⟩ aktuelle Berichte


Aktuelle Berichte - Das ist bisher in diesem Schuljahr passiert


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Mai 2021

8 Sieger beim 10. Balladenwettbewerbs der Jahrgangsstufe 7

EventsSprachenWettbewerbe

Frauke Nies

Zwar entfiel in diesem Jahr das Final unseres Balladenwettbewerbs, in dem die Klassensieger der 7. Klasse nochmals ihre Balladen vor all ihren Mitschüler und einer Jury vortragen, trotzdem wurden in allen Klassen kurz vor den Weihnachtsferien im Rahmen des Deutschunterrichts fleißig die unterschiedlichsten Balladen, wie „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe, „Der Handschuh“ von Friedrich Schiller oder „Das Riesenspielzeug“ von Adelbert von Chamisso, auswendig gelernt und deren Vortrag kreativ gestaltet.
Jede Klasse bestimmte ihre Klassensieger und so können sich nun, nach der langen Zeit des Distanzunterrichts, Milla Nierfeld (7a), Henri Grün (7a), Charlotte Bettner (7b), Michel Rau (7b), Christian Silbe (7d), Noah Jung (7e), Fabio Haibach (7e), und Joshua Thielmann (7f) über einen von der Wilinaburgia gesponserten Buchpreis freuen.
 

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Extremismus, Rassismus und Antisemitismus – Herausforderungen für die Schule Digitale Lehrerfortbildung am Gymnasium Philippinum Weilburg

GesellschaftSchulleben

Thorsten Rohde

Die jüngsten antisemitischen Ausschreitungen in Deutschland zeigen, dass Antisemitismus, Rassismus und Extremismus nach wie vor eine Herausforderung für das gesellschaftliche Zusammenleben darstellen. Das gilt auch für die Schule. Wie Lehrkräfte mit dieser Herausforderung umgehen können, worauf es zu achten gilt und was zu vermeiden ist sind brennende pädagogische Fragen. Thorsten Rohde vom Hessischen Philologenverband freute sich deshalb besonders, Herrn Prof. Sander für einen Vortrag zum Thema gewonnen zu haben. Wolfgang Sander, Dr. phil., ist Professor (em.) für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er ist Mitherausgeber der „zeitschrift für didaktik der gesellschaftswissenschaften (zdg)“ und Autor zahlreicher Bücher, zuletzt „Bildung - ein kulturelles Erbe für die Weltgesellschaft“ (2018). Sander referierte über die verschiedenen Formen des Extremismus sowie die Gefahren, die diese für Schule bedeuten können. Dem Rassismus kommt hier nach Sander eine Sonderrolle zu. Einerseits sind alle Lehrkräfte aufgerufen, diesem überall vehement entgegenzutreten, wo er sich zeigt. Hier dürfe keine falsch verstandene Toleranz zum Zuge kommen. Auf der anderen Seite gilt es zu bedenken, dass der Rassismusvorwurf, im Zuge der identitätspolitischen Debatte, oft missbraucht wird, um andere Überzeugungen zu diskreditieren. Ein Missbrauch dieser Art verhindert nicht nur konstruktives Streiten, er verstellt auch den Blick auf den eigentlichen Rassismus und dessen Opfer. In der anschließenden Diskussionsrunde herrschte Einigkeit darüber, dass die Debatte in nächster Zeit an Schärfe gewinnen dürfte. Umso mehr wurden Handlungsoptionen für den schulischen Alltag besprochen. Diese für Lehrkräfte zu formulieren ist auch deshalb wichtig, da vermehrt Konflikte aus anderen Weltgegenden in Deutschland ausgetragen werden und auch Schülerinnen und Schüler beteiligt und betroffen sind. Die ausgebuchte Veranstaltung, an der Kolleginnen und Kollegen verschiedener Schulen teilnahmen, wertete Thorsten Rohde als großen Erfolg. Sie zeigt das Interesse der hessischen Lehrkräfte, die sich dem Thema stellen wollen. Dem Deutschen Lehrerverband Hessen (dlh), der die Veranstaltung unterstützt hat, wurde abschließend herzlich gedankt. Eine Fortsetzung ist angedacht.

Bezirk Gießen, stv. Vorsitzender Thorsten Rohde, 23.05.2021

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Wer springt am weitesten? Erfolgreiche Teilnahme am Känguru-Wettbewerb 2021

MINTWettbewerbe

Frauke Nies

Leider musste der Känguru-Wettbewerb auch in diesem Jahr auf Grund der Corona-Pandemie als online-Wettbewerb stattfinden. Trotzdem haben sich 60 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen der Herausforderung gestellt. Vom 18. bis 20. März sollten möglichst viele Multiple-Choice-Aufgaben zum Knobeln, Rechnen und Schätzen richtig gelöst werden. Und dann hieß es Daumen drücken!
Bei diesem Wettbewerb, bei dem es nur Gewinner gibt, erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der vergangenen Woche eine Urkunde und ein Knobelspiel.
Zusätzlich kann sich unsere Schule in diesem Jahr über 5 Schülerinnen und Schüler freuen, die in ihren Jahrgangsstufen erste, zweite oder dritte Plätze erreicht haben und somit zu den besten ihrer Altersklasse in ganz Deutschland zählen. Für ihre guten Leistungen erhielten sie Büchern, Spielen oder T-Shirts. 
Die höchste Punktzahl an unserer Schule erreichte in diesem Jahr Lasse Ketter (7b) mit 140 Punkten. Eine Prämiere sind die 120 Punkte von Leonard Gürtel (5a), der als erster Schüler unserer Schule die volle Punktzahl seiner Jahrgangsstufe erreichte und somit auch den weitesten Kängurusprung, d.h. die größte Anzahl an aufeinanderfolgenden richtigen Antworten, erreicht hat. Gleich weit ist auch Emil Klum (6c) gesprungen. Einen dritten Platz in ihrer Altersklasse erreichten Moritz Sterkel (5d) und Fiona Bickel (7c). Herzlichen Glückwunsch euch fünfen! 
Einen Sonderpreis – in Form von einer süßen Überraschung - erhielt in diesem Jahr die Klasse 7b, die mit insgesamt 8 Schülerinnen und Schülern die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern stellte. SUPER!
Weitere Informationen zum Wettbewerb findet man unter www.mathe-kaenguru.de.

Und nicht vergessen: Am 17. März 2022 springt wieder das Känguru!

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April 2021

Oberstufenkurse des Gymnasium Philippinum informieren sich über Geldpolitik des Eurosystems

GesellschaftProjekte

Jörg Freihold und Thorsten Rohde

Wer trifft die geldpolitischen Entscheidungen im Euroraum? Was versteht man unter der „Zwei-Säulen-Strategie“? Was ist das zentrale Instrument der Geldpolitik?
Antworten auf diese Fragen und auf viele weitere rund um das Thema „Geldpolitik des Eurosystems“ erhielten die beiden Kurse Politik und Wirtschaft der Jahrgangsstufe 12 von Jörg Freihold und Thorsten Rohde in einem interaktiven Online-Workshop. Unter der Leitung von Referentin Shana Vierheilig von der hessischen Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank konnten die Schülerinnen und Schüler ein zentrales Unterrichtsthema der Qualifikationsphase – die Wirtschaftspolitik – vertiefen und speziell zur Geldpolitik neue Einblicke gewinnen.
So war unter anderem zu erfahren, dass sich der Rat der Europäischen Zentralbank alle sechs bis sieben Wochen trifft, um mit seinen Entscheidungen das primäre Ziel der Geldpolitik, die Wahrung der Preisstabilität, zu gewährleisten, wobei alle stimmberechtigten Mitglieder das gleiche Stimmrecht haben. „Zentrale Grundlage für die geldpolitischen Entscheidungen ist die sogenannte Zwei-Säulen-Strategie. Dabei wird in einer wirtschaftlichen Analyse anhand einer Fülle gesamtwirtschaftlicher und finanzieller Indikatoren ein umfassendes Bild über die kurz- und mittelfristigen Inflationsaussichten erhoben und in einer monetären Analyse die Entwicklung der Geldmenge und der Kredite beobachtet“, führte die Referentin aus. Als zentrales Instrument der Europäischen Zentralbank benannte sie den Leitzins. Über dessen Festlegung nimmt die Europäische Zentralbank somit Einfluss auf die einzelnen Geschäftsbanken und indirekt auch auf die Marktzinsen, da die Geschäftsbanken ihre Kosten ja an die Kunden weitergeben müssen. Doch wie wirkt sich eine Erhöhung des Leitzinses auf die Inflationsrate aus? Diese sinkt tendenziell, war zu erfahren. Shana Vierheilig erläuterte den Schülerinnen und Schülern, dass sich durch den gestiegenen Zinssatz die Refinanzierungskosten für die Banken bei der Zentralbank verteuern. Diese würden nun in Form höherer Kreditzinsen an die Kunden weitergegeben, was zu einer sinkenden Nachfrage in der Wirtschaft durch zurückgehende Kreditaufnahmen und geringere Investitionen führe. „Da bei geringerer Nachfrage die Preise weniger oder gar nicht erhöht werden, sinke somit tendenziell das Preisniveau und dadurch die Inflationsrate. Diese Wirkungskette nennt man Transmissionsmechanismus, bei einer Leitzinssenkung verhält es sich umgekehrt“, so Shana Vierheilig.
Die beiden Kursleiter Thorsten Rohde und Jörg Freihold zeigten sich mit dem Verlauf der Veranstaltung abschließend sehr zufrieden, hatten doch die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit genutzt, den Workshop durch zahlreiche Fragen an die Expertin aktiv mitzugestalten.

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Emma und Malena Cromm erreichen Bundesfinale im Präsentationswettbewerb „Jugend präsentiert“

MINTProjekteWettbewerbe

Friederike Gräßer

Mit ihrer Präsentation bewiesen Emma und Malena Cromm Präsentationskönnen und qualifizierten sich für das Bundesfinale im Präsentationswettbewerb „Jugend präsentiert“. Neben dem Einzug in das Finale gewinnen Emma und Malena die Teilnahme an der Präsentationsakademie, einem intensiven Präsentationstraining mit professionellen Rhetoriktrainerinnen und -trainern. Mit beiden Schülerinnen des Philippinum ziehen aus Hessen 25 Schülerinnen und Schüler in das Bundesfinale ein. Insgesamt hatten sich 4.500 Schülerinnen und Schüler bundesweit und aus deutschen Auslandsschulen am diesjährigen Wettbewerb beteiligt, 350 Schülerinnen und Schüler hatten sich für ein Länderfinale qualifiziert. Um im Länderfinale zu bestehen, war eine Präsentation gefragt, die eine naturwissenschaftlich-mathematische Fragestellung schlüssig und anschaulich beantwortet. Aufgrund der Corona-Pandemie findet der Wettbewerb 2021 wie bereits im Vorjahr digital statt. So wurden auch die insgesamt acht Länderfinale online durchgeführt. Für die Teilnahme am Länderfinale hatten die Schülerinnen und Schüler ihre Präsentationen per Video eingereicht. Aufgabe war es, eine Online-Präsentation zu halten, die neben inhaltlichen Aspekten auch rhetorische Fähigkeiten wie die gekonnte Anwendung von Körpersprache, Stimme und Medieneinsatz unter Beweis stellt. Im Bundesfinale im September 2021 treten 128 Schülerinnen und Schüler an. 

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Fritz Bauer Institut online zu Gast beim Gymnasium Philippinum

GesellschaftProjekte

Thorsten Rohde

Im Rahmen eines virtuellen Projektnachmittags mit dem Fritz Bauer Institut setzten sich die Schülerinnen und Schüler des Ethik-Kurses der Jahrgangsstufe Q2 des Weilburger Gymnasiums mit der Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz auseinander. Dabei reflektierten die Schülerinnen und Schüler die Frage, welche Gedanken, Erwartungen oder Hoffnungen die Auseinandersetzung mit dem Holocaust bei Ihnen persönlich auslöst. Sie beschäftigten sich mit der Bedeutung von Menschenrechten und der Entwicklung der Vereinten Nationen. Die Gründung der UN und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurden als Versuche der Weltgemeinschaft bewertet, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Genozid künftig zu verhindern. Im Anschluss setzten sie sich mit dem Massaker von Srebrenica im Jahr 1995 und aktuellen Fällen von Menschenrechtsverletzungen auseinander. Dabei diskutierten sie Möglichkeiten, Menschenrechte auch heute und in Zukunft zu schützen. Das Fritz Bauer Institut ist ein An-Institut der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und erforscht die Geschichte und Wirkung des Holocaust. In der Zusammenarbeit mit Schulen sieht das Institut eine gute Möglichkeit, bei der intensiveren Auseinandersetzung mit den Themen Holocaust, Nationalsozialismus und deren Nachwirkungen zu unterstützen. Thorsten Rohde, Fachbereichsleiter des Philippinums und Lehrer des Ethik-Kurses, war besonders dankbar, auch in Zeiten des Distanzunterrichtes außerschulische Expertise an die Schule holen zu können. „In Zeiten, in denen der gesellschaftliche Zusammenhalt zu schwinden scheint, ist es wichtig, sich mit allen Formen des Extremismus zu beschäftigen. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit Auschwitz und folgenden Genoziden, um Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren und zu motivieren,sich für Pluralismus und Menschenrechte einzusetzen.“, so Rohde. Weitere Informationen zu Bildungsangeboten des Fritz Bauer Instituts für schulische und außerschulische Gruppen gibt es auf den Internetseiten des Fritz Bauer Instituts. 
 

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Neue Fußgängerbrücke – Schule beteiligt sich an Namensgebung

Schulleben

Frank Bröckl

Was haben die größte Stadt Hessens und Weilburg gemeinsam? Beide verfügen über einen „EisernenSteg“! Doch während dieser in Frankfurt mit seiner Überspannung des Mains von der Altstadt nach Sachsenhausen Einheimischen und Touristen am anderen Ende so manchen kulinarischen Genuss verheißt, erwartet die vom Busbahnhof kommenden Weilburger Schülerinnen und Schüler in ihren auf dem Berg liegenden Lehr- und Lernanstalten eher geistige Nahrung, die noch dazu manchmal  schwer verdaulich erscheint.Tröstlich dürfte aber in jedem Fall die Verkürzung des Schulwegs sein, musste man doch aufgrund des Neubaus der Fußgängerbrücke längere Zeit den Umweg über die Oberlahnbrücke nehmen. Dieser war notwendig geworden, da der im Eigentum der Bahn befindliche Fußweg entlang der Eisenbahnbrücke nicht mehr verkehrssicher war. Nach insgesamt 10 Monaten Bauzeit konnte die Brücke, die auch Bestandteil der neuen Trassenführung des Radwegs R7 entlang des Leinpfads an der Lahn ist, nun eingeweiht werden. „Wir waren uns einig, dass die neue Brücke einen Namen haben sollte und haben daher einen Wettbewerb ins Leben gerufen“, so Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch. Von den insgesamt 150 Vorschlägen, die von Mitte November bis Mitte Dezember 2020 im Rathaus eingegangen sind, stammten allein 40 Vorschläge aus den Reihen des Philippinum. Der Vorschlag “Eiserner Steg“ – eine Hommage an die berühmte Fußgängerbrücke in Frankfurt – überzeugte schließlich die Jury aus Magistrat, Stadtverwaltung und Bürgermeister gleichermaßen. Lasse Janssen aus der Klasse 6f sowie die Lehrkräfte Karin Keilich und Christof Trümner gehören zu den insgesamt neun Gewinnern des Wettbewerbs, die alle diesen Vorschlag unterbreitet hatten. Sie dürfen sich über einen Gutschein der Wirtschaftswerbung Weilburg in Höhe von je 50 Euro freuen. In seinem Anschreiben an Fachbereichsleiter Thorsten Rohde bedankte sich der Bürgermeister noch einmal sehr herzlich für das große Engagement der Schulgemeinde bei der Namensfindung für die neue Brücke.„Über sieben Brücken musst du gehen“ – Wer dem 1978 von der Gruppe Karat veröffentlichten Song im Wortsinne folgen möchte, hat dazu ab sofort in Weilburg die Gelegenheit: Neben dem „Eisernen Steg“ bieten noch die Ahäuser Brücke, die Eisenbahnbrücke, die Oberlahnbrücke, die Steinerne Brücke, die Brücke zwischen Kirschhofen und Odersbach und der Ernst-Dienstbach-Steg die Option, die Lahn trockenen Fußes zu überqueren.

März 2021

Schüler des Philippinums entdecken die Teilchenphysik

MINTNaturwissenschaftenProjekte

Carola Gerlach

Wie groß ist eigentlich ein Elementarteilchen? Was ist der ATLAS-Detektor und was hat es mit Feynman-Diagrammen auf sich? 
Solchen Fragen sind jetzt zwei Schüler des Gymnasium Philippinum nachgegangen. Anlass dazu bot das MINT EC Forum „Masterclass Teilchenphysik“, an dem neben dem Philippinum auch die Goetheschule in Wetzlar, die Martin-Luther-Schule Marburg, das Gymnasiums Johanneum Herborn und die Weidigschule Butzbach teilnahmen. So erfuhren die Schüler Interessantes über Higgs-Bosonen, Quarks oder den Teilchenbeschleuniger am CERN in Genf.
Die Veranstaltung für besonders physik-interessierte Oberstufenschüler, die an den beteiligten Schulen inzwischen bereits Tradition hat, wird von Mitarbeitern des Physikalischen Instituts der Justus-Liebig-Universität Gießen geleitet. In diesem Jahr lag die Organisation in den Händen von Carola Gerlach vom Gymnasium Philippinum, weiterhin organisatorisch beteiligt waren Michael Pichl (Martin Luther Schule), Dr. Jörg Jäger (Johanneum), Dr. Anke Ordemann (Weidigschule) sowie Patrick Röder (Goetheschule).
Natürlich mussten in diesem Jahr auch bei der „Masterclass Teilchenphysik“ Corona-bedingt Kompromisse eingegangen werden. So trafen sich die Teilnehmer nicht an einer der Schulen, sondern virtuell im Internet. Daraus ergab sich etwa, dass die Schüler die für ein Experiment benötigten Nebelkammern nicht selber bauen konnten, sondern bei diesem Experiment lediglich als Beobachter tätig wurden.
Trotz solcher Einschränkungen waren die Rückmeldungen durchweg positiv. Die Schüler haben viel Neues erfahren. Besonders spannend fanden die Schüler die Datenanalyse am Ende der Veranstaltung, wo das neu erlernte Wissen direkt einmal selbst getestet werden konnte. Die Erklärungen auch komplexer Sachverhalte seien verständlich und anschaulich gewesen. Das lag auch daran, dass sich die Veranstaltungsleiter von der Universität Gießen sehr viel Mühe gegeben haben und so sei der Tag äußerst lehrreich und zugleich unterhaltsam gewesen. Das Fazit lautete: „Alles in allem war es ein toller Tag und man konnte viel lernen.“
Ermöglicht wird die Veranstaltung durch die Unterstützung des „Netzwerk Teilchenwelt“, dem 30 Astro-/ Teilchenphysik-Forschungsinstituten in Deutschland sowie das CERN angehören und dessen Ziel es ist, aktuelle Astro-/ Teilchenphysik an Jugendliche und Lehrkräfte zu vermittelt. Das Netzwerk wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von der Dr. Hans Riegel-Stiftung Bonn, Schirmherrin ist die Deutsche Physikalische Gesellschaft.
 

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Unterrichtsgang zum Thema Stadtentwicklung in Wetzlar

ExkursionenGesellschaft

Laeticia Coloma Fester

Trotz Corona konnte der Geographie-Leistungskurs der TG Bickel am 16. März in Wetzlar an einer umfangreichen Stadttour teilnehmen, bei welcher die Entwicklung Wetzlars vom Mittelalter bis zum jetzigen Zustand betrachtet wurde.Unter strengen hygienischen Regeln, wie dem Tragen von FFP2-Masken und stets ausreichendem Abstand, ermöglichte Referent Michael Volkwein, 2. Vorsitzender des Fördervereins des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus, den Schülern und Schülerinnen des Geographie-LKs auch in diesen schwierigen Zeiten die Möglichkeit, die zuvor im Unterricht erworbenen Kenntnisse der Stadtentwicklungund der Gentrifizierung exemplarisch in Wetzlar anzuwenden. Zu Beginn trafen sich die Schüler und Schülerinnen am Bahnhof in Wetzlar. Dort begrüßte Michael Volkwein den Kurs und begann seine Führung mit einem Blick auf alte Fotos von der damals ausschließlich von Industrie geprägten Stadt Wetzlar. Von ihrem Aussichtspunkt, der Bahnhofsbrücke, aus bot sich den Schülern ein deutlicher Vergleich von früher zu heute. Wo einst Hochöfen standen, befinden sich nun Ikea, das Forum und das Hercules-Center - ein deutlicher Wandel im Stadtbild. Mit zügigem Schritt ging es nun durch die Bahnhofsstraße in Richtung Altstadt. In der Bahnhofsstraße sahen die Schüler wie die Filialisierung voranschreitet und die nicht mehr so frequentierte Straße mit ihren Immobilien langsam modernisiert wird. Die Schüler sahen, was Gentrifizierung hautnah bedeutet, wie zum Beispiel ein altes Einkaufszentrum an der Bahnhofsstraße abgerissen wurde, um dort neue und sehr luxuriös ausgestattete Eigentumswohnungen zu bauen. In der Altstadt angekommen liefen die Schüler auf den Ruinen der alten Stadtmauer und konnten die typische Struktur der mittelalterlichen Stadt mit dem Dom als Zentrum erkennen. Auch die schmalen Gassen und die enge Bebauung faszinierten die Schüler ebenso wie die mehrfache Erweiterung der Stadtmauer, die noch heute zu erkennen ist. Einfach so wie man es im Unterricht zuvor oft auf Stadtplänen gesehen hatte,sich jedoch nie wirklich vorstellen konnte.  Abschließend möchten sich die Schüler und Schülerinnen des Geographie-Leistungskurses herzlich bei ihrem Tutor Christoph Bickelfür die Organisation und Michael Volkwein bedanken, welcher eine informative und aufschlussreiche Anwendung der Stadtentwicklung auch in diesen schwierigen Zeiten ermöglichte. Alle waren sich einig, dass sie viel mitgenommen haben und sich noch häufig an diesen Nachmittag erinnern werden.

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Februar 2021

Virtueller Zwischenstopp des PolenMobil

GesellschaftProjekte

Frank Bröckl

Für die Klasse 10b des Gymnasium Philippinum legte das PolenMobil auf seiner Reise durch Deutschland einen Zwischenstopp ein. Aufgrund der Corona-Pandemie erfolgte dieser jedoch rein virtuell in Form eines Online-Workshops. Unter der Leitung von Barbara Kaczocha, wisssenschaftlicher Mitarbeiterin des Projekts PolenMobil, erhielt die Klasse 10b um ihren Lehrer im Fach Politik und Wirtschaft, Thorsten Rohde, nicht nur einen „Minisprachkurs“ in spielerischer Form, sondern bekam auch landeskundliche, historische, kulturelle und politische Inhalte des Landes östlich von Oder und Neiße nähergebracht. „Mit unserem Projekt möchten wir bei Schülerinnen und Schülern sowie bei den Lehrkräften Interesse für das Land Polen wecken und zur inhaltlichen Beschäftigung damit motivieren. Dabei versuchen wir gezielt Schulen anzusprechen, die im Unterrichtsalltag bisher kaum oder nur wenig Brücken in unser Nachbarland geschlagen haben“, so Barbara Kaczocha. Das PolenMobil ist ein Projekt des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Brandenburg und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk und seit 2015 zu Schulen in ganz Deutschland unterwegs. Schirmherr ist der Koordinator für die deutsch-polnische Zusammenarbeit, der brandenburgische Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke. PolenMobil wird von der Stiftung für deutschpolnische Zusammenarbeit, der Sanddorf-Stiftung Regensburg und der F. C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz gefördert.

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Arbeitseinsatz am Rosenmontag

Schulleben

Frank Bröckl

Während viele Corona gebeutelte große und kleine Jecken sich am Rosenmontag zumindest virtuell in das närrische Treiben stürzten, war für das IT-Team des Gymnasium Philippinum ein Arbeitseinsatz angesagt. Am beweglichen Ferientag installierten Frauke Kafitz, Jonas Hedrich, Thorsten Neischwander und Markus Rudersdorf mit zwei Mitarbeitern des Landkreises Limburg-Weilburg an der Schule insgesamt 68 neue Personalcomputer. Nach dem Abbau der alten Geräte in den drei Informatikräumen sowie im Medien- und Lernzentrum mussten die neuen PCs anschließend noch in die digitale Schulplattform „IServ“ integriert werden. Diese wurde von der Firma Pauly um einen Back-Up-Server ergänzt und erweitert. Das IT-Team des Weilburger Gymnasiums kann dabei auf ebenso turbulente wie arbeitsreiche Wochen zurückblicken. „Dem Serverausfall nach den Weihnachtsferien aufgrund bundesweit aufgetretener Probleme bei IServ im Zuge der zahlreichen parallel stattfinden Videokonferenzen standen wir zunächst machtlos gegenüber. Wir konnten diesen leider mit unseren Bordmitteln lokal nicht beheben“, so Thorsten Neischwander. Die anstehenden Zeugniskonferenzen erforderten zudem aus Sicherheitsgründen die Umstellung der Noteneingabe auf nicht mit „IServ“ gekoppelte PCs. Nach erfolgreichem Neustart der Schulplattform mit Hilfe von außen kam es durch den Versuch externer Fachleute, weitere Ressourcen am Server frei zu schalten, zu einem weiteren kompletten Ausfall. Nach dem Wiederanlaufen des Systems waren dann die externen Videokonferenzen – hier hatte die Schulleitung aufgrund der Probleme zu Anfang auch andere digitale Plattformen zugelassen – zu IServ zurückzuführen. Allerdings mussten zur Minimierung der Serverlast die Anfangszeiten entzerrt werden. Schulleiter Stefan Ketter war hinsichtlich der Einsatzbereitschaft und des Engagements seiner Kolleginnen und Kollegen voll des Lobes: „Ihr seid ein ganz wesentlicher Baustein auf dem Weg zur Digitalisierung unserer Schule und steht auch dem Kollegium bei allen technischen Fragen und Problemen stets mit Rat und Tat zur Seite. Ich bin besonders froh, dass wir den Distanzunterricht und die Videokonferenzen – nicht zuletzt dank eurer Unterstützung – so gut durchführen konnten“. Neben der verbalen Anerkennung gab es vom Schulleiter noch eine große Tüte Kräppel, die sich alle Beteiligten nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Arbeitseinsatzes am Rosenmontag schmecken ließen. 

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Online-Planspiel zur Zukunft des Netzausbaus in Hessen

GesellschaftProjekte

Frank Bröckl

„Ab durch die Mitte?“ – In einem Planspiel der Deutschen Gesellschaft e. V. im Auftrag der LandesEnergieAgentur Hessen GmbH haben Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 12 die Herausforderungen der Energiewende in Hessen exemplarisch am Beispiel des Netzausbaus diskutiert. Dafür schlüpften sie in unterschiedliche Rollen und simulierten aus der Perspektive von Landesregierung, Wirtschafts- und Naturschutzverbänden, Bürgerinitiativen, Bauernverband, Netzbetreiber und anderen Akteuren die hier auftretenden Konflikte. Sehr engagiert wurde dabei am Runden Tisch die Frage alternativer Trassenführungen und der Höhe und Häufigkeit von Entschädigungszahlungen für die Betroffenen diskutiert. Schlussendlich beschloss die Rolle der fiktiven Hessischen Landesregierung den Bau der Stromtrasse im Alternativkorridor bei entsprechender Entschädigung und einer teilweise unterirdischen Verlegung der Leitung. Dabei gelang es den beteiligten Schülerinnen und Schülern in einem lebendigen und konstruktiven Austausch der Argumente die unterschiedlichen Interessen der eigenen Rolle sehr engagiert zu vertreten und so die eigene Urteilkompetenz im Hinblick auf die Herausforderungen des Netzausbaus zu schärfen. Fachbereichsleiter Thorsten Rohde konnte als verantwortlicher Lehrer ein ausgesprochen positives Fazit ziehen und er betonte: „Es ist wichtig, für seine Interessen einzustehen. Ein Perspektivwechsel erleichtert es, sich auch seiner eigenen Argumente zu vergewissern und den Standpunkt zu bestimmen. Frühzeitiges Engagement ist wichtig. Davon lebt nicht nur die Schule, sondern auch die Gesellschaft.“ „Wir möchten mit dem Projekt zeigen, dass das Gelingen der Energiewende und weitere Fortschritte beim Netzausbau unmittelbar zusammenhängen“, fasste Projektleiter Jan Roessel von der DeutschenGesellschaft e. V. das Projektziel zusammen und ergänzte, dass „Kompromisse in einer demokratisch verfassten Gesellschaft dazugehören. In politischen Debatten wird der Ton jedoch immer polarisierter“. Die Energiewende verändert die Stromversorgung in Deutschland, bleibt aber nicht unumstritten. Die Deutsche Gesellschaft e. V. möchte die Schülerinnen und Schüler bei diesem für das Land Hessen zentralen Projekt über den Zusammenhang zwischen Energiewende und Netzausbau informieren. Die Veranstaltungsreihe „Zukunft Netzausbau in Hessen – Ein Planspiel für Schulen“ wird im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen durchgeführt und von derLandesEnergieAgentur Hessen GmbH finanziert.

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Trotz Corona – Philippinum nimmt am "Jugend präsentiert"-Schulwettbewerb teil

MINTNaturwissenschaftenWettbewerbe

Siri Metzger

"Jugend präsentiert" ist ein deutschlandweiter Wettbewerb, welcher am Philippinum erstmalig mit 67 Schüler*innen der Nawi-Wu Kurse durchgeführt wurde.
Im Rahmen des Wettbewerbes galt es, eine Präsentation zu einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Fragestellung zu entwickeln. Die nötigen Kompetenzen wie etwa die Situationsanalyse, geeignete Fragestellungen, Adressaten gerechte Kommunikation und Gliederung wurden vorher im Unterricht gemeinsam erarbeitet und erprobt.
Im Rahmen ihrer Vorträge beantworteten die Schüler*innen der Jahrgangsstufen 9 und 10 interessante Fragestellungen wie etwa: „Warum setzt der Verstand bei Sonderangeboten aus?“ oder „Wie entsteht ein Stern?“
Corona bedingt wurden alle Präsentationen in Form von Videos dargestellt, welche von der Jury hinsichtlich verschiedener Kriterien wie Sachkenntnis, Darstellungsvermögen und Adressatenorientierung bewertet wurden. Die Jury kam zu einem eindeutigen Ergebnis: Emma und Malena Cromm (Jg. 10) präsentierten das Thema "Warum macht Seife Schaum?" ebenso wie Emma Wirbelauer und Leni ten Elsen (Jg. 9) das Thema „Wie entsteht ein Regenbogen?“ auf herausragende Art und Weise und dürfen nun im Hessenfinale, welches in diesem Jahr ebenfalls digital stattfindet, um das Ticket zum Finale in Berlin kämpfen. 
 

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„99% halten sich freiwillig an die Corona-Maßnahmen“ – Umfrage zum Thema Corona am Gymnasium Philippinum

GesellschaftSchulleben

Jörg Freihold

Maskenpflicht, Wechselunterricht, Homeschooling – Was denken die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Philippinum über die Corona-Krise und die damit verbundenen Veränderungen in ihrem schulischen Alltag? Antworten auf diese Frage erbrachte eine Umfrage, die der Kurs Politik und Wirtschaft der Jahrgangsstufe 11 kurz vor den Weihnachtsferien durchgeführt hat. Berücksichtigung fanden die Ergebnisse der Fragebögen von 140 Schülerinnen und Schülern der vom Wechselunterricht betroffenen Klassen 7 bis 12. In der geschichteten Zufallsauswahl wurde auf eine annähernde Gleichverteilung von Geschlechtern und Jahrgangsstufen geachtet.Während nur 26% der Befragten äußerten, Angst vor Corona zu haben, gaben 75% an, Angst um nahestehende Personen wie Familie oder Freunde zu haben. „Entgegen des Vorurteils der sorglosen Jugend herrscht ein hohes Maß an Bereitschaft bei unseren Schülerinnen und Schülern, für ihre Familien und Menschen in ihrer Umgebung Einschränkungen in Kauf zu nehmen“, so Jörg Freihold, der die Umfrage mit seinem Politik- und Wirtschaftskurs durchgeführt und ausgewertet hat. Dazu passt, dass 99% der Befragten angeben, sich „immer“ oder „meistens“ an die Corona-Beschränkungen zu halten. Etwa ein Drittel gab jedoch an, sich wegen der mit der Pandemie verbundenen Beschränkungen öfter einsam zu fühlen. Im Hinblick auf die mit den wirtschaftlichen Folgen der Krise verbundenen Ängste die eigene Zukunft betreffend zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen den Klassen: Je näher das Abitur, desto größer etwaige Sorgen und Befürchtungen. Die Corona-Maßnahmen am Philippinum finden allgemein hohe Akzeptanz, was sich besonders an der hohen Zustimmung (64%) zur Aussage „Ich bin alles in allem zufrieden damit, wie meine Schule auf Corona reagiert“ ablesen lässt. Nur ein Viertel der Jugendlichen fühlt sich nach eigenen Angaben dadurch eingeengt. Ein großer Teil der Befragten empfindet allerdings Maske tragen und Abstand halten auch während der Pausen im Freien als zu streng. Hier traten auch die besonderen Probleme der Oberstufe zu Tage, stimmten doch über 80% der entsprechenden Altersgruppe der Aussage „Ich weiß nicht immer, wo ich in Pausen oder Freistunden hinsoll“ zu.

Kaum Unterschiede zeigten sich in der persönlichen Beurteilung von Wechselunterricht gegenüber Homeschooling und „normalem“ Schulunterricht, wobei allerdings annähernd 30% der Jugendlichen deutlich machten, „vor Corona“ mehr Spaß an der Schule gehabt zu haben. Fiona Bückner, Schulsprecherin und Mitglied des durchführenden PoWi-Kurses, zeigte sich darüber zunächst überrascht, dass das Wechselmodell so gut aufgenommen wurde. Sie sei zu Beginn von mehreren Schülerinnen und Schüler auf Probleme angesprochen worden. „Ein Grund dafür“, so Bückner, „kann sein, dass durch die kleineren Klassen ein besseres Arbeitsklima herrscht, wodurch den Schülerinnen und den Schülern das Lernen leichter fällt und auch der Unterricht flüssiger und angenehmer durchgeführt werden kann. “Während das technische Verständnis der Lehrkräfte – mit einer großen Streubreite – insgesamt durchaus positiv bewertet wird, ist eine deutliche Mehrheit der Überzeugung, die sich durch den Online-Unterricht bietenden Möglichkeiten könnten noch besser genutzt werden. Eigene technische Probleme, die auch schon mal die Bearbeitung oder Abgabe von im Rahmen des Homeschooling gestellten Aufgaben verhindert hätten, räumten ungefähr 40% der Schülerinnen und Schüler ein. Die Rückmeldungen auf die Aussage „Ich komme mit den gestellten Aufgaben alleine klar“ lassen auf ein hohes Maß an Selbstständigkeit schließen, gab doch nur eine Minderheit an, damit Probleme zu haben. Allerdings ließ auch die Hälfte der Befragten erkennen, für die häuslichen Arbeiten schon die Hilfe anderer in Anspruch genommen zu haben, wobei die Qualität der Aufgaben – abzulesen daran, ob diese mit den gegebenen Anleitungen zu bewältigen sind – als hoch eingeschätzt wird. Fiona Bückner macht besonders das soziale Miteinander Sorgen. „74% der Befragten aus der Sekundarstufe I haben angegeben, dass ihnen die SV Stunden fehlen.“ Für sie als Schulsprecherin zeige dies, „wie wichtig die SV Stunden den einzelnen Schülerinnen und Schülern sind und wie viel sie ausmachen.“Ein Drittel der Befragten glaubt, sich im Zuge von Corona schulisch verschlechtert zu haben und empfindet außerdem eine Verschlechterung des Miteinanders in der eigenen Klasse beziehungsweise Lerngruppe.Das zum Zeitpunkt der Erhebung im November 2020 praktizierte Wechselmodell,  – jeweils die Hälfteeiner Klasse/Lerngruppe erhält Präsenzunterricht beziehungsweise arbeitet parallel im Homeschooling – stößt auf breite Zustimmung über alle Jahrgangsstufen hinweg (75%), auch das Lernen im Rahmen dieses Modells wird überwiegend nicht als schwerer empfunden. Ungefähr 40% der Befragten empfinden jedoch Ungleichheiten zwischen den Teilgruppen hinsichtlich des Lerntempos und der Stoffvermittlung als Problem.

Alles in allem, so Freihold, zeige sich eine hohe Akzeptanz der Corona-Maßnahmen und Bereitschaft, bei diesen mitzuwirken. „Gerade die neuen technischen Möglichkeiten finden unsere Schüler spannend, die meisten wollen mehr davon. Und dennoch haben die meisten den Wunsch, ihre Freunde wiederzusehen und die Begegnungen und Extras wiederzubekommen, die Schule zu einem nicht unerheblichen Teil ausmachen.“ Eine besonders für die Lehrkräfte wichtige Erkenntnis der Umfrage ganz zum Schluss: Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler ist der Ansicht, der eigene Arbeitsaufwand für Schule habe sich durch das Wechselmodell vergrößert. Gleichzeitig besteht für die 15%, die diese Aussage entschieden verneinen, die Gefahr, durch Corona abgehängt zu werden, besonders wenn Strukturierungsprobleme dazukommen.

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Januar 2021

Verabschiedungen

Schulleben

Frank Bröckl

Der Corona-Pandemie geschuldet, fand die Verabschiedung verdienter Mitglieder des Kollegiums zum Schulhalbjahr in kleiner, aber dennoch feierlicher Runde im Lehrerzimmer statt. „Mit Distanzunterricht im Lockdown und alternativen Lehrproben ohne direkten Schülerkontakt liegt ein überaus spannendes und herausforderndes Referendariat hinter Ihnen“, stellte Schulleiter Stefan Ketter in Richtung Ramona Horn (Deutsch, Englisch) und Jens Göckler (Latein, Mathematik) fest. Er würdigte das Engagement der beiden „LiVs“ (Lehrer/in im Vorbereitungsdienst) und die Bereicherungdes Kollegiums durch neue Ideen und Impulse und schenkte beiden – ebenso wie später den Pensionären - einen Einkaufsgutschein der Wirtschaftswerbung Weilburg. „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man bekommt“, formulierte Personalratsvorsitzende Frauke Nies in Anspielung auf die fachfremden Unterrichtseinsätze der ehemaligen Referendare, unter anderem in Kunst und Französisch. Passend dazu überreichte sie eine mit süßen Versuchungen gefüllte GPW-Tasse verbunden mit dem Wunsch, beide mögen auf ihrem weiteren Berufsweg noch viele positive Erfahrungen machen können. Auch Franziska Hesse – in der Nachfolge von Dr. Jörn Schweisgut für die Betreuung der Lehrer/innen im Vorbereitungsdienst am Philippinum verantwortlich – verabschiedete die jungen Kollegen sehr herzlich und überreichte Präsente. Während Ramona Horn mit einem Vertretungsvertrag im Umfang von 20 Wochenstunden weiter am Philippinum unterrichtet, wird Jens Göckler zunächst an die Universität zurückkehren. Beide bedankten sich bei Schulleitung und Kollegium für die gute Aufnahme und die Unterstützung im Rahmen der zweiten Ausbildungsphase. Dr. Helmut Lößl darf ab sofort seinen Ruhestand genießen, den er auf eigenen Wunsch vorzeitig antrat. Seit 2008 unterrichtete er das Fach Evangelische Religion mit voller Stelle im Schuldienst, wobei er zunächst je zur Hälfte an der Weiltalschule Weilmünster und am Philippinum wirkte. „Sie sind der einzige Kollege, der es sich aufgrund seiner ordentlichen Schrift erlauben durfte, handgeschriebene Vorschläge zum mündlichen Abitur einzureichen“, stellte Schulleiter Stefan Ketter schmunzelnd fest. Für dessen anerkennende Worte revanchierte sich Dr. Lößl im Gegenzug in Versform, indem er eine Rolle aus dem von ihm anlässlich des Schuljubiläums im Jahr 2015 geschriebenen szenischen Anspiel zur Schul- und Kirchengeschichte kurzerhand mit dem Direktor besetzte. Frauke Nies überreichte einen Text von Cicero über das Älter werden. „Sie kriegen das hin und bleiben dabei im Kopf trotzdem jung“, war sie sich sicher, und bedauerte es, ihren ehemaligen Kollegen meist nur auf dem Flur getroffen zu haben. „Wir sind uns aber öfter im Schwimmbad begegnet. Da haben Sie mich meist überholt“, entgegnete Dr. Lößl spontan mit dem ihm eigenen Humor. Auch Konstanze Keul (Englisch, Französisch) wurde auf eigenen Wunsch vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet. Zunächst mit einem Vertretungsvertrag ausgestattet, unterrichtete sie seit dem Schuljahr 2007/2008 mit voller Stelle an der Schule. Schulleiter Stefan Ketter dankte ihr sehr herzlich für die geleistete Arbeit. „Behalten Sie unser Kollegium in guter Erinnerung. Ich hoffe sehr, Sie in absehbarer Zeit bei einer geselligen Veranstaltung an der Schule wiederzusehen“, so der Direktor. „Die Blumenbinderin“ lautet der Titel des Buches, das Personalrätin Anke Hartmann der zukünftigen Pensionärin und Blumenliebhaberin überreichte. Ihre Gestecke und die mit viel Liebe arrangierten Dekorationen beim traditionellen Umtrunk hätten für das Kollegium den Wohlfühlfaktor im Lebensraum Schule über die Jahre deutlich erhöht. Die Eröffnung eines Blumencafés mit Blumen von Konstanze Keul und Kuchen von Anke Hartmann: Man darf gespannt sein, ob die befreundeten Kolleginnen diesen mit einem Schmunzeln geäußerten „gemeinsamen Lebenstraum“ in der Zukunft noch verwirklichen werden! 

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Videokonferenz zum Thema Entwicklungszusammenarbeit mit „Brot für die Welt“

GesellschaftProjekte

Marion Kops

Im Anschluss an die Themeneinheit „Entwicklung und Möglichkeiten von Entwicklung“ haben sich am 26. Januar die beiden Geographie-Leistungskurse der Klasse 12 des Gymnasium Philippinum unter der Leitung der beiden Tutoren Christoph Bickel und Jonas Hedrich mit der Entwicklungszusammenarbeit der Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ der evangelischen Landes– und Freikirchen in Deutschland auseinandergesetzt. Bei der gemeinsamen Videokonferenz ging es um die Erfolge der weltweiten Entwicklungszusammenarbeit in Form von Hilfe zur Selbsthilfe und die Auswirkungen der Corona – Pandemie auf die Entwicklungsländer. Um diese und weitere Fragen zu klären, war uns Brigitte Molter von „Brot für die Welt“ mit einer anschaulichen Präsentation zugeschaltet.In einer kurzen interaktiven Phase erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Übersicht darüber, in welchen Bereichen sich das Hilfswerk besonders engagiert und kamen zu dem Ergebnis, dass die Armutsbekämpfung, die Ernährungssicherung sowie die Sicherung der Menschenrechte – darunter auch das Recht auf Bildung und Chancengleichheit – neben vielen weiteren, zentrale Punkte der Arbeit von„Brot für die Welt“ widerspiegeln. Dass die Hilfen von der Spendenorganisation in betroffenen Gebieten bereits Wirkung zeigen, sahen wir an Beispielen von Bangladesch und den Philippinen. Im Zuge dessen wurde jedoch auch deutlich, dass die Corona – Pandemie desaströse Auswirkungen auf die Entwicklungszusammenarbeit und somit auch auf die Entwicklungsländer selbst hat, die in solchem Maße nicht vorstellbar sind. Trotzdem haben die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass der Unterentwicklung unter anderem mithilfe von Entwicklungszusammenarbeit entgegengewirkt werden kann.Abschließend möchten die Schüler der beiden Geographie-Leistungskurse sowie auch deren Tutoren einen besonderen Dank an Brigitte Molter von „Brot für die Welt“ aussprechen, welche uns – auch in Zeiten des Homeschoolings – eine aufschlussreiche und informative Unterrichtsstundeermöglicht hat. Sicher werden wir noch des Öfteren an den heutigen Nachmittag zurückdenken, aus dem wir viel haben mitnehmen können.

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Mathematik-Olympiade

MINTWettbewerbe

Johannes Langner

Sechs Schüler des Jahrgangs 5 vom Gymnasium Philippinum hatten sich für die zweite Runde der Mathematik-Olympiade 2020 (Regionalrunde) qualifiziert und am 11.11.20 in der Aula unserer Schule die Wettbewerbs-Klausur geschrieben. Die Aufgaben waren für die zehn- bzw. elfjährigen Schüler ganz schön knackig. Es ging vor allem um kombinatorische Problemstellungen. So sollten die Schüler z.B. ermitteln, wie viele verschiedene Sitzordnungen es für die fünf Kinder Anna, Bernhard, Charlotte, Dennis und Evelyn gibt, wenn Jungen und Mädchen abwechselnd sitzen sollen, Charlotte nicht in der Mitte und Evelyn auf keinen Fall neben Dennis sitzen möchten. In einer anderen Aufgabe ging es um fünfstellige Zahlen, deren Quersumme 38 ist. Die sechs Schüler zeigten gute Ausdauer und am Ende auch Ergebnisse, die sich sehen lassen konnten. Das beste Ergebnis erzielte Nala Georg mit 31,7 Punkten. Zweiter wurde Leonard Gürtel (27,2 Punkte) und den dritten Platz belegte Nelio Schäfer (27 Punkte). Für eine Teilnahme an der dritten Runde (Landesentscheid) reichte es leider nicht ganz. Trotzdem war die Freude groß über die erbrachten Leistungen und die Anerkennung , die ihnen durch Frau Gerlach (Fachbereichsleiterin III) ausgesprochen wurde.

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#everynamecounts: Damit die Namen nicht vergessen werden

GesellschaftProjekte

Thorsten Rohde

Gemeinsam mit Freiwilligen bauen die Arolsen Archives das größte digitale Denkmal für Opfer des Nationalsozialismus auf. Das Gymnasium Philippinum ist als Partner dabei und unterstützt die Initiative, die Erinnerung in die Mitte der Gesellschaft bringt. Zum 27. Januar, dem Internationalen Gedenktag für den Holocaust und die Opfer des Nationalsozialismus,setzten mehrere Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II des Gymnasium Philippinumein Zeichen für Respekt, Vielfalt und Demokratie. „Wir machen mit und digitalisieren Namen und biografische Daten von Verfolgten des Nationalsozialismus. Damit treten Schicksale aus der Anonymität und aus der Vergangenheit in die heutige Zeit“, so Thorsten Rohde als verantwortlicher Lehrer. Mit der Hilfe von Freiwilligen aus aller Welt entsteht durch die Initiative #everynamecounts das umfangreichste Online-Archiv über die Opfer und Überlebenden des nationalsozialistischen Terror-Systems.

Aktiv ein Zeichen setzen

Ein PC und eine Internetverbindung: Das ist alles, was man braucht, um bei der Initiative mitzumachen – spezielles Wissen ist nicht notwendig. Die Freiwilligen werden auf einer Crowdsourcing-Website durch Archiv-Dokumente geführt und bekommen Tipps für die Bearbeitung. Die Dokumente stammen aus Konzentrationslagern und zeigen, dass damalige Motive für Verfolgung heute nicht aus der Welt sind. „Jede Information, die neu erfasst wird, ist ein Ausdruck von Solidarität mit den Opfern“, betont Floriane Azoulay, Direktorin der Arolsen Archives. „So bauen wir ein Denkmal auf der Basis historischer Dokumente – für die Wahrheit und gegen Rassismus und Antisemitismus.“

Rund 600.000 Dokumente mit persönlichen Angaben

Die Arolsen Archives stellen zum 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, rund 600.000 Dokumente aus verschiedenen Konzentrationslagern zum Crowdsourcing bereit. Darunter befindet sich eine große Zahl von Häftlings-Personalkarten und Häftlings-Personalbögen, die wichtige Daten und biografische Angaben wie den Geburtsort enthalten. Zudem finden sich auch Namen von Angehörigen, die manchmal die letzte Spur vor deren Ermordung sind: Als „Wohnorte“ von Eltern oder Geschwistern sind Orte der Vernichtung wie Auschwitz-Birkenau oder Majdanek dokumentiert.

Immer mehr Freiwillige

Die Arolsen Archives haben #everynamecounts 2020 als Pilotprojekt gestartet. Über 10.000 registrierte Freiwilligehaben schon mitgearbeitet. Um weltweit noch mehr Menschen zu erreichen, sind nun drei Sprachen hinzugekommen: Zusätzlich zu Deutsch und Englisch gibt es das Projekt mit allen Infos nun auch auf Spanisch, Polnisch und Französisch. Neu ist zudem eine digitale Einführung, die den Einstieg in #everynamecounts erleichtert und sich deshalb auch für Schulprojekte eignet.Die aktuelle Pandemie-Lage hinderte die Jugendlichen des Gymnasium Philippinum nicht daran, sich im Rahmendes Projekts zu engagieren. Im Homeschooling konnten sie Umfang und Zeitpunkt der eigenen Tätigkeit frei wählen. „Vor dem Projekt war mir zwar bewusst, dass viele grausame Verbrechen in der Zeit des Dritten Reiches begangen wurden, aber durch das Projekt wurde mir nochmal verdeutlicht, wieviele es wirklich waren. Besonders die Schicksale der Kinder haben mich berührt. Und deswegen bin ich froh, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte“, so Schülerin Charlotte Nickel.

Über die Arolsen Archives

Die Arolsen Archives sind ein internationales Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Sie beinhaltet Dokumente zu den verschiedenen Opfergruppen des NS-Regimes und ist eine wichtige Wissensquelle für die heutige Gesellschaft.

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Dezember 2020

Lennja Schuld Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs der Klassen 6

EventsSprachenWettbewerbe

Frank Bröckl

Fünf Mädchen und ein Junge traten am Gymnasium Philippinum zur Schulrunde des Vorlesewettbewerbs für die Klassenstufe sechs an. In vorweihnachtlichem Ambiente im Medien- und Lernzentrum der Schule hatte Lennja Schuld aus der Klasse 6e am Ende die Nase vorn und konnte sich gegen Nelly Saßmannshausen (6a), Aya Aljayoush (6b), Polly Nierfeld (6c), Mira Biermas (6d) und den einzigen Jungen im Finale, Lasse Janssen (6f), durchsetzen. „Leider müssen wir in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie sowohl auf die Buchtipps von Frau Habib aus der Residenzbuchhandlung als auch auf Publikum aus der Klassenstufe 5 verzichten“, drückte Fachbereichsleiterin Annegret Weigel in ihrer Begrüßung ihr Bedauern über diesen „Lesewettbewerb unter anderen Bedingungen“ aus. Bereits in der ersten Runde – hier durfte eine vorbereitete Passage aus einem selbst ausgewählten Buch vorgetragen werden – beeindruckten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ausgefeilter Lesetechnik und gelungener Interpretation. In einem engen Kopf an Kopf-Rennen sollte schließlich wie so oft das Vorlesen des unbekannten Textes die Entscheidung bringen. Für diese zweite Runde hatte Organisatorin Annegret Weigel, die die Veranstaltung auch moderierte, das Buch „Das geheimnisvolle Spukhaus“ vom Welttag des Buches aus dem Jahr 2017 ausgewählt. Auch hier meisterten die Kinder schwierige Textstellen mit Bravour und erzeugten bei der Jury bestehend aus Schulleiter Stefan Ketter und den Deutschlehrerinnen und -lehrern Stella Türk, Astrid Schweitzer, Stefanie Kanthak, Evelyn von Seggern und Jörg Freihold echte Gänsehaut-Atmosphäre. Als schließlich Stefan Ketter nach langer Beratung nach vorne trat, um das Ergebnis zu verkünden, war die Spannung im Raum fast greifbar. „Ihr habt es uns mit euren tollen Leseleistungen sehr schwer gemacht“, sprach der Schulleiter allen Kandidatinnen und Kandidaten ein großes Komplimentaus, um dann zu verkünden: „Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs 2020 am Gymnasium Philippinum ist Lennja Schuld!“ Diese hatte nur als Nachrückerin für die verhinderte eigentliche Klassensiegerin Emelie Saam am Wettbewerb teilgenommen und freute sich daher ganz besonders über ihren Erfolg. Für alle Kinder gab es abschließend Urkunden und Buchpreise der Wilinaburgia. Gewinnerin Lennja Schuld bekam zusätzlich noch einen Buchgutschein für die Residenzhandlung, ebenfalls gestiftet von der Wilinaburgia.

Hier die Lesetipps der Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

„Mein Lotta-Leben – Das reinste Katzentheater“ (Alice Pantermüller/Daniela Kohl), gelesen von Nelly Saßmannshausen (6a)

„Die Duftapotheke (4) – Das Turnier der tausend Talente“ (Anna Ruhe), gelesen von Aya Aljayoush (6b)

„Wunder“ (Raquel J. Palacio), gelesen von Polly Nierfeld (6c)

„K.I. Freundschaft vorprogrammiert“ (Monica Meira Vaughan), gelesen von Mira Biermas (6d)„Lou und Lakritz – Gemeinsam unschlagbar“ (Julia Boehme), gelesen von Schulsiegerin Lennja Schuld (6e)

„Warrior Cats-Special Adventure – Feuersterns Mission“ (Eric Hunter), gelesen von Lasse Janssen (6f)

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November 2020

Exklusiver Live-Stream zur deutschen Einheit für Gymnasium Philippinum

GesellschaftProjekteSchulleben

Frank Bröckl

Am 9. November 1989 fällt die Berliner Mauer. Nach insgesamt vier Jahrzehnten der Teilung folgt eine rasante Entwicklung hin zur deutschen Einheit. In einer multimedialen Zeitreise führte der renommierte Politologe und Vortragsprofi Ingo Espenschied Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 12 des Gymnasium Philippinum in einem Live-Stream im bekannten Doku-Live-Format durch vier Jahrzehnte deutscher und europäischer Teilung.
Warum stellten sich Briten und Franzosen zunächst gegen die Wiedervereinigung? Was können wir aus dem Zusammenbruch des Ostblocks und dem damit aufgeschlagenen neuen Kapitel der europäischen Einigung für die Zukunft lernen? Diese und weitere Fragestellungen thematisierte Espenschied, der an der Pariser Sorbonne und der London School of Economics studierte und als ausgewiesener Experte für europäische Beziehungen gilt, ebenso informativ wie unterhaltsam. Mit dem von ihm entwickelten DOKULIVE-Format entwickelte er ein neues, innovatives Genre im Bereich der politischen Bildung. Nach 11 Jahren und mehr als 1.000 Bühnenveranstaltungen in 11 Ländern haben Espenschied und sein Team die Veränderungen durch die Corona-Krise dazu genutzt, um den Zuschauern die multimedialen Erzählungen und Zeitreisen auch als Live-Stream anzubieten. 
Durch Aktivierung eines Links, den der Kurs Politik und Wirtschaft von Lehrer Thorsten Rohde eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung erhalten hatte, konnten sich die Schülerinnen und Schüler über die Plattform YouTube in ihrem Unterrichtsraum dem Stream zuschalten. Espenschied sprach direkt zu den Schülerinnen und Schülern und ging via Chat unmittelbar auf deren Fragen ein. Sein Live-Kommentar wurde multimedial durch Fotos, Videos, Grafiken und Zeitzeugeninterviews begleitet. Grundsätzlich bietet DOKULIVE_online die Möglichkeit, mit einem einzigen Stream mehrere Veranstalter, Institutionen oder Schulen miteinander zu verbinden und so eine große Reichweite zu erzeugen. „DOKULIVE_online ist ein interaktives und daher besonders für Schülerinnen und Schüler spannendes und lebendiges Format. Die Veranstaltung zu den Themen Europa und deutsche Einheit war eine optimale Ergänzung unseres Unterrichts“, so Thorsten Rohde.l Über die rege Beteiligung am Chat zeigte er sich hoch erfreut.
 

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Banker am Gymnasium Philippinum

GesellschaftProjekteWettbewerbe

Thorsten Rohde

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 12 des Gymnasium Philippinum sind in die Rolle von Bankern geschlüpft. Sie leiten nun eine fiktive Bank und versuchen, sich am Markt zu behaupten. SCHULBANKER ist ein Planspiel für Schülerinnen und Schüler. Hierbei können diese wie ein Bankvorstand in der Realität wichtige Entscheidungen in allen Geschäftsbereichen wie Sparen und Kredite, Aktienfonds, Filialen und Kundenterminals sowie Werbung, Aus- und Weiterbildung treffen.
Außerdem lernen die Schülerinnen und Schüler, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen auf die Marktentwicklung haben. Ebenso gilt es, konjunkturelle Entwicklungen und die wirtschaftlichen Gesamtzusammenhänge im Blick zu behalten. Die  teilnehmenden Gruppen des Gymnasium Philippinum stehen dabei im Wettbewerb zu anderen Teams verschiedener Schulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren EU-Ländern, wobei die 20 besten Teams nach Berlin zum Finale eingeladen werden und die drei Gesamtgewinner Geldpreise erhalten. SCHULBANKER, ausgerichtet vom Deutschen Bankenverband, möchte Jugendliche für wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren. Seit rund 30 Jahren ist das Thema Schule und Wirtschaft ein Schwerpunkt des gesellschaftspolitischen Engagements. Das Gymnasium Philippinum nimmt zum wiederholten Male am Planspiel teil. Die Schülerinnen können auch außerhalb des Unterrichtes agieren. „Das ganze Spiel ist digital angelegt, so dass es auch in Corona-Zeiten gut durchführbar ist“, sagt Thorsten Rohde, der die „Banker“ betreut.

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September 2020

Gemeinsamer Workshop Entwicklung mit dem Geopark WLT

ExkursionenGesellschaftProjekte

Christoph Bickel

Im Zuge der Unterrichtseinheit „Globale Disparitäten – Entwicklungschancen und Erklärungsansätze für Nichtentwicklung“ konnten die beiden Geographie-Leistungskurse der Klasse 12  unter der Leitung von Christoph Bickel und Jonas Hedrich sich mit der wichtigen Thematik der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung exemplarisch anhand verschiedener Beispiele beschäftigen. Nach einer kurzen Warm-Up-Phase, in denen der Referent Michael Volkwein vom Geopark Westerwald-Lahn-Taunus mit Hilfe der hessischen Versionen der 17 Entwicklungsziele Vorwissen auffrischte, ging es in Gruppenarbeiten mit Maske an die Arbeit. Jetzt konnten die 34 Schülerinnen und Schüler gemeinsam die exemplarischen Räume Kalifornien, Mauretanien, Bangladesch und Venezuela anhand einer Raumanalyse und Kriterien der Vulnerabilität anhand verschiedener Karten und Indizes analysieren und Entwicklungschancen erarbeiten. Die gemeinsame Arbeit zeigte sich als sehr fruchtbar und machte allen Spaß. Im Anschluss wurden die gemeinsamen Ergebnisse dem Plenum präsentiert. Ein besonderer Dank geht an den Referenten Michael Volkwein vom Geopark, der den Schülerinnen und Schülern eine gerade in Coronzeiten doch besonders motivierende Unterrichtseinheit geboten hat!

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Trotz Corona: Apfelernte am Gymnasium Philippinum findet auch in diesem Jahr statt!

ProjekteSchulleben

Siri Metzger

Bereits im Sommer zeichnete es sich am übervollen Kirschbaum im Biotop ab: Dieses Jahr war ein gutes Jahr für die Obstbäume. Und es stimmte: Als vor den Herbstferien das alljährliche Apfelpflücken von Schülerinnen und Schülern auf der Streuobstwiese stattfand, stellte sich schnell heraus, dass die vorhandenen Kisten nicht reichen würden. Rasch wurden zusätzliche Säcke sowie Schüler akquiriert, um der Masse von Äpfeln Herr zu werden und diese auf den Anhänger zu verladen.
Natürlich kam auch das Probieren nicht zu kurz und am Ende war sich die Mehrheit sicher: „Die Äpfel sind so süß, dass muss ein super leckerer Apfelsaft werden!“
Die gepflückten und handverlesenen Äpfel wurden anschließen zu Marthas Mosterei nach Beilstein gefahren. Martha Schmidt wird selbst mit Hand anlegen, um aus den Äpfeln über 300 Liter köstlichen Apfelsaft zu pressen, welcher nach den Ferien in der Schule erworben werden kann.

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Ausstellung gegen Rechtsextremismus

EventsGesellschaftProjekte

Frank Bröckl

„Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“, unter diesem Motto wurde in der Aula eine Ausstellung des Forums Jugend und Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung eröffnet. Schulleiter Stefan Ketter zeigte sich im Rahmen seiner Begrüßung hoch erfreut darüber, dass es gelungen ist, die Wanderausstellung an die Schule zu holen. Sein besonderer Dank für die Organisation ging an Simon Schüler von der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie an Thorsten Rohde, Leiter des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften, Bärbel Kamphausen-Muser, die Fachsprecherin für Politik und Wirtschaft, ihren Kollegen Stefan Laszlo sowie an den Verantwortlichen für Sucht- und Gewaltprävention, Christof Trümner. „Demokratieerziehung hat in unserer Arbeit einen hohen Stellenwert“, betonte der Schulleiter. So enthalte auch das vor zwei Jahren entwickelte schulische Leitbild einen Passus, der sich ausdrücklich gegen Diskriminierung, Ausgliederung, Hass und alle Formen von Extremismus wende. Nicht selten jedoch würden von Jugendlichen aus Spaß Texte und Inhalte im Internet verbreitet, die rechtsextreme Inhalte tolerieren würden. Dem gelte es mit allen Mitteln entgegen zu treten. In Anlehnung an die Ermordung des CDU-Politikers Walter Lübke sprach Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch von einer gefährlichen Entwicklung, die ein Niveau erreiche, das der Rechtsstaat niemals akzeptieren dürfe und er ergänzte: „Die aktuelle Entwicklung zeigt aber auch, dass wir gegenüber dem Linksextremismus wachsam sein müssen“. Er bedankte sich bei der Friedrich-Ebert-Stiftung und bei seiner ehemaligen Schule für diese Initiative. „Damals hätte man sich so etwas gewünscht“, formulierte Jörg Schönwetter, Vorsitzender des Schulelternbeirats in Erinnerung an seine eigene Schulzeit. In den 60er und 70er Jahren seien diese Themen nicht behandelt worden. Die speziell für Jugendliche gestaltete Ausstellung weist auf 16 Tafeln auf die Gefahren hin, die vom Rechtsextremismus für Demokratie und Menschenrechte ausgehen. Neben Informationen über verschiedene Facetten des Rechtsextremismus wird auch aufgezeigt, wie man sich gegen Rassismus und Gewalt und für mehr Demokratie und Menschlichkeit einsetzen kann. Insgesamt möchte die Präsentation, die sich in erster Linie an die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sieben bis zwölf in den geisteswissenschaftlichen Fächern Religion, Ethik, Geschichte sowie Politik und Wirtschaft wendet, auch zu mehr Zivilcourage ermuntern. „Im Rahmen des bestehenden Zeitplans ist die Ausstellung aber auch offen für andere Gruppen“, betonte Fachbereichsleiter Thorsten Rohde ausdrücklich.

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August 2020

Sextaneraufnahme

EventsSchulleben

Frank Bröckl

Das Gymnasium Philippinum startet im Jahrgang 5 fünfzügig in das neue Schuljahr. 137 Jungen und Mädchen wurden in der Kreissporthalle in insgesamt fünf Klassen neu in die Schulgemeinde aufgenommen. Um den geltenden Hygienestandards gerecht werden zu können, durfte jedes Kind nur zwei Begleitpersonen mitbringen und es fanden drei getrennte Veranstaltungen nacheinander statt.

„Trotz Corona-Pandemie werden wir die Sextaneraufnahme feierlich begehen“, stellt Schulleiter Stefan Ketter im Rahmen seiner Begrüßung fest und wertete die große Zahl der Neuanmeldungen als Bestätigung der schulischen Arbeit des Philippinum. Sein besonderer Dank für die Organisation bei der Einteilung der neuen Klassen galt Annegret Weigel und Sandra Linn.

„Habt ihr euch auch schon einmal gewünscht, zaubern zu können?“, fragte der Schulleiter zu Beginn seiner Rede die anwesenden Kinder. Mit einem Modell des legendären Elderstabs aus dem Roman um Harry Potter in der Hand zog Stefan Ketter Parallelen zwischen den Erlebnissen des weltweit berühmtesten Zauberers und seiner Aufnahme in Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei, und der Aufnahme der frisch gebackenen Sextaner in das Gymnasium. „Anders als Harry zu Beginn seiner Schulzeit kennt ihr euch schon gut aus, ihr wisst und könnt schon vieles“, ermutigte er die Jungen und Mädchen. Das Philippinum sei zwar kein Schloss wie die besagte Zauberschule, es habe aber ebenfalls viele Räume und zahlreiche Treppen. „Harry hatte am ersten Schultag große Probleme mit den Treppen. Vielleicht fragt ihr euch auch, wie ihr das alles schaffen sollt, was vor euch liegt. Aber alles ist Stufe für Stufe erreichbar und beim Besteigen der Treppen bis hin zum Abitur seid ihr nicht allein“, führte der Direktor weiter aus. Er verwies auf die Hilfe durch Lehrerinnen und Lehrer, Mitschülerinnen und Mitschüler und die Eltern, um mit einem Zitat von Hermann Hesse zu schließen: „Allem Anfang wohnt ein Zauber inne“.

„Seid ihr aufgeregt oder total cool?“, fragte Jörg Schönwetter, der Vorsitzende des Schulelternbeirats, in die Runde. Viele neue Gesichter würden die Kinder erwarten und es gelte, zahlreiche neue Menschen kennenzulernen. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie appellierte er, aufmerksam zu bleiben und die geltenden Regeln zu beachten. Allen Schülerinnen und Schülern wünschte er einen guten und erfolgreichen Start.

„Am Schönsten und Spannendsten war der Moment vor der Klasseneinteilung“, habe ihr Sohn gesagt, der bereits in die siebte Klasse geht, so Sandra Linn als Vertreterin der Stufenleitung für die Klassenstufen fünf und sechs. Und sie ergänzte: „Ihr werdet feststellen, dass es - neben alten Freunden – viele nette neue Kinder in euren Klassen gibt“. Schulleiter Stefan Ketter bedauerte, dass der übliche Handschlag zur Aufnahme in die Schulgemeinde leider entfallen musste. Nach dem Vorlesen der Namen durch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer Johannes Langner (5a), Alexander Funk (5b), Lena Arndt (5c), Dorothea Sterlepper (5d) und Nicole Wagner (5e) durften sich alle Kinder einen Button mit dem Schullogo und einen Schulplaner, gesponsert vom Gymnasialschulverein, nehmen. Während die neuen Fünftklässler erstmals ihre Klassenräume in Beschlag nahmen, nutzten der Schulelternbeirat, der Gymnasialschulverein und die Wilinaburgia noch die Gelegenheit sich vorzustellen und ihre Aktivitäten zur Unterstützung der Schule zu erläutern.

Am Ende dankte Schulleiter Stefan Ketter sehr herzlich allen Personen, die an der Vorbereitung der Veranstaltung beteiligt waren. Er bedauerte sehr, dass durch die geltenden Hygienevorschriften Live-Auftritte von Chor und Orchester nicht möglich waren. Doch auch die Videoeinspielungen von „Teach us to pray“ (Chor und Orchester) und „Dancing in the Dark“ (Bruce Springsteen, gesungen von Lars Kostjuschenko, mit Orchester) sorgten für einen beeindruckenden musikalischen Rahmen.

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