nichts anbrennen und zog durch Tore von Laurin Ketter und Leonhard Zugmann (2) souverän ins Finale ein. Damit war das Spiel um die „Weilburger Stadtmeisterschaft“ perfekt, denn hier wartete die Jakob-Mankel-Schule, die als souveräner Gruppensieger und einem Erfolg über die Taunusschule Bad Camberg im Halbfinale ebenfalls das Endspiel erreicht hatte.  Nach einem fulminanten Pfostenknaller der Mankelschüler markierte Johannes Weber unmittelbar im Gegenzug das 1:0 für das Philippinum, dem wenig später noch ein weiterer Treffer durch den fünffachen Torschützen Leonhard Zugmann zum Spiel entscheidenden 2:0 folgen sollte. Die jüngsten Fußballer des Gymnasiums präsentierten sich bei ihrem ersten Auftritt im Schultrikot insgesamt bärenstark und man darf auf das weitere Abschneiden auf regionaler Ebene gespannt sein.

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Chancen und Risiken der modernen Medizin

Frank Bröckl

Warum sind Studienergebnisse nicht alles? Wer bestimmt, welche Richtung die Forschung nimmt? Wie stellen wir den Menschen stärker in den Mittelpunkt medizinischer Bemühungen? Diese Fragen standen im Zentrum des Vortrags von Dr. Dierck Heimann, mit dem das Gymnasium Philippinum seine neue naturwissenschaftliche Vortragsreihe im Komödienbau der Stadt Weilburg eröffnete. Der Referent, selbst ehemaliger Schüler des Gymnasiums, war während seiner Tätigkeiten bei ARD und ZDF unter anderem ärztlicher Moderator der Medizinsendung „Fit und gesund“, wurde für seine journalistischen Arbeiten mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet und leitet heute die Medesso GmbH, ein Unternehmen zur Entwicklung virtueller Medizinintelligenz.
Obwohl der Mediziner Heimann keine Alternative zur sogenannten „Evidenz basierten Medizin“ (EbM) sieht, die Entscheidungen für die Behandlung eines Patienten auf der Grundlage von empirisch nachgewiesener Wirksamkeit trifft, zeigte er dennoch zahlreiche Defizite dieser  Betrachtungsweise auf und sprach von einer häufig vorhandenen „Blindheit“ gegenüber der Beziehung zwischen Arzt und Patient. Diese Beziehung benötige jedoch Zeit, ein krasser Widerspruch zur durchschnittlichen Dauer eines Arztgesprächs in der Bundesrepublik Deutschland von 7,6 Minuten. Heimann plädierte vehement dafür, im Sinne der Bedürfnisse der Patienten die Beziehung zum Arzt zu stärken, hätten doch Studien ergeben, dass die „Droge Arzt“ mit ihrer Überzeugungskraft für den Heilungserfolg ganz entscheidend sei. Auch würden eindeutige Ergebnisse medizinischer Studien häufig nur unzureichend in den medizinischen Alltag integriert. Der Referent verdeutlichte dies unter anderem anhand des nachgewiesenen Zusammenhangs von koronaren Herzkrankheiten und häufig gleichzeitig vorhandener Depression. Obwohl eine entsprechende Studie unter Frauen eindeutig ergeben hat, dass diese eine wesentlich größere Überlebenschance bei begleitender Psychotherapie haben, erstrecke sich die Behandlung meist nur auf die rein organische Seite. Auch finde die statistisch gewonnene Erkenntnis einer um 50% reduzierten Sterblichkeit durch sportliche Betätigung bei einer Erkrankung an Brust-, Darm- oder Prostatakrebs noch nicht die entsprechende Berücksichtigung im Rahmen der Therapie. Weiterhin gebe es vier Millionen Menschen mit seltenen Erkrankungen in der Bundesrepublik Deutschland, aber kein ausreichend kommerzielles Interesse an der entsprechenden Forschung.
„Wir als Gesellschaft müssen entscheiden, welche Art von Medizin wir möchten und brauchen“, so Dr. Heimann gegen Ende seiner Ausführungen. Als Leiter der Medesso GmbH erläuterte er in diesem Zusammenhang den Beitrag, den das von ihm vertretene Unternehmen zu einer besseren Beziehung zwischen Arzt und Patient und zur Unterstützung medizinischer Entscheidungen leisten kann.
Stefan Ketter, Leiter des Fachbereichs Naturwissenschaften am Gymnasium Philippinum, dankte abschließend sowohl dem Referenten für seinen brillanten Vortrag als auch der Stadt Weilburg als Gastgeber und nicht zuletzt den Weilburger Stadtwerken für die großzügige finanzielle Unterstützung. Das Gymnasium Philippinum setzt die Reihe „Blickfeld Naturwissenschaft“ am 13.November 2014 in der Aula der Schule mit dem Titel „Atemlos – Erforschung neuer Behandlungsmöglichkeiten von Lungenerkrankungen“ fort. Referent wird Professor Dr. Ralph Schermuly von der Justus-Liebig-Universität in Gießen sein, ebenfalls ein ehemaliger Schüler.

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Landesentscheid "Jugend trainiert für Olympia"

Zweimal Gold, einmal Silber, einmal Bronze für Philippinum
 
Weilburger Schülerruderer sind in Berlin mit zwei Vierern dabei

 
Hans-Werner Bruchmeier
 
Fünf strahlende Mädchen legten nach einem harten Rennen am Steg im Schiersteiner Hafen in Wiesbaden an. Gerade hatten Caroline Joris, Johanna Prüßner, Marlene Friedrich, Janne Hartl und Steuerfrau Eva Berlips beim Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ den Gig-Doppelvierer der Jahrgänge 1997-1999 gewonnen und damit das Ticket für das Bundesfinale im September in Berlin erkämpft.
 
Nach den Vorläufen auf der 1.000 m – Strecke war das Weilburger Quintett als Zweiter im Renn-Doppelvierer und als Sieger im Gig-Doppelvierer für die beiden Finals qualifiziert. Da die Rehbeinschule Hanau in beiden Booten als Favoriten galten, musste in beiden Rennen ein zweiter Platz erreicht werden um in Berlin dabei zu sein.
In einem harten Rennen überquerte Hanau vor Weilburg die Ziellinie, knapp gefolgt von der Tilemannschule Limburg, der Eichendorffschule Wetzlar und der Liebigschule Gießen die Ziellinie, die erste Silbermedaille war geschafft.
 
Doch eine Stunde später, im Finale des Gig-Doppelvierers, führte überraschend das Friedrichsgymnasium Kassel. Vor dieser Situation hatte Lehrer und Trainer Hans Werner Bruchmeier gewarnt und so setzten Joris, Prüßner, Friedrich, Hartl, Berlips einen druckvollen Spurt an und übernahmen zur Streckenhälfte die Führung.  So beflügelt wurde auch der Rest der Strecke dynamisch und mit hoher Frequenz fertig gerudert und das Ticket nach Berlin mit einer guten Bootslänge Vorsprung vor Hanau, Kassel, Limburg und Wetzlar direkt gelöst.
 
Eine Demonstration von Geschlossenheit und Stärke war die Qualifikation des Jungen-Doppelvierer Wettkampf III (2000 – 2002).
Nach dem Sieg beim Bundeswettbewerb in Rüdersdorf als Boot des Weilburger Rudervereins musste auf zwei Positionen umbesetzt werden. Hinter Joachim Bentele und Dominik Grün rutschte der etatmäßige Steuermann Jakob Wagner sowie Jonas Dienst auf die Rollsitze, Marc Riegel wurde Steuermann.
Dieses Team harmonierte schon im Training hervorragend, und so wurde der Vorlauf gegen Wiesbaden und Hanau in 3: 37,96 min eher zu einem Trainingslauf. Auch der Sieg im Halbfinale gegen drei Kasseler Vierer forderte in 3.44,21 min. nicht wirklich.
Im Finale hatte Trainer Bruchmeier dann ein konsequent gerudertes Rennen gefordert um die Leistungsfähigkeit der GPW-Crew einschätzen zu können. Vom Start weg lösten Bentele, Grün, Dienst, Wagner und Riegel sich vom restlichen Feld, ruderten mit hoher Frequenz und über die gesamte Strecke und qualifizierten sich in 3:28,72 min mit zwanzig Sekunden Vorsprung vor den Booten der Tilemannschule Limburg, der Hohen Landesschule Hanau und dem Friedrichsgymnasium Kassel für das Bundesfinale.
 
Über 500 Meter starteten drei Mannschaften aus den Sportkursen der Klassen 7 des Philippinums. Nach rund 3 Monaten Praxis gelang es dem Mädchen-Gig-Doppelvierer WK III (2000 – 20002) mit Johanna Prüßner, Katharina Klaus, Marlene Willner, Kaja Milberg und Steuerfrau Eva Berlips mit einem zweiten Platz im Vorlauf hinter Wetzlar in das Finale einzuziehen. Das zweite Boot mit Lisa Jost, Katharina Eller, Muriel Kulhanek, Laura Leuning und Steuerfrau Eva Berlips scheiterte im zweiten Lauf als Dritte in dem Fünf-Boote-Feld ganz knapp an dem harten Ausscheidungsmodus. Im Finale zeigte sich die größere Routine der Wetzlarerinnen, doch dahinter kämpften Prüßner, Klaus, Willner, Milberg bis zum Ziel um die Medaillen und freuten sich verdient über Bronze.
Thilo Schuler, Luis Hastall, Julian Frensch, Moritz Knöpp mit Steuermann Jakob Wagner hatte mit 20 Booten im Gig-Doppelvierer das größte Meldefeld und die schwerste Qualifikation. Der zweite Platz im Vorlauf und das Erreichen des Halbfinales war das angestrebte Ziel. Fast hätte es sogar mit dem Einzug in das Finale geklappt, doch mussten die Nachwuchsruderer im schwereren Halbfinale im Endspurt mit Platz drei zufrieden sein und schieden aus.
Für alle Teilnehmer hatte sich das spezielle einwöchige Vorbereitungstraining gelohnt, das die Schulleitung genehmigt hatte und bei dem jeden Tag in den ersten beiden Stunden von allen fünf Vierern mit viel Spaß konsequent an Technik und Starts gearbeitet wurde.

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Vierer verpasst knapp die Medaille - Platz vier im Bundesfinale

Hans-Werner Bruchmeier

Seit zwölf Jahren vertreten die Ruderer des Gymnasium Philippinum Weilburg beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ regelmäßig die hessischen Farben. Sechzehn Mannschaften konnten in dieser Zeit sieben Medaillen, darunter zwei Bundessiege erkämpfen. In diesem Jahr verpassten die Jungen im Doppelvierer mit Steuermann (2000 -2001) das Podest knapp und waren trotzdem realistisch und zufrieden.
Auch die Mädchen im Gig-Doppelvierer (1997 – 1999) waren trotz des zehnten Platzes nicht allzu enttäuscht.
Dabei stand das Bundesfinale schon auf der Kippe, weil das Bundesinnenministerium den Zuschuss von 700.000 € nicht mehr zahlen wollte, letztlich aber dann zumindest die Hälfte zuschoss. Damit war das Finale der mit 800.000 Teilnehmern weltweit größten Schulveranstaltung abgespeckt gesichert und rund 4.000 Schülerinnen und Schüler kamen zum Herbstfinale. Nach der Anreise und einem Trainingstag wurden an zwei Tagen die Rennen ausgetragen und mit einer großen Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle beendet.
Dreizehn Bundesländer hatten zum Jungen-Doppelvierer WK III über 1.000 m auf der Olympiastrecke von 1936 in Berlin – Grünau gemeldet. Nach den Ergebnissen der Saison hatte Lehrer und Trainer Hans Werner Bruchmeier schon mit einer Medaille geliebäugelt, doch schon im Vorlauf, bei schwierigen Ruderverhältnissen, mussten Joachim Bentele,Jonas Dienst, Jakob Wagner und Dominik Grün mit Steuermann Marc Riegel die Stärke der Sportschule Potsdam anerkennen, die vor ihnen mit gut drei Längen Vorsprung über die Ziellinie ruderte, deutlich dahinter die Boote aus Bremen und Baden – Württemberg. Im Halbfinale traf das Philippinum dann auf das nächste Sportgymnsium, die Flatow-Oberschule aus Berlin, die bei Streckenhälfte an die Spitze des Feldes ruderte und mit einer Bootslänge Vorsprung vor Weilburg und der Humboldtschule Hannover (Niedersachsen) ins große Finale ruderten, das Herdergymnasium Pirna (Sachsen), das Oberstadt-Gymnasium Mainz (Rheinland Pfalz) und das Schillergymnasium Marbach erreichten das kleine Finale.
Bentele, Dienst, Wagner, Grün, Stm. Riegel waren das jüngste Team des A-Finales, bestimmte aber die ersten 500 Meter in einer Vier-Boote-Gruppe mit und lag bei Streckenhälfte noch im Bereich der Medaillen. Die körperlich überlegenen Potsdamer bestätigten mit dem Bundessieg die Leistung der Vorentscheidungen, auf den Silberplatz ruderte Berlin, während das hochgehandelte  Besselgymnasium Minden drei Sekunden vor dem Philippinum ins Ziel ruderte. Klar dahinter die Humboldtschule Hannover vor dem Effner-Gymnasium Dachau (Bayern).
 
Nach der überraschenden Qualifikation für Berlin und dem Ausfall von Marlene Friedrich war eine A-Final-Teilnahme eigentlich der Wunsch der Philippinum-Crew mit Caroline Joris, Johanna Prüßner, Laura Gras, Janne Hartl und Steuerfrau Eva Berlips. Schon in den  beiden Vorläufen, in dem nur die Siegerinnen direkt ins Finale kamen, wurde klar, welch starke Mannschaften in diesem Jahr im Gig-Doppelvierer der Mädchen WK II als Gegner antraten. Auf der windanfälligsten Außenbahn ruderten die Weilburgerinnen auf Platz vier und hätten so im Hoffnungslauf Platz zwei erreichen müssen.
 
Dort hielten sie bis zur Streckenhälfte gut mit, belegten aber hinter den Booten aus Würzburg, Königs-Wusterhausen und Hamburg wieder nur Platz vier vor Bremen.
Im kleinen Finale zeigten Joris, Prüßner, Gras, Hartl technisch gutes und engagiertes Rudern, doch reichte es auch hier hinter Ratzeburg, Hamburg und Marbach wieder nur zum vierten und damit Gesamt-Zehnten Platz vor Mainz und Bremen.

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GPW-Schulsieger auf Russisch-Turnier in Darmstadt

Rita Heun

Zum 4. Mal hat das Siegerteam der Schulrunde des Gymnasium Philippinum Weilburg am Regionalwettbewerb des Bundescup "Spielend Russisch lernen" teilgenommen, der dieses Jahr an der Lichtenbergschule in Darmstadt stattfand. Mehr als 200 Schulen aus ganz Deutschland waren im Wettbewerb, der auf spielerische Weise Jugendliche an die russische Sprache heranführt und ihr Interesse an Russland, seiner Kultur und seinen Menschen wecken will. 15 Kultusminister haben die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen, das vom Deutsch-Russischen Forum eV veranstaltet wird.Durch eine gemeinsame Sprache können Vorurteile und Barrieren abgebaut werden.Gerade in politisch schwierigen Zeiten ist Kommunikation und Kooperation besonders wichtig.
Es kann leider nur ein Team per k.o.-System das Bundesfinale erreichen, wozu neben Können und gutem Gedächtnis eine gehörige Portion Glück im Spiel nötig ist. Das hatte das GPW-Team dieses Jahr leider nicht, aber alle Teilnehmer der Regionalrunde erhielten attraktive Preise. Wir werden sicher im kommenden Jahr wieder dabei sein und unser Glück versuchen.

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Kreisentscheide Fußball

Frank Bröckl

Auch in diesem Jahr reichte es für die beiden Fußballteams der Wettkampfklassen II (Jahrgänge 1999/2000) und III (Jahrgänge 2001/2002) im Rahmen des Schulwettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" nicht zum Sprung in die nächste Runde. Beide Mannschaften mussten bereits im Vorentscheid zum Finale auf Kreisebene die Segel streichen.

Auf dem Kunstrasenplatz der Mittelpunktschule St. Blasius Frickhofen agierte der ältere Jahrgang im ersten Spiel gegen die Freiherr-vom-Stein-Schule aus Hünfelden zunächst zu pomadig und lief meist dem Ball nur hinterher. Die logische Folge war das 0:1 nach acht Spielminuten. Dieser Weckruf sorgte zwar für eine deutlich ambitioniertere Spielweise der Weilburger, die mehrere eigene Chancen jedoch nicht zum Ausgleich nutzen konnten. So stand man im zweiten Gruppenspiel gegen die Jakob-Mankel-Schule von Beginn an gehörig unter Druck, da nur ein Sieg den zweiten Gruppenplatz und damit das Erreichen der Überkreuzspiele sicherstellen konnte. Prompt lief das Philippinum durch seine offensive Spielweise in zwei Konter, die die Mankelschüler eiskalt zum 2:0 abschlossen. Der Anschlusstreffer durch Christopher Brumm ließ gegen Ende der Partie noch einmal Hoffnung aufkommen, doch die Mankelschule antwortete prompt mit dem dritten Treffer, sodass das 2:3 kurz vor dem Abpfiff durch Robert Schurig nur noch Ergebniskosmetik bedeutete.

Im Gegensatz zum älteren Jahrgang konnte die Jungs der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 2001/2002) auf dem Sportgelände der Weiltalschule Weilmünster eine Niederlage im Auftaktspiel vermeiden. Hier traf man in der ersten Partie auf die Jakob-Mankel-Schule und es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Während Maurice Junker eine Großchance für Weilburg vergab, rettete Schlussmann Christopher Lautenschläger zweimal in höchster Not im Stile von Manuel Neuer an der eigenen Strafraumgrenze. Diesem 0:0 ließ die Mankelschule einen souveränen 3:0-Sieg gegen Weilmünster folgen und konnte durch das knappe aber hochverdiente 1:0 gegen die Mittelpunktschule Niederselters weitere drei Punkte auf der Habenseite verbuchen. Dies sollte in der Endabrechnung bereits den Turniersieg bedeuten, da das Philippinum im eigenen Spiel gegen Niederselters trotz drückender Überlegenheit und etlichen hochkarätigen Chancen keinen Treffer zustande brachte. Dass es auch anders geht, demonstrierten die Weilburger im letzten Spiel gegen die Weiltalschule, doch nach zwei Unentschieden reichten auch vier Treffer durch Maurice Junker (2), Julian Riedl und Dylan Volkmann nicht mehr zum Weiterkommen.

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Schüler des GPW auf Austauschfahrt in Sibirien

(15.-27.09.2014 Moskau-Tomsk)

Rita Heun

13 Schüler im Alter von 15 - 17 Jahren machten sich mit Russischlehrerin Rita Heun und Kornelia Griebel-Klein auf große Fahrt ins weite Russland. In Tomsk, einer über 400 Jahre alten Universitätsstadt mit etwa 500.000 Einwohnern, ca. 3500 km östlich von Moskau, wurden sie von Schülern und Deutschlehrerin Tamara des dortigen "Gymnasiums Nr. 6" erwartet.
 
Doch zunächst stand noch eine Zwischenlandung in Moskau auf dem Programm. Das Goetheinstitut als finanzieller Träger der Reise hatte eine Übernachtung mit einer anschließenden ganztägigen Führung und Besichtigung der 10-Millionen-Stadt organisiert. Dazu gehörten der Rote Platz, der Kreml, die wunderschöne Basilius-Kathedrale und die Lomonossow-Universität mit Panoramablick über die Stadt. Auch die Fußgängerzone Arbat und vor allem eine Fahrt mit der Metro durften nicht fehlen. Schließlich sind einige der phantastischen palastartigen Stationen extrem tief unter der Erde: die längste Rolltreppenfahrt dauert ganze 3 Minuten!
 
In der Nacht ging es dann wieder per Flieger weiter, nach Tomsk. Dort gab es einen herzlichen Empfang durch die Gastfamilien und auch ein paar Wiedersehen, denn einige der Kinder aus Tomsk hatten ja im letzten Jahr bereits Weilburg besucht.
Bei der Schulbesichtigung konnten die GPW-Schüler nun natürlich viele Vergleiche anstellen. Jüngere Schüler tragen dort Uniform. Es gibt eine Kantine mit eigenen Köchinnen, jeder Lehrer hat seinen festen Fachraum, ausgestattet mit einem Smartboard, Bücherregalen usw. Allerdings hat die Schule Platzsorgen, weshalb dort der Unterricht in zwei Schichten durchgeführt wird: Schicht 1 von 8-13 Uhr und Schicht 2 von 13-18 Uhr.
 
Neben der Teilnahme am Unterricht standen viele Ausflüge auf dem Programm. Bei einer Stadtführung lernten wir die einzigartige Tomsker Holzarchitektur kennen, im Slawischen Museum konnten alle ihre eigene Matrjoschka bemalen, an der Universität hatten wir eine Gesprächsrunde mit Studenten aus aller Welt und in einem Filmstudio konnten wir Filmaufnahmen machen. Auch eine Fahrt auf's Land an den Fluss Tom und in die Weiten der russischen Taiga fehlte nicht. Sibirien verbinden bei uns viele mit Kälte, im Sommer wird es jedoch auch sehr heiß. Wir hatten Glück, es war zwar kühl, aber meist trocken und sonnig. Einmal schneite es, der Schnee blieb aber nicht liegen.
 
Die Verständigung funktionierte auf Russisch, Englisch, Deutsch und mit Händen und Füßen, war aber nie ein Problem. Einige der deutschen Teilnehmer haben Russisch als 3. Fremdsprache am GPW, die russischen Austauschschüler können alle Deutsch. Neben dem offiziellen Programm lernten die GPW-Schüler das Leben ihrer russischen Gastgeber kennen, waren mit auf der Datscha, in der Banja oder bei der Babuschka.
 
Viel zu schnell kam der Tag des Abschieds mit einer tollen Party im Russisch-Deutschen Haus, bevor der Heimflug mit Zwischenlandung in Moskau und 5 Stunden Zeitverschiebung anstand. Neue Freundschaften waren geknüpft und vorhandene gefestigt. Mit den heutigen Medien ist es kein Problem mehr, den Kontakt zu halten.

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Sextaneraufnahme

Frank Bröckl

Das Gymnasium beginnt wieder fünfzügig: Gleich 134 Kinder –davon 68 Mädchen und 66 Jungen – konnte Direktor Dietrich Heese bei der feierlichen Sextaneraufnahme in der Kreisporthalle neu in der Schulgemeinde willkommen heißen. Der Schulleiter zeigte sich angesichts dieser Entwicklung hoch erfreut, hatten doch im Vorjahr die Anmeldezahlen mit nur 114 Schülerinnen und Schülern einen Tiefpunkt erreicht. Er bewertete diese Trendwende als eindeutiges Ergebnis der Rückkehr der Schule zu G9. Erst allmählich kehre jedoch bei Eltern das Vertrauen zurück, dass das Gymnasium unter diesen Bedingungen auch für durchschnittliche Schülerinnen und Schüler zu bewältigen sei. „Denkt immer nur an den nächsten Schritt“, riet Direktor Heese den Neuankömmlingen, „so werdet ihr die lange Straße bis zum Abitur mit Erfolg gehen können“. Dabei bezog er sich auf die Figur Beppo Straßenkehrer aus Michael Endes Roman „Momo“.
Auch Renate Durek als Vorsitzende des Schulelternbeirats begrüßte Eltern und Kinder auf das herzlichste. Insbesondere die Eltern beglückwünschte sie zu deren Entscheidung für das Gymnasium Philippinum. Sie würdigte in ihren Worten besonders die Leistungen der Schule im Bereich der Musik, aber auch die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften und die neu renovierten Klassenräume mit ihrer zeitgemäßen Medienausstattung.
Stufenleiterin Susanne Neusser zeigte sich anschließend sehr zufrieden damit, dass bei der Klasseneinteilung fast alle Wünsche berücksichtigt werden konnten. So richtig spannend wurde es, als die fünf Klassenlehrerinnen und  Klassenlehrer Hélène Theobald (5a), Anja Jung (5b), Johannes Langner (5c), Martin Weinbrenner (5d) und Gudrun Ehlert-Lorenz (5e) ans Mikrophon traten und ihre Schützlinge nach vorne baten.
Gegen Ende stellten sich der Gymnasialschulverein, die Wilinaburgia und der Konzertverein vor und erläuterten ihre Aktivitäten zur Unterstützung der Schule. Für den eindrucksvollen musikalischen Rahmen der Aufnahmefeier sorgten das Philippinum-Orchester (Leitung Martin Weinbrenner), die Philippinum Voices und der Unterstufenchor (beide geleitet von Michael Glotzbach).

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